Den Islam als Religion des Friedens manifestieren

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„Islam ist Frieden“ – unter diesem Motto stand das Fest des Deutsch-Türkischen Kulturzentrums in der Landshuter Straße. Als sichtbares Zeichen trugen alle Mitglieder des Vereins einen Button mit diesem Motto. Bekir Yilmaz, der Integrationsbeauftragte des Vereins, freute sich in seiner Begrüßung, dass das Fest jedes Jahr großen Zuspruch erfahre. „Islam ist Frieden – das wollen wir trotz der vielen negativen Meldungen zeigen“, sagte Yilmaz.

Rottaler Anzeiger

Der Vorsitzende des Vereins, Hamza Kücükkaya betonte, dass das Zusammenleben in Eggenfelden gut funktioniere und man sich gegenseitig sehr respektiere. Auch er verabscheue, dass im Namen des Islams Terroranschläge stattfänden und damit eine ganze Religion in Verruf gebracht werde. Deshalb auch das Motto des Festes und deshalb auch die Aktion „Gestatten, Muslim“.

Mit einer Rose und kleinen Flyern ginge man gezielt auf die Menschen zu, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und Missverständnisse aufzuklären.

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Super-Erreger in der Nähe von Pharmafabriken nachgewiesen

Aus der Fabrik in den Fluss? In der Nähe indischer Pharmafabriken ist die Konzentration von Antibiotika im Abwasser häufig besorgniserregend. (Foto: Tilo Gummel)
  • Ein Rechercheteam von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung hat in der Nähe indischer Pharmafabriken besorgniserregend hohe Konzentrationen von Antibiotika im Abwasser nachgewiesen.
  • In Flüssen und Seen rund um die Metropole Hyderabad sind viele Bakterien bereits gegen die Antibiotika immun geworden.
  • Multiresistente Keime sind ein globales Gesundheitsproblem – gegen diese Erreger helfen immer weniger Medikamente.
  • Die Recherche legt nahe, dass Pharmafirmen durch nachlässige Entsorgung vermutlich selbst zu dem Problem beitragen.

Von Christina Berndt, Hanno Charisius | Süddeutsche.de

Die Gefahr wurde schon lange vermutet. Aber so genau wie jetzt hat noch nie jemand hingeguckt. Im vergangenen November nahmen Wissenschaftler um den Infektiologen Christoph Lübbert vom Universitätsklinikum Leipzig gemeinsam mit einem Rechercheteam von NDR, WDR und SZ Proben aus mehreren Gewässern rund um die indische Pharma-Metropole Hyderabad.

Die Forscher vermuteten hohe Konzentrationen an Medikamenten im Wasser – und womöglich auch gesundheitsgefährdende Keime. Was sie am Ende messen konnten, übertraf ihre schlimmsten Vermutungen. Und es legt nahe, dass Pharmafirmen direkt zur Ausbreitung resistenter Keime beitragen.

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Kloster Eberbach: Was geschah in der Nazi-Zeit?

Weinlese im Kloster Eberbach anno 1937. Das Bild stammt aus dem Nachlass von Michael Scheuermann, langjähriger Betriebsleiter des Staatsweinguts Hattenheim-Erbach.
Ein Forschungsprojekt soll die dunklen Stellen in der Geschichte des Klosters Eberbach im Rheingau ausleuchten. Dazu gibt es bislang fast nur Gerüchte.

Von Peter Hanack | Frankfurter Rundschau

Nazi-Größen gingen hier ein und aus, vielleicht kreuzten sich an gleicher Stelle aber auch die Wege von Widerständlern. Auch von Geheimdiensttreffen wird gemunkelt. Möglicherweise gab es – wie in vielen Betrieben damals – Zwangsarbeiter, wurden Kriegsgefangene bei der Weinlese eingesetzt. Chemische Stoffe sollen hier gelagert worden sein, im Kirchenschiff der Basilika soll sogar ein Hochregal gestanden haben.

Um das Kloster Eberbach im Rheingau ranken sich viele Gerüchte und Geschichten. Wissenschaftlich erforscht aber ist die Zeit des Nationalsozialismus, also die Jahre 1933 bis 1945, so gut wie nicht.

Das soll sich nun ändern. „Wir sind bereit, jeden Stein umzudrehen“, sagt Martin Blach, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Stiftung, die die weitläufige Klosteranlage bei Eltville seit 1998 trägt. Blach und sein Vorstandskollege Timo Georgi haben den Fuldaer Historiker Sebastian Koch beauftragt, die Forschungslücke zu schließen.

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Amazonas erlebte zwei „Sintfluten“

Der Nordwesten des Amazonas-Regenwalds lag vor wenigen Millionen Jahren gleich zweimal unter Wasser: Ein Meeresarm drang von der Karibik aus tief ins Inland vor. © NASA
Doppelte Flut: Teile des Amazonasgebiets sind schon zweimal vom Meer verschlungen worden. Denn vor 16 und vor 18 Millionen Jahren drang ein Meeresarm von der Karibik aus bis weit in den Nordwesten des Amazonasbeckens vor, wie neue Sedimentanalysen belegen. Diese Überflutungsphasen hinterließen nicht nur reichlich Sediment, sogar ein fossiler Haifischzahn zeugt von der marinen Vergangenheit des Regenwalds.

scinexx

Das Amazonas-Gebiet beherbergt heute eines der größten Regenwaldgebiete der Erde – eine grüne Lunge unseres Planeten. Doch wie es in diesem riesigen, von Flüssen durchzogenen Gebiet früher aussah, ist bisher nur in Teilen bekannt. So fanden Wissenschaftler erst vor Kurzem heraus, dass der Amazonas-Fluss erst vor rund neun Millionen Jahren zum transkontinentalen Strom wurde.

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Philosoph gegen deutsche Leitkultur, Soziologe dafür

Philosoph Jürgen Habermas © Európa Pont @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Nach Ansicht des Philosophen Jürgen Habermas würde eine Leitkultur gegen die Verfassung verstoßen. Niemand dürfe gezwungen werden, jemandem die Hand zu geben. Der Soziologe Koopmans ist anderer Meinung. Zur Leitkultur gehöre beispielsweise das Schämen für den Holocaust.

MiGAZIN

Eine deutsche Leitkultur wäre nach Ansicht des Philosophen Jürgen Habermas nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Eine liberale Auslegung der Verfassung verlange „die Differenzierung der im Lande tradierten Mehrheitskultur von einer allen Bürgern gleichermaßen zugänglichen und zugemuteten politischen Kultur“, schreibt Habermas in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post. Deren Kern sei die Verfassung selbst. Die Thesen von Innenminister Thomas de Maizière (CDU) über eine deutsche Leitkultur hätten ihn erstaunt, schreibt der 87-jährige Habermas.

„Keine Muslima darf dazu genötigt werden, beispielsweise Herrn de Maizière die Hand zu geben“, erklärte der emeritierte Professor für Philosophie und Soziologie. Allerdings müsse die Zivilgesellschaft von eingewanderten Staatsbürgern erwarten, dass sie sich in die politische Kultur einleben, auch wenn sich das rechtlich nicht erzwingen lasse.

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Evangelische Akademie lädt israelisch-palästinensischen Friedensgruppen aus

Bild: Makaristos/CC BY-SA-1.0
Bestürzung nach der kurzfristigen Absage einer Tagung mit Referenten aus Israel und Palästina in Tutzing

Von Rolf-Henning Hintze | TELEPOLIS

Ein Foto mit dem Motto „Wir weigern uns Feinde zu sein“, das auf einem großen Stein auf einer palästinensischen Olivenfarm geschrieben steht, lud auf der Webseite der Evangelischen Akademie Tutzing zu einer Nahost-Tagung mit einem außergewöhnlichen Konzept ein. Ein Jahr lang war daran gearbeitet worden und das Programm war bereits ausgedruckt und die Tickets der ausländischen Teilnehmer gekauft, als Akademiedirektor Udo Hahn die ganze Veranstaltung kurzfristig abblies. Vermutet wird auf Druck von außen. Entschiedener Widerspruch kam umgehend von Prof. Moshe Zimmermann und den übrigen Teilnehmern aus Israel und Palästina, von deutscher Seite gab es Bedauern und Kopfschütteln.

Der Akademiedirektor begründet seine Entscheidung auf der Webseite der Akademie mit der nebulösen Formulierung, es sei nicht gelungen, „alle für das Thema maßgeblichen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in angemessener Zahl zu gewinnen“. Das mutet einigermaßen seltsam an: Das Konzept, das Verständigung in den Mittelpunkt stellte, war lange bekannt und akzeptiert, Vertreter von CDU, SPD und den Grünen hatten ihre Teilnahme zugesagt.

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Tierschutz: Zahl der Vögel geht dramatisch zurück

Eine Feldlerche gönnt sich auf einem Ast eine Pause. Einige Vogelarten leiden an einem Mangel an Nahrung und Lebensraum. Foto: Patrick Pleul
Vogelschwärme am Himmel und Gezwitscher in den Bäumen sind für die meisten Menschen eine Selbsverständlichkeit. Doch es fehlt an Nahrung und Lebensraum. Für einige Arten sieht es nicht gut aus.

Frankfurter Rundschau

Die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa geht dramatisch zurück. Vor allem Vögel, die in Agrarlandschaften leben, sind zunehmend bedroht.

In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hat die Bundesregierung die Zahlen zusammengetragen: Insgesamt ist demnach in der EU die Zahl der Brutpaare in den landwirtschaftlichen Gebieten zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen zurückgegangen, das ist ein Minus von 57 Prozent.

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Risikogene für das Tourette-Syndrom entdeckt

Das Tourette-Syndrom hat eine genetische Basis: Mutationen in vier Genen erhöhen das Risiko für diese Krankheit stark. © kts image / thinkstock
Ursache der „Ticks“ entdeckt: Forscher haben erstmals genetische Auslöser für das Tourette-Syndrom nachgewiesen. Sie identifizierten vier Gene, deren Mutation das Risiko für diese neurologische Erkrankung um 70 bis 90 Prozent erhöht. Diese Entdeckung könnte helfen, eine wirksame Therapie für das bisher nicht heilbare Tourette-Syndrom zu finden, so die Forscher im Fachmagazin „Neuron“.

scinexx

Plötzliche, zuckende Bewegungen, Grimassen, Ausrufe, fast zwanghaft wiederholte Worte oder Laute: Solche unwillkürlichen und nicht kontrollierbaren Ticks sind typisch für Menschen mit dem Tourette-Syndrom. Etwa ein Prozent der Menschen leidet an dieser neurologischen Erkrankung, die meisten von ihnen lebenslang. Denn eine Heilung gibt es bisher nicht.

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Berliner Neutralitätsgesetz: Müller sieht keinen Änderungsbedarf

Michael Müller hält am Neutralitätsgesetz fest und betont, dass es kein Anti-Kopftuch-Gesetz sei.Foto: Kai-Uwe Heinrich
Der Regierende Bürgermeister geht auf Distanz zu Forderungen aus den Reihen von Linken und Grünen. Im Februar hieß es aus dem Senat, man wolle das Gesetz prüfen.

DER TAGESSPIEGEL

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hält am Berliner Neutralitätsgesetz in seiner jetzigen Form fest. Dieses sei für ihn „ein hohes Gut“, sagte Müller dem Evangelischen Pressedienst (epd). Auch nach den jüngsten Gerichtsurteilen sehe er hier keinen Änderungsbedarf. Müller ging damit auf Distanz zu Forderungen aus den Reihen der Koalitionspartner Linke und Grüne, die nach neuen Gerichtsurteilen aus Karlsruhe und Berlin für eine Novellierung der Regelung eingetreten waren.

Das Berliner Neutralitätsgesetz schreibt unter anderem vor, dass Polizisten, Lehrer an allgemeinbildenden Schulen und Justizmitarbeiter im Dienst keine religiös geprägten Kleidungsstücke tragen dürfen. Laut Bundesverfassungsgericht ist ein generelles Verbot religiöser Symbole nicht zulässig.

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Panik bei den Brexit-Befürwortern

Grafik: heise.de/tp
Auch Regierungschefin May flüchtet in Verschwörungstheorien, weil sich die britische Regierung nun erstmals und vor den Wahlen konkret mit den Kosten und Folgen des Brexit beschäftigen muss

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Gestern schon hatte der Telegraph die Meinung einiger Brexit-Anhänger unter den Tories verbreitet, dass die EU und vornehmlich Deutschland versuchen, die Anfang Juni stattfindende Wahl in Großbritannien zu beeinflussen (Britische Politiker: Deutschland will die Wahl beeinflussen). Überraschend hatte die Theresa May, die nach dem Rücktritt von David Cameron zur Regierungschefin ernannt wurde, im April vorgezogene Wahlen anberaumt (Neuwahlen in Großbritannien).

Die Stimmung im Lande schien auch so, als wäre der Sieg der Befürworter eines harten Brexit, also die Konservativen, sicher, was die Position von May als dann gewählte Premierministerin gestärkt hätte. Ukip, die die Tories in den Brexit gedrängt haben, wurde zum Außenminister, Labour haben die Konservativen abgehängt. Noch letzte Woche lagen bei einer Yougov-Umfrage die Konservativen bei n 44 Prozent und Labour bei nur 31 Prozent, die Liberaldemokraten erreichten 11 Prozent, Ukip gerade noch 6 Prozent.

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Peitsche für „faule Nigger“: Rechtsextreme Vorfälle in der Bundeswehr

Soldaten in der Bundeswehr © 30th MED @ flickr.com (CC 1.0), bearb. MiG
Die Bundeswehr steht in der Kritik, auf dem rechten Auge blind zu sein. Wie zahlreiche Fälle zeigen, ist man um Aufklärung bemüht, viele Ausfälle werden aber kaum geahndet. Das Auschwitz-Komitee fordert ein Umdenken, die Verteidigungsministerin verspricht umfassende Aufklärung.

MiGAZIN

Die Affäre um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. lässt einen alten Vorwurf gegen die Bundeswehr wieder aufkommen: dass das Militär auf dem rechten Auge blind ist. Wiederholt wurde in der Vergangenheit geklagt, rechtsextremistische Umtriebe würden nicht ernst genommen oder nicht ausreichend sanktioniert.

Verfassungsfeindliche Einstellungen oder extremistische Bestrebungen müssen bei der Bundeswehr als sogenannte Meldepflichtige Ereignisse intern bekannt gemacht werden. Wie aus dem aktuellen Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags hervorgeht, wurden 2016 insgesamt 63 solcher Vorfälle registriert, sechs mehr als im Jahr zuvor.

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Betrugsverdacht über bis 200 Millionen bei Institut von ARD, ZDF, ORF, SRG

foto: irt.de screenshot
Süddeutsche Zeitung“: Ehemaliger Mitarbeiter soll Patengebühren abgezweigt haben

derStandard.at

Ein Patentanwalt soll das Münchner Institut für Rundfunktechnik (IRT) um 100 bis 200 Millionen Euro betrogen haben, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ von Ermittlungen der Münchner Staatsanwaltschaft. Das Institut betreiben und finanzieren öffentliche Rundfunkanstalten – die deutschen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio, der österreichische ORF, die Schweizer SRG.

Vorige Woche habe der Bayerische Rundfunk Anzeige erstattet, berichtet Klaus Ott in der „Süddeutschen“. Die Staatsanwaltschaft München I ermittle wegen Untreue und Korruption in einem besonders schweren Fall sowie wegen Parteiverrat. Die Behörden hätten mehrere Objekte in München und dem Rest von Bayern, um Beweise für die vermuteten Straftaten zu finden.

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Wie Krieg Schimpansen prägt

Symbolbild Schimpanse. – (c) FABRY Clemens
Das Verhalten nach außen schlägt durch auf die Sozialstruktur: Schimpansen tun sich mit Männchen zusammen, Bonobos mit Weibchen.

Von Jürgen Langenbach | Die Presse.com

„Der Erste, der ein Stück Land mit einem Zaun umgab“, brachte alles Elend in die Welt: „Wie viele Verbrechen, Kriege, Morde wäre dem Menschengeschlecht erspart geblieben, wenn jemand die Pfähle ausgerissen hätte.“ So sah 1755 Rousseau den Sündenfall, mit dem die Menschheit aus dem Paradies der Natur auszog. Dorthin wollte er nicht zurück, er hatte die Utopie einer ganz anderen Gesellschaftsform, aber eine Idylle war sie doch für ihn, die Natur.

Dabei geht es in ihr oft auch so zu, als hätte jemand Zäune gezogen: Da werden Reviere beansprucht und mit Klauen und Zähnen verteidigt oder auch erobert. So halten es unsere einen nächsten Verwandten, die Schimpansen, sie sind – außer uns – die einzigen, die über Nachbarn herfallen und sie erschlagen. Unsere anderen nächsten Verwandten, die Bonobos, agieren ganz anders, sie leben in äußerem Frieden und im Inneren auch, letzteren sichern sie durch exzessive Sexualität. Verwandt sind wir mit beiden in gleichen Graden: Unsere Ahnen spalteten sich vor etwa acht Millionen Jahren vom gemeinsamen Ast ab, Schimpansen und Bonobos gingen vor zwei Millionen Jahren getrennte Wege.

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Putin und Erdogan wollen Schutzzonen für Syrien

© AP Hier entlang: Putin begrüßt Erdogan in Sotschi.
In Sotschi wird deutlich: Die Beziehungen Russlands zur Türkei haben sich entspannt. Beim Treffen der Präsidenten geht es um den Krieg in Syrien – aber auch um die Nachwirkungen eines zwei Jahre alten Vorfalls.

Frankfurter Allgemeine

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin wollen mit Schutzzonen das Blutvergießen in Syrien eindämmen. Nach einem Treffen am Mittwoch in der Schwarzmeerstadt Sotschi sagte Erdogan, solche Zonen wären ein „Schlüssel“, um das Blutvergießen in Syrien zu stoppen.

„Wir müssen solche Mechanismen finden, die ein Ende des Blutvergießens garantieren“, sagte Putin. Darin stimme er mit dem türkischen Präsidenten überein und darüber habe er auch am Vorabend mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump gesprochen. Dies sei eine der wichtigsten Fragen der Syrien-Gespräche, die am Mittwoch und Donnerstag in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden.

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Forscher lösen Wetter-Rätsel: Als der Klimawandel scheinbar zum Stillstand kam

Gletscherfront auf Spitzbergen: Das Eis des Arktischen Ozeans wird vom Klimawandel bedroht © Jens Büttner/DPA
15 Jahre lang stiegen die globalen Temperaturen nicht so, wie Klimamodelle vermuten ließen. Die Daten beflügelten die Thesen von Klimaskeptikern. Was war passiert?

stern.de

Das Phänomen hat einen eigenen Namen: „Global Warming Hiatus“ – die „Auszeit des Klimawandels„. Gemeint ist damit: In den Jahren von 1998 bis 2012 stiegen die Temperaturen an der Erdoberfläche je nach Messreihe gar nicht oder kaum an. Manche Politiker, aber auch Wissenschaftler deuteten dies als ein Versagen der Klimamodelle – das Ausmaß des Klimawandels sei überschätzt worden, behaupteten sie. Einige leugneten sogar, dass es einen Klimawandel überhaupt gebe oder zumindest, dass er vom Menschen verursacht worden sei. Was aber hatte es mit der scheinbaren Pause auf sich?

Forscher um Iselin Medhaug von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Schweiz sind dieser Frage nachgegangen und haben ihr Ergebnis im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht. Sie glauben: Die Daten bedeuten nicht, dass es keinen Klimawandel gibt. Dem steht auch der Trend der vergangenen drei Jahre entgegen: 2016 war das dritte Jahr in Folge, das den globalen Temperaturrekord seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 gebrochen hat.

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The FBI Director Thinks a Law Against Encryption Is Possible Under Trump

Image: Andrew Harrer/Bloomberg via Getty Images
The director of the FBI James Comey once again leaves the door open for a law that forces tech companies to put backdoors into their products.

By Lorenzo Franceschi-Bicchierai | MOTHERBOARD

In the a year after the heated battle between Apple and the FBI over the iPhone of a dead alleged terrorist, the US government war on encryption has been lying somewhat dormant. But that’s not because the FBI has given up on trying to change the status quo.

On Wednesday, FBI Director James Comey left the door open for a law that would require tech manufacturers like Apple or Google to come up with a way to decrypt data for the feds.

„I could imagine a world that ends up with legislation saying if you are going to make devices in the United States you figure out how to comply with court orders,“ Comey said during a Senate hearing. „Or maybe we don’t go there.“

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Dodo Müller: Westen muss Religionsfreiheit neu lernen

Gerhard L. Müller links im Bild
Der Präfekt der Glaubenskongregation spricht in einem Interview über die subtile Christenverfolgung im Westen, die kirchliche Stellungnahme zu Medjugorje und die Diskussion um ‚Amoris laetitia’.

kath.net

Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation, nahm in einem Interview mit dem Portal Aleteia zu Fragen zu verschiedenen aktuellen Themen, darunter Medjugorje, Amoris laetitia und Christenverfolgung, Stellung.

Die Glaubenskongregation treffe keine Entscheidung bezüglich der Übernatürlichkeit der Erscheinungen von Medjugorje, betonte Müller. Der Papst entscheide alleine über die Glaubwürdigkeit, die Glaubenskongregation gebe lediglich eine Empfehlung ab. Es solle keinesfalls der Eindruck erweckt werden, die Sonderkommission oder die Glaubenskongregation würden bald zu einem Ergebnis gelangen, sagt Müller.

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Türkische Journalisten klagen über Folter

Zur Vision von Republikgründer Atatürk gehörte die Pressefreiheit, in der Verfassung ist sie verankert. Foto: AFP
Erdogan wird nicht müde zu betonen, dass die Presse nirgends freier sei als in der Türkei. Abgeordnete der türkischen Oppositionspartei CHP berichten jedoch über Misshandlungen Inhaftierter.

Von Frank Nordhausen | Frankfurter Rundschau

Die Presse ist frei, eine Zensur findet nicht statt“ – in der türkischen Verfassung, Abschnitt 10, Artikel 28, ist die Pressefreiheit eindeutig geregelt. Auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wird nicht müde zu betonen, dass die Presse nirgends freier sei als in seinem Land. Die Realität freilich sieht anders aus: Nirgends sind mehr Journalisten inhaftiert als in der Türkei. Zum internationalen Tag der Pressefreiheit hat nun die größte türkische Oppositionspartei CHP einen Bericht veröffentlicht, in dem auch Foltervorwürfe erhoben werden.

Die regierungskritische Zeitung „Cumhuriyet“ hat den Bericht ausgewertet. Demnach wurde der Redakteur Ömer Celik von der prokurdischen und seit sechs Monaten verbotenen Nachrichtenagentur Diha während einer Hausdurchsuchung von Polizisten gefoltert. Celik sei Ende Dezember 2016 in Diyarbakir misshandelt worden, bevor er abgeführt und im Januar offiziell inhaftiert wurde. Ihm werden offenbar Berichte über die von einer Hackergruppe publizierten, brisanten privaten E-Mails des Erdogan-Schwiegersohns Berat Albayrak vorgehalten. Ein Vorwurf, der ähnlich auch gegen Deniz Yücel, den inhaftierten Türkei-Korrespondenten der Zeitung „Welt“, erhoben wird.

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Warum die AfD und die Kirchen nicht zueinander kommen

Mit dem Slogan „Unser Kreuz hat keine Haken“ haben die Kirchen in deutschland schon häufig Flagge gezeigt gegen Rechts. Hier 2015 in Demmin, wo gegen einen Fackelmarsch der NPD demonstriert wurde. Bildrechte: dpa
„Unser Kreuz hat keine Haken“ – darin waren sich katholische und evangelische Kirche einig, als sie in Köln gegen den jüngsten AfD-Parteitag auf die Straße gingen. Im Gegenzug forderte ein prominentes Parteimitglied die Delegierten unter Applaus auf, doch bitte aus der Kirche auszutreten. Verhärtete Fronten also zwischen den rechtspolitischen Newcomern und den Kirchen. Dabei fordern beide Seiten den Dialog mit dem jeweils anderen.

Von Sebastian Hesse | MDR AKTUELL

Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag leistet sich gleich zwei kirchenpolitische Sprecher: Einen für die evangelische und einen für die katholische Kirche. Den Austausch mit den Protestanten pflegt die Landtagsabgeordnete Kirsten Muster, selber praktizierende Christin: „Ostern habe ich in meiner Kirchgemeinde im Kirchenchor gesungen. Es war ein sehr schönes Fest für mich. Und dann kam ich nach Köln. Auf dem Weg zum Parteitag bin ich dann an den Kirchen vorbeigegangen, wo stand: ‚Unser Kreuz hat keine Haken‘. Das hat mich schon sehr bedrückt und das hat mich auch sehr berührt!“

Gerade weil die AfD-Politikerin und Anwältin den Anspruch hat, dass ihr politisches Engagement auf christlichen Werten fußt: „Das war für mich ein ganz schlimmes Zeichen. Und es war auch ein schlechtes Zeichen, dass die Kommunikation zwischen der Kirche und der AfD nicht funktioniert hat.“

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Christianity Today: Woman Bloggers Represent Crisis of Authority

A recent Christianity Today article by Tish Harrison Warren caught my eye. Warren is an ordained minister in the Anglican tradition, and a woman. Christianity Today is more open on female ordination than many other evangelical publications, but Warren’s article points to some major blindspots nonetheless.

By Libby Anne | Love, Joy, Feminism

Warren, you see, is concerned about woman bloggers who operate outside of church authority and yet write about their spiritual journeys publicly for all to see. This is—apparently—a crisis.

The rise of the blogosphere in the early 2000s yielded the genre of the “spiritual blogger.” From the comfort of their living rooms, lay people suddenly became household names, wielding influence over tens of thousands of followers. A new kind of Christian celebrity—and authority—was born: the speaker and author who comes to us (often virtually) as a seemingly autonomous voice, disembedded from any larger institution or ecclesial structure.

Just as the invention of the printing press helped spark the Protestant Reformation and created a crisis of authority, the advent of social media has catalyzed a new crisis in the church.

Yes, that’s right—a crisis.

One thing I appreciate about the internet in general, and the blogosphere in particular, is that it has provided a platform for voices that would otherwise have gone unheard. It means anyone with an internet connection can say their piece, and in a place others can read it.

And that, Warren argues, is a problem. Because it usurps church authority.

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