Evangelische Akademie lädt israelisch-palästinensischen Friedensgruppen aus


Bild: Makaristos/CC BY-SA-1.0
Bestürzung nach der kurzfristigen Absage einer Tagung mit Referenten aus Israel und Palästina in Tutzing

Von Rolf-Henning Hintze | TELEPOLIS

Ein Foto mit dem Motto „Wir weigern uns Feinde zu sein“, das auf einem großen Stein auf einer palästinensischen Olivenfarm geschrieben steht, lud auf der Webseite der Evangelischen Akademie Tutzing zu einer Nahost-Tagung mit einem außergewöhnlichen Konzept ein. Ein Jahr lang war daran gearbeitet worden und das Programm war bereits ausgedruckt und die Tickets der ausländischen Teilnehmer gekauft, als Akademiedirektor Udo Hahn die ganze Veranstaltung kurzfristig abblies. Vermutet wird auf Druck von außen. Entschiedener Widerspruch kam umgehend von Prof. Moshe Zimmermann und den übrigen Teilnehmern aus Israel und Palästina, von deutscher Seite gab es Bedauern und Kopfschütteln.

Der Akademiedirektor begründet seine Entscheidung auf der Webseite der Akademie mit der nebulösen Formulierung, es sei nicht gelungen, „alle für das Thema maßgeblichen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in angemessener Zahl zu gewinnen“. Das mutet einigermaßen seltsam an: Das Konzept, das Verständigung in den Mittelpunkt stellte, war lange bekannt und akzeptiert, Vertreter von CDU, SPD und den Grünen hatten ihre Teilnahme zugesagt.

weiterlesen