Forscher lösen Wetter-Rätsel: Als der Klimawandel scheinbar zum Stillstand kam


Gletscherfront auf Spitzbergen: Das Eis des Arktischen Ozeans wird vom Klimawandel bedroht © Jens Büttner/DPA
15 Jahre lang stiegen die globalen Temperaturen nicht so, wie Klimamodelle vermuten ließen. Die Daten beflügelten die Thesen von Klimaskeptikern. Was war passiert?

stern.de

Das Phänomen hat einen eigenen Namen: „Global Warming Hiatus“ – die „Auszeit des Klimawandels„. Gemeint ist damit: In den Jahren von 1998 bis 2012 stiegen die Temperaturen an der Erdoberfläche je nach Messreihe gar nicht oder kaum an. Manche Politiker, aber auch Wissenschaftler deuteten dies als ein Versagen der Klimamodelle – das Ausmaß des Klimawandels sei überschätzt worden, behaupteten sie. Einige leugneten sogar, dass es einen Klimawandel überhaupt gebe oder zumindest, dass er vom Menschen verursacht worden sei. Was aber hatte es mit der scheinbaren Pause auf sich?

Forscher um Iselin Medhaug von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich in der Schweiz sind dieser Frage nachgegangen und haben ihr Ergebnis im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht. Sie glauben: Die Daten bedeuten nicht, dass es keinen Klimawandel gibt. Dem steht auch der Trend der vergangenen drei Jahre entgegen: 2016 war das dritte Jahr in Folge, das den globalen Temperaturrekord seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 gebrochen hat.

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