Peitsche für „faule Nigger“: Rechtsextreme Vorfälle in der Bundeswehr


Soldaten in der Bundeswehr © 30th MED @ flickr.com (CC 1.0), bearb. MiG
Die Bundeswehr steht in der Kritik, auf dem rechten Auge blind zu sein. Wie zahlreiche Fälle zeigen, ist man um Aufklärung bemüht, viele Ausfälle werden aber kaum geahndet. Das Auschwitz-Komitee fordert ein Umdenken, die Verteidigungsministerin verspricht umfassende Aufklärung.

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Die Affäre um den terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. lässt einen alten Vorwurf gegen die Bundeswehr wieder aufkommen: dass das Militär auf dem rechten Auge blind ist. Wiederholt wurde in der Vergangenheit geklagt, rechtsextremistische Umtriebe würden nicht ernst genommen oder nicht ausreichend sanktioniert.

Verfassungsfeindliche Einstellungen oder extremistische Bestrebungen müssen bei der Bundeswehr als sogenannte Meldepflichtige Ereignisse intern bekannt gemacht werden. Wie aus dem aktuellen Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags hervorgeht, wurden 2016 insgesamt 63 solcher Vorfälle registriert, sechs mehr als im Jahr zuvor.

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