Warum die AfD und die Kirchen nicht zueinander kommen


Mit dem Slogan „Unser Kreuz hat keine Haken“ haben die Kirchen in deutschland schon häufig Flagge gezeigt gegen Rechts. Hier 2015 in Demmin, wo gegen einen Fackelmarsch der NPD demonstriert wurde. Bildrechte: dpa
„Unser Kreuz hat keine Haken“ – darin waren sich katholische und evangelische Kirche einig, als sie in Köln gegen den jüngsten AfD-Parteitag auf die Straße gingen. Im Gegenzug forderte ein prominentes Parteimitglied die Delegierten unter Applaus auf, doch bitte aus der Kirche auszutreten. Verhärtete Fronten also zwischen den rechtspolitischen Newcomern und den Kirchen. Dabei fordern beide Seiten den Dialog mit dem jeweils anderen.

Von Sebastian Hesse | MDR AKTUELL

Die AfD-Fraktion im sächsischen Landtag leistet sich gleich zwei kirchenpolitische Sprecher: Einen für die evangelische und einen für die katholische Kirche. Den Austausch mit den Protestanten pflegt die Landtagsabgeordnete Kirsten Muster, selber praktizierende Christin: „Ostern habe ich in meiner Kirchgemeinde im Kirchenchor gesungen. Es war ein sehr schönes Fest für mich. Und dann kam ich nach Köln. Auf dem Weg zum Parteitag bin ich dann an den Kirchen vorbeigegangen, wo stand: ‚Unser Kreuz hat keine Haken‘. Das hat mich schon sehr bedrückt und das hat mich auch sehr berührt!“

Gerade weil die AfD-Politikerin und Anwältin den Anspruch hat, dass ihr politisches Engagement auf christlichen Werten fußt: „Das war für mich ein ganz schlimmes Zeichen. Und es war auch ein schlechtes Zeichen, dass die Kommunikation zwischen der Kirche und der AfD nicht funktioniert hat.“

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