Hedwig von Beverfoerde: Keine Akzeptanz ist keine Diskriminierung

Bild: Besorgte Homos.Blog
In einem neuen Facebook-Beitrag zum bevorstehenden Symposium der sog. „Demo für Alle“ gegen den hessischen Bildungsplan am 6. Mai 2017 im Wiesbadener Kurhaus beklagt sich dessen Organisatorin Hedwig von Beverfoerde über die „Unterstellung“, „dass ohne die Akzeptanz sexueller Vielfalt usw. eine Diskriminierung abweichenden Sexualverhaltens oder abweichender Lebensweise vorliegen würde“.

Von Christian Maluck | Besorgte Homos Blog

„Sachliche Argumente“ verlangt Hedwig von Beverfoerde von der angeblichen „Demo für Alle“ dreist, während sie LGBTI im gleichen Atemzug ein „abweichendes“ – also falsches – „Sexualverhalten oder abweichende“ – also falsche – „Lebensweise“ vorwirft und den Eindruck erweckt, dass es keine Diskriminierung darstelle, wenn man LGBTI nicht (als gleichwertige Menschen) akzeptiere. Unter dem Begriff „sexuelle Vielfalt“ werden nun mal sexuelle Identitäten wie Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität zusammengefasst. Das ist eine ganz neue Deutlichkeit, die Hedwig von Bevefoerde hier an den Tag legt, während sie sich zugleich selbst als Opfer von Diskriminierung inszeniert.

Der Facebook-Post der „Demo für Alle“ am 5. Mai 2017

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Dodo Marx räumt Versäumnisse der Kirche bei Missbrauch ein

Quelle: http://www.bgland24.de

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, übt Selbstkritik am Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauchsvorwürfen. »Für die Kirche und auch für mich selbst war es ein schmerzhafter Lernprozess, vor allem und in allem von der Perspektive der Opfer her zu denken und zu handeln«, sagte der Kardinal der Wochenzeitung »Die Zeit« (Donnerstag).

Kirche+Leben

Die Kirche, er eingeschlossen, habe zu wenig wahrhaben wollen, was Priester jungen Menschen antun können, fügte Marx hinzu. Das Verhalten der katholischen Kirche sei den leidvollen Situationen der Opfer nicht immer angemessen gewesen. »Für mich persönlich möchte ich ausdrücklich festhalten, dass ich heute und leider erst im Nachhinein erkenne, dass ich intensiver hätte nachfragen müssen«, räumte der Münchner Erzbischof ein.

Anlass der Äußerung ist der Fall eines heute 32-jährigen Mannes, der als Heranwachsender vom Priester seiner katholischen Gemeinde im Saarland mehrfach missbraucht wurde. Kardinal Marx war damals, im Jahr 2006, Trierer Bischof und damit auch zuständig für das Saarland. Zur Verurteilung des Priesters kam es nicht. Die Vorwürfe waren bereits verjährt, als das mutmaßliche Opfer den Geistlichen anzeigte. Nach Aussagen des Opfers nahm das Bistum damals keinen Kontakt zu ihm auf. Sieben weitere Male war der Priester angezeigt worden. Alle Verfahren wurden eingestellt.

Letzter Dinosaurier Afrikas entdeckt

Chenanisaurus barbaricus lebte vor rund 66 Millionen Jahre in Nordafrika – und damit kurz vor dem Massenaussterben am ENde der Kreidezeit. © Nick Longrich, Milner Centre for Evolution/ University of Bath
Einer der letzten seiner Art: In Marokko haben Paläontologen eines der jüngsten Dinosaurierfossilien der Welt entdeckt. Der entfernte Verwandte des Tyrannosaurus ist rund 66 Millionen Jahre alt und stammt damit aus der Zeit direkt vor dem Massenaussterben am Ende der Kreidezeit. Der seltene Fund gibt zudem einen wertvollen Einblick in die Lebenswelt Afrikas zu dieser Zeit.

scinexx

Die Ära der Dinosaurier endete vor 66 Millionen Jahren mit dem Massenaussterben am Ende der Kreidezeit – so viel ist klar. Weniger klar ist jedoch, ob Vulkanausbrüche oder der Einschlag des Chicxulub-Asteroiden dafür verantwortlich waren – oder vielleicht sogar beides. Auch wie abrupt die Dinosaurier damals zugrunde gingen, ist strittig: Europas Dinos scheinen plötzlich gestorben zu sein, andere Arten dagegen verschwanden offenbar schon früher.

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So perfide macht ein Parasit Forellen zur Vogelbeute

Mit älteren Parasiten infizierte Forellen bewegen sich häufiger gefährlich nah unter der Wasseroberfläche Quelle: Getty Images/Getty Images Europe
Dass Parasiten das Verhalten ihres Wirtstieres nach Belieben beeinflussen können, klingt ziemlich bizarr. Doch Forscher konnten jetzt zeigen, wie Fische durch Egel wahlweise vorsichtig oder leichtsinnig wurden.

DIE WELT

Viele Parasiten durchwandern bei ihrer Entwicklung mehr als einen Wirt: So sind Katzen bei der bekannten Toxoplasmose der Hauptwirt, in anderen Säugetieren reift der Einzeller heran. Was dabei besonders verstörend erscheint: Infizierte Zwischenwirte zeigen auffällige Verhaltensänderungen. Toxoplasmen sind in der Lage, Signalwege im Gehirn zu beeinflussen. Mäuse beispielsweise verlieren ihre Angst vor Katzen, wenn sich der Erreger in ihrem Körper breit gemacht hat.

Ein ähnlich bizarres Phänomen hat jetzt eine finnisch-russische Forschergruppe untersucht. Ein Egel mit dem wissenschaftlichen Namen Diplostomum pseudospathaceum lebt in fischfressenden Vögeln, die ihm als Hauptwirt dienen. Seine Eier scheiden die Vögel aus. Im Wasser reifen sie zu frühen Entwicklungsstufen, die von Süßwasserschnecken gefressen werden.

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Bedford-Strohm – Mission ist Kontrolle

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Mission als „eine völlig unverzichtbare Dimension der Kirche und des Christseins“ gewürdigt.

evangelisch.de

Es komme nicht darauf an, ob andere Menschen die Botschaft vom menschenfreundlichen Gott überhaupt hören wollten, „von dieser Menschenfreundlichkeit aber gar nicht zu reden, wäre unverantwortlich“, sagte der Bischof am Donnerstag laut vorab verbreitetem Manuskript bei einer Predigt auf der Wartburg. Mit dem Gottesdienst unter freiem Himmel eröffnete er die Festwoche „500 Jahre Reformation in Eisenach“.

Dabei räumte er ein, dass Mission „nach 2.000 Jahren Christentum für viele Menschen kein positiv besetzter Begriff mehr“ sei. Viele würden damit „zuallererst Intoleranz, Absolutheitsanspruch, Zwangsbekehrung und eben auch blutige Gewalt“ verbinden. „Im Namen der Kirche, im Namen des Christentums ist bitteres Unrecht geschehen“, so Bedford-Strohm.

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USA: Trump unterzeichnet Präsidialerlass zur Religionsfreiheit

Die Regierung Trump bekennt sich zum umfassenden Schutz der Religionsfreiheit. Das Dokument sieht Ausnahmeregelungen für ‚Obama-Care’ und den Schutz öffentlicher religiöser Stellungnahmen etwa gegen die ‚Homo-Ehe’ und Abtreibung vor.

kath.net

„Freiheit ist nicht ein Geschenk des Staates. Sie ist ein Geschenk Gottes“, sagte Donald Trump am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Präsidialerlasses zur Religionsfreiheit. „Wir sind angetreten, um die Rechte aller Amerikaner zu verteidigen“, fügte er hinzu.

In dem Erlass verpflichtet Trump seine Regierung, Ausnahmeregelungen für Arbeitgeber zu finden, die aus religiösen Gründen keine Verhütungsmittel in die Krankenversicherung ihrer Mitarbeiter aufnehmen wollen. Der Orden der „Religious Sisters of the Poor“ hat wegen dieser Regelung im Rahmen des „Affordable Care Act“ („Obama-Care“) einen Prozess vor dem Obersten Gerichtshof angestrengt. Vertreterinnen des Ordens waren zur Unterzeichnung des Erlasses in das Weiße Haus eingeladen.

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Ayaan Hirsi Ali über den Kampf gegen den politischen Islam

Bild: RDF
Was geschieht, wenn wir uns von Angst, wirrem Denken, Ignoranz und Political Correctness leiten lassen bei der Begegnung mit einer Bedrohung unserer verfassungsmäßigen Freiheiten?

Von Jeffrey Tayler | Richard-Dawkins-Foundation

In den Vereinigten Staaten ruht das Vermögen, unsere Rechte auf Freiheit und das Streben nach Glück zu genießen, im Wesentlichen auf dem Schutz, den der erste Verfassungszusatz („First Amendment“) der Redefreiheit zukommen lässt, einschließlich ihrer logischen Konsequenz, die Religion unserer Wahl auszuüben, oder natürlich, sich zu keiner Religion zu bekennen. Daraus folgt, dass wir gleichermaßen diesen Teil der Verfassung energisch verteidigen und seine Infragestellung harscher Kritik unterwerfen sollten. Wenn wir einer Bedrohung der Redefreiheit ausweichen oder sie verschleiern, ob nun aus Angst, einen ungebührlichen Eindruck zu hinterlassen oder gar in Kenntnis realer Konsequenzen, riskieren wir, unsere Redefreiheit zu verlieren und alles, was wir an der Demokratie wertschätzen.

Sprache besteht aus Wörtern; Wörter, und wie wir sie verwenden, beides spielt eine Rolle. Entsprechend zeichnet sich in den Annalen selbstzerstörerischer politischer Dummheiten der Begriff der Obama-Administration für islamischen Terrorismus – „gewalttätiger Extremismus“ – aus als ungewöhnlich verdunkelnd, semantisch unseriös und feige. (Die Wendung schließt andere Arten terroristischer Glaubenslehren ein, aber jedermann begreift, welche spezielle gemeint ist.) Entstanden, als IS-inspirierte Angriffe die USA zu treffen begannen, übergeht die Formulierung unverblümt die motivierende Ideologie des „Islamischen Staates“ und gibt vor, Extremismus könne ohne Wurzeln, als grundloses, freischwebendes Phänomen existieren. Der Begriff war so offenkundig zum Zweck ersonnen, eine Erwähnung des Islam zu vermeiden, dass der republikanische Kandidat Donald J. Trump während seiner Präsidentschaftskampagne vielen wagemutig erschien, nur weil er von „islamischem Terrorismus“ sprach.

Dennoch – dass die abgestandene Phrase „gewalttätiger Extremismus“ geprägt werden würde, es war zu erwarten. Präsident Obamas wiederholte Erklärungen, der fragliche Glaube habe nichts zu tun mit all den Bombenattentaten, Enthauptungen und dem Schwingen von Macheten, begleitet vom Ruf „Allahu Akbar“, wirkten im besten Falle feige und im schlimmsten, als mache er sich mitschuldig. Hillary Clinton folgte Obamas thematischem Vorbild bis hin zu einer historischen Wahlniederlage.

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Altenburg: Als Islamisten verkleidete Rechte postierten sich vor Kirche

Altenburger Schloß, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 2.5/WiKiABG
Vor der evangelischen Kirche in Altenburg postierten sich als Islamisten verkleidete Rechte anlässlich eines Gottesdienstes, bei der Ministerpräsident Ramelow (Linke) eine Ansprache halten sollte.

kath.net

Vor der evangelischen Kirche in Altenburg postierten sich als Islamisten verkleidete Rechte anlässlich eines Gottesdienstes, bei der Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine Ansprache halten sollte. Die Rechten nutzen ihre Megaphone und störten den Gottesdienst erheblich. Über den Vorfall des vergangenen Sonntags berichtete die „Thüringer Allgemeine“, die zur Funke Mediengruppe gehört.

Einige der Kirchgänger hielten anfangs die verkleideten Rechten für echte Islamisten und wussten nicht, wie sie den Auftritt vor der Kirche einordnen sollten.

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Zehnjähriger von Mob in Pakistan getötet

Die aufgebrachte Menschenmenge wollte einen Mann wegen Blasphemie-Vorwürfen lynchen. Dabei wurde ein Zehnjähriger tödlich verletzt.

Die Presse.com

Im Südwesten Pakistans ist ein zehnjähriger Bub getötet worden, als eine aufgebrachte Menschenmenge einen Mann wegen Blasphemie-Vorwürfen lynchen wollte. Nach Behördenangaben griff der Mob am Donnerstag eine Polizeistation in der Stadt Hub an, wo der Mann festgehalten wurde. Im Zuge des Angriffs sei der Bub getötet worden, fünf weitere Menschen seien verletzt worden.

Erst mehrere Stunden später gelang es Regierungsmilizen, die Ordnung wieder herzustellen. Am Dienstag war in Hub in der unruhigen Provinz Baluchistan der hinduistische Besitzer eines Töpferwarengeschäfts wegen des Vorwurfs der Gotteslästerung festgenommen worden. Er soll ein hetzerisches Foto über soziale Netzwerke geteilt haben. Nach Polizeiangaben tauchte am Donnerstagmorgen ein Mob von rund 500 Menschen vor der Wache auf, nachdem eine örtliche Zeitung über den Fall berichtet hatte.

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„Erstes Licht“ am European XFEL

Blick in den 2,1 Kilometer langen Beschleunigertunnel des European XFEL © DESY/ D. Nölle
Meilenstein im Megalaser: Der größte Röntgenlaser der Welt hat sein erstes Laserlicht erzeugt. Gestern wurden im European CFEL in Hamburg die ersten Pulse aus energiereichen, fokussierten Röntgenstrahlen produziert. Sie sollen künftig ganz neue Einblicke in den Nanokosmos ermöglichen. Mit dem erfolgreichen „First Lasing“ ist nun der Weg frei, um im September den Forschungsbetrieb aufzunehmen.

scinexx

Der 3,4 Kilometer lange European XFEL ist der größte und leistungsfähigste Röntgenlaser der Welt. Er kann 27.000 Röntgenlaserblitze pro Sekunde erzeugen und dabei eine Helligkeit erreichen, die milliardenfach höher ist als das von herkömmlichen Synchrotron-Lichtquellen. Im Oktober 2016 wurde der Bau der 3,4 Kilometer langen Anlage fertiggestellt, jetzt hat der Röntgenlaser erstmals einen Laserstrahl erzeugt.

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NRW-Innenminister Jäger ist Meister der Abschiebung

Abflug (Symbolfoto) © MiG
Fast jede Vierte (24 Prozent) aller bundesweit durchgeführten Abschiebungen entfielen auf Nordrhein-Westfalen. Stolz verkündete Innenminister Ralf Jäger, sein Land sei bundesweit vorn. Dafür erntet er Lob von Rechts und Rechtsaußen.

Von Sami Omar | MiGAZIN

Also, das braucht er jetzt aber auch! Was wurde der arme Mann in der letzten Zeit auch gescholten. Da war Anis Amri, der Terrorist, den die NRW Behörden zwar auf dem Schirm hatten, ihn aber letztlich… Jedenfalls trifft den nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger keine Schuld.

Dann war da der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, der seit Jahren vom Dienst im Landesamt für Zentrale polizeiliche Dienste freigestellt war und dennoch Teile seines Beamtensolds bezog. Innenminister Ralf Jäger befasst sich natürlich nicht mit Besoldungsfragen, das machen andere. Völlig unschuldig!

Dann war da noch der Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht. Auch da machte der Minister keine ausnehmend gute Figur. Er wies unter anderem den Vorwurf von sich, die Polizei habe sich nicht genügend auf Situationen vorbereitet, wie sie sich in jener Nacht in der Kölner Innenstadt ereigneten. Er sagte, die sexuelle Belästigung aus einer Gruppe heraus sei ein „völlig neues Phänomen in Deutschland“. Und fertig!

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So viel Wehrmacht steckt in der Bundeswehr

Das Schwarze Kreuz war Zeichen der Wehrmacht und wird noch heute als stilisiertes Tatzenkreuz der Bundeswehr verwendet. (Foto: dpa)
  • Die Bundeswehr hat eine lange Traditionslinie zur Wehrmacht. Zunächst war diese Linie gewollt, dann toleriert, inzwischen wird sie bekämpft.
  • In den ersten Jahrzehnten bestand die Führung der westdeutschen Armee nahezu ausschließlich aus Wehrmachts-Veteranen sowie einigen ehemaligen SS-Leuten.
  • Erst 1982 wurde die Traditionslinie zur Wehrmacht mit dem Traditionserlass gekappt.

Von Barbara Galaktionow, Oliver Das Gupta, Joachim Käppner | Süddeutsche.de

Wie hält es die Bundeswehr mit der Tradition? Die aktuellen Ereignisse rund um die Kaserne im französischen Illkirch werfen erneut die Frage nach dem Selbstverständnis der Truppe auf. Der Bezug auf die Armee, die im Zweiten Weltkrieg für das NS-Regime weite Teile Europas unterjochte und dabei vor allem in Polen und der Sowjetunion schwerste Verbrechen beging, ist immer noch nicht überall gekappt. Es gibt eine lange Traditionslinie zur Wehrmacht – zunächst war diese Linie gewollt, dann toleriert, inzwischen wird sie bekämpft, auch wenn das dauert.

Die Zahl der Bundeswehreinrichtungen, welche nach „soldatischen Vorbildern“, wie man einst sagte, der Wehrmacht benannt sind, ist seit den Neunzigerjahren drastisch geschrumpft (siehe Auswahl in der Grafik) – aber noch immer gibt es sie, mehr als 60 Jahre nach Gründung der Bundeswehr, die doch ganz anders sein sollte als ihre Vorgänger. Gemessen am Anspruch der Bundeswehr, eine Armee des Parlaments und der Staatsbürger in Uniform zu sein, hätten sich solche seltsamen Namenspatrone eigentlich vom ersten Tag an verboten.

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Cassini: Bewegte Bilder von Flügen zwischen den Saturn und seine Ringe

(Bild: NASA/JPL)
Das „große Finale“ der NASA-Sonde Cassini liefert nun auch die ersten spektakulären Bilder aus der unmittelbaren Nähe des Gasriesen. Zwei Filme zeigen, welcher Anblick sich der Sonde geboten hat und auch weiterhin bieten wird.

Von Martin Holland | heise online

Die NASA-Sonde Cassini hat auch ihren zweiten Flug durch den Raum zwischen dem Saturn und seinen Ringen gut überstanden. Wie geplant, meldete sich die Sonde am Mittwoch zurück und übermittelte erneut Daten und aufgenommene Bilder. Die werden von den Forschern nun intensiv ausgewertet, während die Sonde sich etwas vom Saturn entfernt, bevor es wieder ganz nah an den Gasriesen herangeht.

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Terrorverdächtige sammelten Bundeswehr-Munition

(Archivbild) (Foto: dpa)
  • Bei dem mutmaßlichen Komplizen des verhafteten Offiziers wurden etwa 1000 Patronen gefunden, teilt das Bundesverteidigungsministerium mit.
  • Die Munition stammt aus Beständen der Truppe.

Von Christoph Hickmann | Süddeutsche.de

Die im Fall des terrorverdächtigen Offiziers sichergestellte Munition stammt überwiegend aus Bundeswehr-Beständen. Das Verteidigungsministerium informierte am Donnerstag den Bundestag darüber, dass man die bei einem mutmaßlichen Komplizen des inhaftierten Oberleutnants gefundene Munition mittlerweile der Truppe zuordnen könne. Es handelt sich um etwa 1000 Schuss, zum Teil Übungs- und zum Teil scharfe Munition. Derweil ging die politische Debatte weiter. Außerdem laufen erste Ermittlungen gegen jene Personen, die den jungen Offizier Anfang 2014 trotz klarer Hinweise vom Verdacht des Rassismus entlasteten.

Wie am Donnerstag zu erfahren war, geht es unter anderem um Munition für Pistolen und Gewehre. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass es am Standort Illkirch, wo der Verdächtige stationiert war, Unregelmäßigkeiten in der Buchführung über die Ausgabe von Munition gegeben hatte. Ob die sichergestellte Munition tatsächlich von dort stammt, muss allerdings erst noch geklärt werden.

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Kein Flüchtlingsstatus bei Flucht vor Militärdienst

Wer aus Syrien geflohen ist, um dort dem Militärdienst zu entgehen, hat nach einem aktuellen Urteil keinen Anspruch auf Zuerkennung des Flüchtlingsstatus. Zwar müssten zurückkehrende Asylbewerber, die vor ihrer Einberufung geflohen sind, eine Bestrafung bis hin zur Folter fürchten, erklärte das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in dem am Donnerstag in Münster veröffentlichten Urteil. Nach Einschätzung des Gerichts würden diese Männer jedoch nicht als politische Gegner verfolgt. (AZ: 14 A 2023/16.A).

evangelisch.de

In dem konkreten Fall war ein heute 20-jähriger Syrer im Jahr 2015 vor der Einberufung in die syrische Armee nach Deutschland geflohen und hatte hier Asyl beantragt. Das Bundesamt gewährte subsidiären Schutz wegen drohender Gefahren aufgrund des Bürgerkrieges, erkannte den Mann jedoch nicht als Flüchtling an. In einer Klage auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft hatte der Mann in der ersten Instanz vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht änderte nun das Urteil.

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Arabische Jugend: Arbeitslosigkeit und Kriege

Tag der Wut, Demonstration, Ägypten Januar, 2011. Foto: Muhammad Ghafari / CC BY 2.0
Die Studie Arab Youth Survey weist auf einen Wechsel der Sympathien von den USA zu Russland hin. Das ist jedoch nur Teil eines größeren Vertrauensverlustes

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Es gibt Studien, denen man von allein schon wegen ihrer Aufmachung misstraut. Dazu gehört die Arab Youth Survey. Durchgeführt wird sie ASDA’A Burson-Marsteller, das sich selbst als größte PR-Unternehmensberatung im Nahen Osten anpreist. Die Befragung 2017 sei die größte Umfrage ihrer Art, wird erklärt, sie diene dazu, die Öffentlichkeit und den privaten Sektor mit Daten und Analyse zu versorgen, damit „decision-making“ und „policy creation“ auf informierter Basis geschehen.

Die Informationen werden von Grafikern häppchenmäßig und glatt aufbereitet. Friedliche junge Menschen in arabischer Tracht dienen als Blickfang und natürlich Urbanes, hypermoderne Wolkenkratzer und belebte mehrspurige Straßen. Datenquelle sind 3.500 Interviews mit Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren aus 15 Ländern, den Golfstaaten, der Levante und des Maghreb1. Die zehn Schautafeln mit den „Findings“ sind schnell durchgeklickt.

Doch sogar bei dieser super-klimatisierten Studie fällt auf, dass die Region ein Riesenproblem mit ihrer Jugend hat. Und es ist nicht so sehr das „Problem“, das von der Financial Times als zugkräftiger Titel ihres Berichts über die Studie ausgesucht wurde: Dass nämlich „die arabische Jugend sich Russland zuwendet und der Einfluss der USA verschwindet“. Das ist nur ein Aspekt oder eine Folge eines größeren Vertrauensverlustes.

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Trump besucht Israel, Saudi-Arabien und den Vatikan

Donald Trump und Papst Franziskus.Foto: REUTERS/Carlo Allegri/Stefano Rellandini
Schon länger wurde in Washington über eine Reise Trumps nach Israel und in den Vatikan spekuliert. Die ist nun bestätigt. Ebenso ein Stopp in Saudi-Arabien.

DER TAGESSPIEGEL

Bei seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident wird Donald Trump Israel, Saudi-Arabien und den Vatikan besuchen. Das bestätigte Trump am Donnerstag in Washington. Nach Angaben aus dem Vatikan wird Papst Franziskus den US-Präsidenten am 24. Mai empfangen. Die genauen Termine für die anderen beiden Stationen blieben zunächst unklar.

Nach den Stationen in den drei Ländern wird Trump am Nato-Gipfel in Brüssel am 25. Mai und dem G7-Gipfel auf Sizilien am 26. und 27. Mai teilnehmen.

Mit seinem Besuch in Israel unterstreicht Trump seine Verbundenheit zur Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seinen Vorstoß für einen neuen Anlauf zu einer Lösung des Nahost-Konfliktes, der auf die Einbindung regionaler Verbündeter wie Saudi-Arabien setzt.

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Die männliche Sichtweise in die Predigt bringen

Abraham, Moses, Jesus, Mohammed, Siddhartha Gautama (Buddha): die Liste der führenden religiösen und spirituellen Persönlichkeiten ist überwiegend, wenn nicht sogar fast ausschließlich, männlich. Schaut man beim sonntäglichen Gottesdienst jedoch in die Runde, sieht man überwiegend weibliche Gesichter.

Von Lena Ohm | evangelisch.de

Männer machen sich in den Kirchen eher rar. Wenn sie dann kommen, stellen sie hohe Erwartungen an den Gottesdienst und die Predigt: Sie möchten, dass ihre persönlichen Erfahrungen und ihre alltägliche Lebenswelt eine Rolle spielen. Theologische Grundsatzdiskussionen zu Fragen, die sie sich im Alltag nie gestellt haben und womöglich auch niemals stellen werden, interessieren sie in vielen Fällen nicht so sehr wie authentische Erlebnisse aus dem Alltag, die mit dem Glauben verknüpft werden.

Die evangelischen Einrichtungen für Männerarbeit bemühen sich um den lebendigen Austausch mit den Männern der Gemeinden. Ihre Erfahrung: Denn Männer wollen auf Augenhöhe angesprochen und in ihrer Lebenswelt wahrgenommen werden. Es sei ihnen wichtig, dass ihre eigenen Sichtweisen auf die Themen, Inhalte und Ausdrucksformen des Glaubens (oder Zweifelns) ernst genommen werden. Dabei, so die Erfahrung aus der Männerarbeit, sei es wichtig, sich bewusst zu machen: „die Männer“ gebe es nicht. Stattdessen fordert die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), man müsse unterschiedliche Bilder von Männlichkeit differenziert wahrnehmen, denn nur so könne man den Lebenswirklichkeiten der Männer gerecht werden.

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After 19 Years, Germany Can Finally Murder Scientists in ‚Half-Life‘

Image: Drivethehive
Uncensored version shows up on German Steam a week after Germany’s video game censorship body dropped Half-Life from its index.

By Leif Johnson | MOTHERBOARD

The German government traditionally isn’t too big on depictions of violence, and thus video game developers usually have to remove portrayals of blood and dismemberment before they can release their games in the country. One side-effect of that stance is that unpirated copies of the landmark first-person shooter Half-Life have been censored in Germany since shortly after its release in 1998, resulting in a markedly different experience than would-be crowbar-wielding scientists elsewhere in the world have known.

But that’s no longer the case, if players choose. The German gaming site Schnittberichte reported last week that Half-Life had been „canceled prematurely“ from the censorship index of Germany’s Entertainment Software Self-Regulation Body (USK) and that developer Valve was thus free to release Half-Life to the Teutonic masses as it was always meant to be seen.

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