Ayaan Hirsi Ali über den Kampf gegen den politischen Islam


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Was geschieht, wenn wir uns von Angst, wirrem Denken, Ignoranz und Political Correctness leiten lassen bei der Begegnung mit einer Bedrohung unserer verfassungsmäßigen Freiheiten?

Von Jeffrey Tayler | Richard-Dawkins-Foundation

In den Vereinigten Staaten ruht das Vermögen, unsere Rechte auf Freiheit und das Streben nach Glück zu genießen, im Wesentlichen auf dem Schutz, den der erste Verfassungszusatz („First Amendment“) der Redefreiheit zukommen lässt, einschließlich ihrer logischen Konsequenz, die Religion unserer Wahl auszuüben, oder natürlich, sich zu keiner Religion zu bekennen. Daraus folgt, dass wir gleichermaßen diesen Teil der Verfassung energisch verteidigen und seine Infragestellung harscher Kritik unterwerfen sollten. Wenn wir einer Bedrohung der Redefreiheit ausweichen oder sie verschleiern, ob nun aus Angst, einen ungebührlichen Eindruck zu hinterlassen oder gar in Kenntnis realer Konsequenzen, riskieren wir, unsere Redefreiheit zu verlieren und alles, was wir an der Demokratie wertschätzen.

Sprache besteht aus Wörtern; Wörter, und wie wir sie verwenden, beides spielt eine Rolle. Entsprechend zeichnet sich in den Annalen selbstzerstörerischer politischer Dummheiten der Begriff der Obama-Administration für islamischen Terrorismus – „gewalttätiger Extremismus“ – aus als ungewöhnlich verdunkelnd, semantisch unseriös und feige. (Die Wendung schließt andere Arten terroristischer Glaubenslehren ein, aber jedermann begreift, welche spezielle gemeint ist.) Entstanden, als IS-inspirierte Angriffe die USA zu treffen begannen, übergeht die Formulierung unverblümt die motivierende Ideologie des „Islamischen Staates“ und gibt vor, Extremismus könne ohne Wurzeln, als grundloses, freischwebendes Phänomen existieren. Der Begriff war so offenkundig zum Zweck ersonnen, eine Erwähnung des Islam zu vermeiden, dass der republikanische Kandidat Donald J. Trump während seiner Präsidentschaftskampagne vielen wagemutig erschien, nur weil er von „islamischem Terrorismus“ sprach.

Dennoch – dass die abgestandene Phrase „gewalttätiger Extremismus“ geprägt werden würde, es war zu erwarten. Präsident Obamas wiederholte Erklärungen, der fragliche Glaube habe nichts zu tun mit all den Bombenattentaten, Enthauptungen und dem Schwingen von Macheten, begleitet vom Ruf „Allahu Akbar“, wirkten im besten Falle feige und im schlimmsten, als mache er sich mitschuldig. Hillary Clinton folgte Obamas thematischem Vorbild bis hin zu einer historischen Wahlniederlage.

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