Terrorverdächtige sammelten Bundeswehr-Munition


(Archivbild) (Foto: dpa)
  • Bei dem mutmaßlichen Komplizen des verhafteten Offiziers wurden etwa 1000 Patronen gefunden, teilt das Bundesverteidigungsministerium mit.
  • Die Munition stammt aus Beständen der Truppe.

Von Christoph Hickmann | Süddeutsche.de

Die im Fall des terrorverdächtigen Offiziers sichergestellte Munition stammt überwiegend aus Bundeswehr-Beständen. Das Verteidigungsministerium informierte am Donnerstag den Bundestag darüber, dass man die bei einem mutmaßlichen Komplizen des inhaftierten Oberleutnants gefundene Munition mittlerweile der Truppe zuordnen könne. Es handelt sich um etwa 1000 Schuss, zum Teil Übungs- und zum Teil scharfe Munition. Derweil ging die politische Debatte weiter. Außerdem laufen erste Ermittlungen gegen jene Personen, die den jungen Offizier Anfang 2014 trotz klarer Hinweise vom Verdacht des Rassismus entlasteten.

Wie am Donnerstag zu erfahren war, geht es unter anderem um Munition für Pistolen und Gewehre. Zuvor war bereits bekannt geworden, dass es am Standort Illkirch, wo der Verdächtige stationiert war, Unregelmäßigkeiten in der Buchführung über die Ausgabe von Munition gegeben hatte. Ob die sichergestellte Munition tatsächlich von dort stammt, muss allerdings erst noch geklärt werden.

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