Deutschland: 750 Rechtsextremisten besitzen Waffenschein


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Die Zahl der Angriffe mit Waffen auf Flüchtlinge und Unterkünfte soll sich verdoppelt haben. Zwölf Mal sollen deutsche Neonazis für ein Schießtraining ins Ausland gefahren sein.

Die Presse.com

In Deutschland besitzen 750 Rechtsextremisten einen Waffenschein. Das geht aus einer Antwort der Regierung auf eine „Kleine Anfrage“ der Linken-Bundestagsabgeordneten Martina Renner hervor, berichtet die „Welt am Sonntag“. Die Zahl der legalen Schusswaffen-Besitzer aus der rechten Szene hat sich damit weiter erhöht, 2014 sollen noch rund 400 Rechtsextremisten eine solche Erlaubnis besessen haben.

Der Bundesregierung liegen demnach auch Erkenntnisse darüber vor, dass deutsche Rechtsextremisten im vergangenen Jahr mindestens zwölf Mal zu Schießübungen und Wehrsportübungen ins Ausland gereist sind.

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1 Comment

  1. Tolle Journalisten. Können immer noch nicht zwischen Waffenschein und Waffenbesitzkarte unterscheiden. Das sind zwei völlig unterschiedliche Erlaubnisse.

    Besorgniserregend sei zudem, dass mit dem rasanten Anstieg des Kleinen Waffenscheins augenscheinlich auch Gewalttaten gegen Migranten durch Schreckschusswaffen und Ähnliches einhergingen, sagte die Linken-Politikerin.

    Eine Korrelation ist keine Kausalität. Aber Politiker und Journalisten kennen den Unterschied ja nicht. Für die meisten ist es dasselbe. Wer sich einen kl. Waffenschein besorgt, der tut das zum Selbstschutz. Wer mit seiner Gas/Schreckschuß-Knifte Unsinn anstellen will, der wird sich kaum eine behördliche Trageerlaubnis besorgen. Für die Behauptung dieser Politikerin bräuchte es schon saubere Belege und keine vagen Andeutungen.

    Was den Waffenbesitz angeht, machen mir weniger die „legal“ bewaffneten rechtslastigen Besitzer Sorgen, sondern diejenigen, die im Besitz einer der mindestens 20 Millionen illegalen Waffen sind. Wenn ein legaler Waffenbesitzer Aufgrund von Straftaten oder von politischem/religiösen Extremismus (Zuverlässigkeit nach §5 WaffG, hier speziell Abs. 3) auffällt, dann ist es ein leichtes, die waffenrechtlichen Erlaubnisse zu widerrufen und die Waffen zu beschlagnahmen. Die entsprechenden Regelungen stehen seit vielen Jahren im WaffG. Problematisch wird das bei den vielen Millionen illegalen Waffen. Keiner weiß wer sie hat, wo sie sind und was für welche es sind.

    Für die Existenz dieser 20 Mio. illegalen Waffen gibt es gute Belege, über die zusätzlich vermuteten 10 – 20 Mio. nur Spekulationen. Aber alleine, daß (rein rechnerisch) die Möglichkeit besteht, daß in jedem 2. Haushalt eine scharfe Waffe vorhanden sein könnte, sollte einem zu Denken geben. (Erstaunlich, daß der Waffenmißbrauch in Deutschland, trotz dieser enormen Zahlen ausgesprochen gering ist. Vergl. PKS und das „Bundeslagebild Waffenkriminalität“).

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