Ewiggestrig: „Kirchentag kann Mut in schwierigen politischen Zeiten machen“


Das Kreuz mit den Religionen
Berlin ist in wenigen Wochen Gastgeber des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages. Im Interview spricht der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) über die Hoffnung auf ein Treffen mit Barack Obama, Berlin als multireligiöse Stadt und Lehrerinnen mit Kopftuch.

Von Lukas Philippi, Jens Büttner | evangelisch.de

Freuen Sie sich auf den Kirchentag?

Michael Müller: Ich freue mich in mehrfacher Hinsicht auf den Kirchentag. Einerseits ist es für einen Regierenden Bürgermeister toll, Gastgeber für so eine große Veranstaltung zu sein; es werden ja immerhin 130.000 bis 140.000 Besucher erwartet. Als evangelischer Christ freue ich mich aber auch darüber, den Kirchentag mal aus dieser Perspektive zu erleben. Es ist einige Jahre her, dass ich als Jugendlicher dabei war. Und drittens ist es natürlich für die Stadt eine wichtige Veranstaltung: In diesen schwierigen politischen Zeiten kann der Kirchentag Halt geben und Mut machen.

Dabei gilt die Gastgeberstadt eher als entkirchlichtes Gebiet…

Müller: Nein, das Gegenteil ist richtig. Berlin ist eine multireligiöse Stadt. Städte ticken da immer anders als Regionen in der Fläche. Berlin ist keine eher protestantische oder eher katholische Gegend. Aber man kann nicht sagen, dass es eine areligiöse Stadt ist. Religion spielt in Berlin mit 250 verschiedenen Religionsgemeinschaften eine große Rolle.

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