Ted Conference: Der irre Rausch der Zukunft


 Chris Anderson interviewt Elon Musk bei der Ted Conference in Vancouver. (Foto: Bret Hartman/TED)
Chris Anderson interviewt Elon Musk bei der Ted Conference in Vancouver. (Foto: Bret Hartman/TED)
Für Nobelpreisträger und Raketenbauer ist die alljährliche Ted Conference in Vancouver das ideale Forum. Aber arbeiten die Vordenker der Welt in einer Blase?

Von Andrian Kreye | Süddeutsche.de

Wenn der Superhyper- unternehmer Elon Musk mit normalen Menschen spricht, also mit Leuten, die sich in den Feinheiten der Energietechnologien, der Raumfahrt oder der künstlichen Intelligenz nicht mindestens auf Diplomingenieursniveau auskennen, ertappt er sich manchmal selbst, wie irre das alles klingt. Dann weicht sein leicht entrückter Blick kurz einem selbstironischen Lächeln. Wobei das bei ihm alles gar nicht so Silicon-Valley-Größenwahn-irre ist, eher so Daniel-Düsentrieb-verrückt. Denn Elon Musk will zwar gleichzeitig die weltweite Energiewende erzwingen, die Menschheit auf dem Mars ansiedeln und nebenbei noch den Verkehrskollaps der Metropolen lösen. Er hat aber auch die Beweise parat, die zeigen, dass er da jeweils schon auf gutem Wege ist.

Bei der diesjährigen Ted Conference in Vancouver ertappte Musk sich beim Bühnengespräch mit Ted-Chef Chris Anderson gleich ein paar Male. Als er zum Beispiel nach dem Bild des selbstfahrenden Elektro-Sattelschleppers aus seinem Hause Tesla den Plan einer wiederverwendbaren Weltraumrakete zeigte, welche das Passagier- und Ladegut eines Jumbojets transportieren kann, und ihn Anderson fragte, wann dieses Wahnsinnsprojekt denn einsatzbereit sein sollte.

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