AfD-Landeschef behält Listenplatz – trotz Beobachtung durch Verfassungsschutz


Der Vorsitzende der AfD Bayern Petr Bystron (Foto: dpa)
  • Bayerns AfD-Chef wird wegen Sympathie-Bekundungen für die rechtsextremistische „Identitäre Bewegung“ vom Verfassungsschutz beobachtet.
  • Seinen Platz auf der Landesliste für die Bundestagswahl darf er behalten.

Von Johann Osel | Süddeutsche.de

Die Bayern-AfD hat in der Debatte um ihren Chef Petr Bystron am Wochenende eine Eskalation vermieden. Der seit Kurzem vom Verfassungsschutz beobachtete Bystron behält Platz vier auf der Liste zur Bundestagswahl. Der Antrag einiger Mitglieder, den Platz angesichts neuer Fakten – der Geheimdienstbeobachtung – erneut zu wählen, wurde auf dem Parteitag in Greding gar nicht erst behandelt. Eine deutliche Mehrheit lehnte das ab.

Der Verfassungsschutz begründet die Beobachtung mit Sympathien für die als rechtsextrem eingestufte „Identitäre Bewegung“ (IB). Bystron hatte die IB mehrmals gelobt und behauptet, die AfD solle in Parlamenten für diese ein „Schutzschild“ sein. Die IB hat laut der Behörde „auf subtile Weise starke Verwandtschaft mit der völkischen Ideologie“. Bystron hatte vor allem betont, dass ihm die zeitgemäßen und gewaltfreien Aktionen der IB gefielen, etwa das Anbringen neuer Kreuze auf Berggipfeln.

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