Drogentote Legal Highs: Nicht verboten, aber oft tödlich


Gefährliche Kräuter: Legal Highs, hier Proben eines beschlagnahmten Stoffes, bereiten Drogenfahndern und Präventionsexperten zunehmend Sorgen. (Foto: dpa)
Schon wieder ist die Zahl der Drogentoten in Deutschland gestiegen. Vor allem Substanzen, die als harmlose Badesalze oder Kräutermischungen daherkommen, bereiten den Experten Sorgen

Von Kerstin Lottritz, Anna Fischhaber | Süddeutsche.de

„Jedes unserer Produkte ist legal“, verspricht der Onlinehändler in leuchtend grünen Buchstaben auf seiner Internetseite. Und mehr noch: „Die Produkte scheppern ordentlich. Heller Wahnsinn.“ Zu kaufen gibt es bei diesem Händler etwa Kräutermischungen, Badesalze oder Partypillen. Alles zwar wie gesagt völlig legal – aber trotzdem ziemlich gefährlich. Fast 100 Menschen sind 2016 in Deutschland durch sogenannte Legal Highs gestorben, das waren mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Das geht aus dem Bericht hervor, den die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundeskriminalamt jährlich veröffentlichen. Er soll Aufschluss über den Drogenkonsum und seine Folgen in Deutschland geben. Welche Erkenntnisse sich hinter den Zahlen verstecken:

1. Erkenntnis: Die Zahl der Drogentoten steigt seit Jahren

Im vergangenen Jahr sind hierzulande 1333 Menschen an ihrem Drogenkonsum gestorben. Das waren neun Prozent mehr als im Vorjahr. Nur 2008, damals lag die Zahl bei 1449, gab es zuletzt noch mehr Drogentote, der Trend ist allerdings nicht neu. „Dass die Drogentotenzahlen zum vierten Mal in Folge angestiegen sind, ist keine gute Nachricht“, sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler.

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