Tödlicher Krieg gegen die türkische Opposition


Bild: heise.de/tp
Bei Razzien starben zwei Menschen; eine deutsche Journalistin wurde verhaftet.

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Der Krieg, den die AKP gegen Regierungsgegner in der Türkei führt, forderte in den letzten Tagen zwei Todesopfer. In der vergangenen Woche wurden erneut mehr als tausend vermeintliche Gülen-Anhänger festgenommen sowie weitere 107 Richter und Staatsanwälte entlassen. Wie sich zwischenzeitlich herausstellte, war oder ist der größte Teil der im Zuge der Säuberungen neu eingesetzten Richter und Staatsanwälte in der AKP aktiv.

Bei einer Razzia in Balikesir soll staatlichen Medien zufolge der 59jährige Mustafa Hikmet Kayapali von seinem Balkon im dritten Stock gestürzt sein. Er starb noch vor Ort. Er sollte wegen Verbindungen zur Gülen-Bewegung verhaftet werden.

Für Fethullah Gülen selbst, der im Exil in den USA lebt, fordert die Staatsanwaltschaft 3623 Jahre Haft. Die Türkei versucht nach wie vor, die Auslieferung Gülens zu erwirken, hat aber auch fast ein Jahr nach dem Putschversuch noch immer keine Beweise für die Anschuldigung vorgelegt, Gülen stecke hinter dem Putsch. Inzwischen versucht die AKP unter dem Vorwurf der Gülen-Zugehörigkeit, auch in den eigenen Reihen aufzuräumen. So wurde am 8. Mai der ehemalige AKP-Abgeordnete Tevfik Uzun festgenommen.

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