Berlin: „O Gott, überall Christen!“


Ende Mai ist Kirchentag in Berlin. Die Kirchen müssen sich dort in einem Umfeld behaupten, in dem ihre Stimme nur eine von vielen ist. In der Hauptstadt tummeln sich 250 Religionsgemeinschaften, dazu viele Atheisten.

Von Markus Geiler | RP ONLINE

„O Gott, überall Christen“, seufzt die Frau in der Berliner S-Bahn. Ihre Sitznachbarin nickt beifällig. „So viel Fromme in der ganzen Stadt, das ist nur schwer zum Aushalten. Aber das geht vorüber!“ Der Dialog zwischen den beiden Berlinerinnen an einem Freitagnachmittag im Berufsverkehr ist 27 Jahre her, könnte sich aber Ende Mai beim evangelischen Kirchentag in der Hauptstadt so wiederholen.

Im Frühjahr 1990 fand in West-Berlin der Katholikentag statt. Wenige Monate zuvor war die Mauer gefallen, die Stadt war dabei, sich neu zu finden und zu erfinden. West- wie Ost-Berliner genossen die neue Freiheit ohne Beschränkungen. Da war ein Katholikentag als kirchliches Großereignis eine Veranstaltung von vielen, von der man nur Notiz nahm, weil S-Bahnen, U-Bahnen und Busse Richtung Messegelände voller waren als sonst.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s