Richard Dawkins über Stephen Fry, Blasphemie und das Gesetz


Foto: RTÉ
Gegen den britischen Schriftsteller und Schauspieler Stephen Fry wurden in Irland Ermittlungen wegen Blasphemie eingeleitet.

Von Richard Dawkins | Richard-Dawkins-Foundation

Die Ermittlungen bezogen sich dabei auf seine Äußerungen in einem Interview mit Gay Byrne. Inzwischen wurden die Ermittlungen eingestellt.

Richard Dawkins schrieb dazu folgende kurze Stellungnahme.

Sir, als eine Geste der Solidarität mit Stephen Fry, zitiere ich einen Satz aus meinem Buch „Der Gotteswahn“:

„Der Gott des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt in der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“

Jedes dieser Adjektive wird in Dan Barkers Buch „Gott: Die unangenehmste Figur in der gesamten Literatur“ reichlich belegt, mit vollständigen Bibelzitaten. Ich werde am 12. Juni einen öffentlichen Vortrag in der „National Concert Hall“ in Dublin halten, und werde daher für eine Verhaftung aufgrund einer Anklage wegen Blasphemie zur Verfügung stehen.

Ihr, etc.,

RICHARD DAWKINS,
New College, Oxford

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