„Suum Cuique“, Jedem das Seine – Barrett der Feldjäger und KZ Buchenwald


Seit 1936 hängt das Bild von vier Wehrmachtssoldaten an der Hochstaufen-Kaserne von Bad Reichenhall. Entfernt wurden sie nie, eine Infotafel erläutert den historischen Kontext. (Foto: Sven Hoppe/dpa)
  • Die Bundeswehr hat die Studierenden ihrer Hochschulen angewiesen, sämtliche Gegenstände, die im Bezug zur NS-Zeit stehen, aus den Stuben zu entfernen.
  • Das belegt eine interne E-Mail.
  • Doch oftmals werden die Gegenstände nicht weggeschmissen, sondern in privaten Spinden weiter aufgehoben.

Von Lea Frehse | Süddeutsche.de

Diese eine E-Mail offenbart einiges über die Krux mit der Aufklärung bei der Bundeswehr. Am Montag erreichte sie Studierende eines Fachbereichs der Universität der Bundeswehr in München mit der Weisung: „Aufgrund der aktuellen Geschehnisse“ seien unverzüglich Symbole und Gegenstände, die mit der Wehrmacht und der NS-Zeit in Verbindung gebracht werden könnten, aus den Diensträumen und Stuben zu entfernen. Dazu der Hinweis, diese Anweisung diene „Ihrem eigenen Schutz“.

Die Anordnung war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Doch ein Soldat, der an der Universität studiert, hat sich damit an die SZ gewandt. „Das ist doch keine Aufklärung, das ist eine Farce“, sagt er. Schon in der Vorwoche hatte die Studierenden per E-Mail die Weisung erreicht, sie dürften ausdrücklich nicht mit der Presse sprechen, doch einen Maulkorb lasse er sich nicht verpassen: „Nicht als Staatsbürger in Uniform.“

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