EU-Zollunion mit der Türkei – Strohhalm für eine belastete Beziehung


Quelle: n-tv, Screengrab: bb
Auf politischer Ebene tauschen die Türkei und die EU primär Beschuldigungen aus. Dennoch haben beide Interesse an einem intensiveren Handelsverhältnis.

Von Marco Kauffmann Bossart | Neue Zürcher Zeitung

Ankaras Verhältnis zu Brüssel ist zerrüttet. Die Tiraden von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan lassen gar auf ein erhöhtes Risiko der Trennung der beiden Partner schliessen. Erdogan droht beinahe im Wochentakt damit, das Flüchtlingsabkommen über Bord zu werfen oder dem EU-Beitritts-Prozess, der ohnehin im Koma liegt, den Todesstoss zu geben. Zwischenrufe aus dem ewigen Kandidatenland, eine EU-Mitgliedschaft bleibe strategisches Ziel, beruhigen kaum. Man fragt sich eher, was die Türkei tatsächlich will.

«Tief hängende Früchte»

Trotz der bisweilen aggressiven Rhetorik hat bis anhin niemand das Kronjuwel der bilateralen Zusammenarbeit, die Zollunion, infrage gestellt. Im Gegenteil: Beide Seiten plädieren für eine Renovation des Vertragswerks, das 1996 Zölle für Industriegüter aufhob und die Türkei verpflichtete, die Aussenzolltarife der EU zu übernehmen.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s