Ozeane in Gefahr, Menschheit in ihrer Existenz bedroht


Great Barrier Reef, Steve Parish/flickr/CC BY 2.0
Ein Fünftel aller Korallenriffe sind bereits vernichtet, ein weiteres Viertel steht kurz vor dem Kollaps

Von Susanne Aigner | TELEPOLIS

Unsere Ozeane können gewaltige Mengen an Wärme und Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen. Doch Versauerung, Erwärmung und Sauerstoffmangel setzen die biochemischen Kreisläufe und Ökosysteme in den Ozeanen und damit deren Bewohner unter Stress. Das zeigen etliche Studien, darunter die von Nicolas Gruber an der ETH Zürich (2011).

Unter den Veränderungen leiden besonders die farbenprächtigen Korallen, die in Symbiose mit Algen die Meere besiedeln und von denen es etwa 4.000 bekannte Arten gibt und die seit etwa 225 Millionen Jahren auf der Erde zu Hause sind. Korallenriffe bedecken die Weltmeere zu etwa einem Prozent und sind Lebensraum für rund eine Millionen Tier- und Pflanzenarten. In ihnen leben Seesterne und Muscheln, Jungfische suchen hier ihre Nahrung, bevor sie ins offene Meer ziehen.

Ein Fünftel aller Korallenriffe sind bereits vernichtet, heißt es, ein weiteres Viertel steht kurz vor dem Kollaps. Denn sie bleichen aus – in allen Teilen der Welt: Auf den Malediven, in der Karibik, im Südpazifik, vor Hawaii oder rund um die thailändischen Inseln. Vom bekanntesten Riff, dem Great Barrier Reef an der 2300 Kilometer langen Küste im Nordwesten Australiens, kam im Mai 2016 die Nachricht, dass zwei Drittel der Korallen auf mehr als 700 Kilometer Länge durch anhaltende Korallenbleiche abgestorben seien.

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