Warum die neo-feudale Cybersecurity-Struktur gefährlich ist


Die Telefonica-Zentrale in Madrid. Auch das Unternehmen war nach Angaben der spanischen Regierung von der Cyberattacke „WannaCry“ betroffen. (Foto: AP)
Eigentlich sollten Regierungen in einer Demokratie das zerstörerische Wirken von Unternehmen zügeln. Doch Cyberattacken wie „WannaCry“ kehren die Verhältnisse um.

Von Evgeny Morozov | Süddeutsche.de

Die Welle von Cyberangriffen mit der Schadsoftware „WannaCry“ hat weltweit die Computersysteme von Krankenhäusern, Bahnbetrieben und Unternehmen lahmgelegt. Wer kein Lösegeld bezahlt, dessen Daten bleiben verschlüsselt. Das sollte nicht als einmaliger Streich von einfachen Kriminellen abgetan werden, die sich das Hacken beigebracht haben. Die Angreifer haben Hilfsmittel und Schwachstellen genutzt, die ursprünglich von US-Geheimdiensten für eigene Angriffe und zur Spionage entwickelt worden waren. Daher dürfen wir die unbequeme Tatsache nicht länger ignorieren, dass die zunehmend neo-feudale Cyber-Security-Struktur „zahl oder geh unter“ aus der Schwächung der demokratisch-kapitialistischen Ideale entstanden ist, da diese unter der Last der Dauerüberwachung zusammenbrechen.

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