Muslime planen Freitagsgebet am Marienplatz


Der Gebetsraum an der Hotterstraße war zuletzt so überfüllt, dass Gläubige vor deren Fenstern die Gebetsteppiche ausrollen mussten. (Foto: Alessandra Schellnegger)
  • Aus Brandschutzgründen musste der Gebetsraum an der Hotterstraße in München schließen.
  • Muslime verlieren damit auch noch die letzte Moschee im Stadtzentrum.
  • Zum Freitagsgebet soll es deshalb eine Demo auf dem Marienplatz geben.

Von Jakob Wetzel | Süddeutsche.de

Der Andrang war am Ende einfach zu groß. Vor der Tür zur Altstadt-Moschee an der Hotterstraße habe es freitags zuletzt immer wieder Auseinandersetzungen gegeben, sagt Benjamin Idriz, Imam des Münchner Forums für Islam (MFI). Seit Anfang des Jahres sei die Zahl der Moscheebesucher drastisch gestiegen. Hunderte wollten am Freitag, wenn gläubige Muslime mit einem Imam beten müssen, in die Moschee, sie war schließlich die einzige in der Altstadt. Aber sie war klein, bald durfte niemand mehr hinein, das gebot der Brandschutz.

Wer daraufhin nicht gehen wollte, blieb vor der Tür, betete auf dem Parkplatz, wo er den Imam durch das Fenster hören konnte. „Jeder Passant konnte sehen, dass das kein Dauerzustand war“, sagt Idriz. Deshalb habe der Vorstand des Vereins nun die Notbremse gezogen.

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