Protest gegen Schmähskulptur „Judensau“ an Wittenberger Stadtkirche


Judensau am Südostflügel der Stadtkirche Wittenberg. Bild: wikipedia.org/PD/
Mit einer stillen Mahnwache und großen Bannern auf dem Marktplatz haben am Mittwoch in Wittenberg etwa 60 Menschen gegen die mittelalterliche Schmähskulptur „Judensau“ an der Wittenberger Stadtkirche protestiert.

evangelisch.de

Die Initiatoren, ein „Bündnis zur Abnahme des Reliefs im Reformationsjahr 2017“, fordern, dass das 700 Jahre alte Steinrelief noch in diesem Reformationsommer von der Außenwand der Kirche entfernt und in einem Museum aufgestellt wird. Das historische Relief zeigt eine Sau, an deren Zitzen Juden säugen. Mit den sogenannten Judensauen wurden im Mittelalter Gläubige der jüdischen Religion verhöhnt.

Die Organisatoren des Protestes, der Leipziger Pfarrer Thomas Piehler und Joela Krüger von der Evangelischen Marienschwesternschaft in Darmstadt, wollen die Mahnwachen zunächst bis zum 21. Juni wöchentlich fortsetzen. Der Antisemitismus von Reformator Martin Luther (183-1546) dürfe nicht länger „in Stein gehauen“ bleiben, sagte Piehler. Das Festhalten an der dargestellten „Judensau“ wäre ein „tragisches Fehlsignal an die Gesellschaft und für unsere jüdischen Mitbürger“.

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