„Die Simpsons“ bitten zum Gottesdienst


Die Simpsons und die Kirche – eine deutlich engere Beziehung als man denken mag (dpa)
Religion ist eine der liebsten Zielscheibe der „Simpsons“. Die Zeichentrickserie nimmt seit inzwischen 30 Jahren bevorzugt Gott und seine Welten aufs Korn, sagen zwei Freiburger Theologen. Zum Glück, denn Religion brauche Satire.

Von Samuel Dekempe | Deutschlandfunk

Seit über 30 Jahren laufen die Geschichten über Homer Simpson, seine Frau Marge und die Kinder Bart, Lisa und Maggie weltweit im Fernsehen. Inzwischen gibt es über 600 Folgen in 28 Staffeln und weitere sind geplant. Auch wenn es sich um Zeichentrick handelt – eine harmlose Kinderserie sind die Simpsons nicht. Vielmehr schuf der studierte Philosoph Matt Groening Ende der 80er-Jahre eine Satire des westlichen Lebensstils. Und auch Religion spielt in der Serie eine wichtige Rolle, wie die Freiburger Theologen Thomas Jürgasch und Johannes Heger erforscht haben:

„Das faszinierende ist, dass Religion dort nicht nur irgendwie oder randständig vorkommt. Sondern sogar eine Studie hat gezeigt: Religion ist mitunter das meistbespielte Thema bei den Simpsons. Und Religion kommt nicht nur so als Anlass, um mal irgendetwas zu machen, daraus vor, sondern wirklich in ihrer Vielgestalt, könnte man sagen. Religion wird also im einzelnen Leben der Menschen gezeigt und auf ganz, ganz unterschiedliche Weise. Religion wird aber auch in ihrer konfessionellen Verfasstheit gezeigt. Religion ist also quasi in ihrem Plural, wie sie auch im wahren Leben da ist, bei den Simpsons abgebildet“, erklärt Johannes Heger.

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