Kirchentag: Von der Leyen will predigen


Ursula von der Leyen (2010). Bild: wikipedia.org. bearb.: bb
Die geplante Predigt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bei einem Friedensgottesdienst auf dem Kirchentag in Berlin stößt bei evangelischen Friedensaktivisten auf scharfe Kritik.

evangelisch.de

Eine gemeinsame Predigt der Ministerin mit dem evangelischen Militärbischof Sigurd Rink sei eine „nicht hinnehmbare Vermischung von geistlichem und weltlichem Amt, Auftrag und Mandat“, erklärte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) am Donnerstag in Bonn. Die Veranstaltung der Militärseelsorge gebe alten Klischees vom Schulterschluss zwischen „Thron und Altar“ neue Nahrung, warnte der EAK-Vorsitzende Christoph Münchow in einem Schreiben an den Militärbischof.

„An sich ist das Amt des Schwertes recht und eine göttliche, nützliche Ordnung, und Gott will, dass sie nicht verachtet, sondern gefürchtet und geehrt wird und Gehorsam genießt. Anderenfalls soll es nicht ungerächt bleiben, wie der heilige Paulus Römer 13, 2 schreibt. Denn er hat eine doppelte Herrschaft unter den Menschen aufgerichtet: eine geistliche, durch das Wort und ohne Schwert, wodurch die Menschen fromm und gerecht werden sollen, so dass sie mit dieser Gerechtigkeit das ewige Leben erlangen. Solche Gerechtigkeit bewirkt er durch das Wort, das er den Predigern aufgetragen hat. Die andere Herrschaft ist weltlich durch das Schwert, damit diejenigen, die nicht durch das Wort fromm und gerecht für das ewige Leben werden wollen, dennoch durch diese weltliche Herrschaft gezwungen werden, fromm und gerecht zu sein vor der Welt. Und solche Gerechtigkeit bewirkt er durch das Schwert.“ Martin Luther: Ob Kriegsleute in seligem Stande sein können, 1526

Der Friedensgottesdienst der Militärseelsorge ist für Freitag nächster Woche geplant. Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 24. bis 28. Mai in Berlin und Wittenberg statt.

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3 Gedanken zu “Kirchentag: Von der Leyen will predigen

    1. Es würde schon passen. Militärseelsorger sind Angestellte der Bundeswehr. Sie gehören während der Dauer ihres „Dienstes“ nicht zu ihren Kirchen. Sie werden vom Staat bezahlt. Die Vergütung entspricht der eines Oberstleutnants der Bundeswehr.
      Militärseelsorge ist Zwangsseelsorge. Sie wird vom Staat organisiert. Hier wird eindeutig die weltanschauliche Neutralität des Staates verlassen, er macht sich zum Büttel der Händefalter. Das gilt auch für Juden. von der Leyen bemüht sich ähnliches für die Muslime zu konstruieren.

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