Katalaunische Felder: Mit diesen Schätzen zogen Hunnen in die Schlacht


Die Restaurierung der Stücke war wesentlich teurer, als es eine sachgerechte Bergung gewesen wäre Quelle: GDKE, Sigmar Fitting
2013 fand ein Raubgräber in der Pfalz einen Schatz. Jetzt sind sich die Forscher sicher, dass es sich um die Beute eines Hunnen handelte, der mit Attila nach Gallien zog. Ein Stück ist eine Sensation.

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Der Mann ging ohne Skrupel vor. Irgendwann im Sommer oder Frühherbst 2013 stach er im Wald von Rülzheim im südlichen Rheinland-Pfalz seine Schaufel in den Boden und warf die Erde auf. Der Raubgräber, damals gerade 20 Jahre alt, ahnte wohl nichts davon, dass das Eisen, das ihm sein Metalldetektor im Waldboden angezeigt hatte, eine echte Sensation war. Mehr als anderthalbtausend Jahre lang war es im Boden vergraben gewesen. Der junge Mann ahnte vielleicht auch nichts von der zerstörerischen Kraft der Korrosion, die das Eisen, sobald es Sauerstoff, wechselnden Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt war, angriff. Doch durch die kriminelle Grabung war der Schatz in großer Gefahr. Ein spektakuläres Zeugnis des Lebens in der Spätantike war kurz davor, für immer zu zerfallen.

weiterlesen

2 Comments

Kommentare sind geschlossen.