Höllenfeuer: Die heißeste Lava der Welt


Weißglühend statt rötlich: Lava aus archaisch-heißen Magmareservoiren ist hunderte Grad heißer als normalerweise. © Claude Herzberg/ Rutgers University
Vulkanischer Hitzerekord: Geologen haben Relikte der heißesten Lava der letzten 2,5 Milliarden Jahre entdeckt. Diese Lava quoll vor rund 90 Millionen Jahren in Mittelamerika aus einem Magmareservoir, das mindestens 400 Grad heißer war als das „normale“ Mantelgestein, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“ berichten. Das aber bedeutet: Im Erdmantel könnte es auch heute noch Stellen geben, die genauso heiß sind wie in der Frühzeit unseres Planeten

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In ihrer Frühzeit war unsere Erde viel heißer als heute. Selbst als die Oberfläche schon erstarrt war, heizte der starke Zerfall radioaktiver Gesteine das Innere des Planeten enorm auf. Als Folge spien die Urzeitvulkane eine dünnflüssige, weißglühende Lava, die zu Komatiit erkaltete – einem nach bisheriger Ansicht zuletzt vor rund 2,5 Milliarden Jahren produzierten Lavagestein. Denn danach war die Erde zu stark abgekühlt, um eine ausreichend heiße Lava produzieren zu können – so dachte man jedenfalls bisher.

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