Bundeswehrkaserne Pfullendorf: Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungsverfahren ab


Symbolbild.
Die sexualisierten und erniedrigenden Praktiken bei der Sanitäter-Ausbildung in Pfullendorf haben keine juristischen Konsequenzen. Nach SPIEGEL-Informationen eröffnet die Staatsanwaltschaft Hechingen kein Ermittlungsverfahren.

Von Matthias Gebauer | SpON

Vier Monate nach den Enthüllungen über sexuell-sadistischen Praktiken bei der Sanitäterausbildung am Bundeswehrstandort Pfullendorf hat die Staatsanwaltschaft Hechingen die Akte geschlossen. Justizsprecher Markus Engel sagte dem SPIEGEL, seine Behörde sehe nach umfangreicher Prüfung „keinen ausreichenden Anfangsverdacht“ für Sexualstraftaten, Vorwürfe der Nötigung und Beleidigung oder Wehrstraftaten am Ausbildungszentrum Pfullendorf.

Das Verteidigungsministerium ist schon seit fast zwei Wochen über die Entscheidung informiert. Laut Engel fiel das Votum zur Einstellung des Falls bereits am 15. Mai und „wurde dem Bundesministerium der Verteidigung unmittelbar danach zur Kenntnis gebracht“.

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