Der nächste Eklat mit Ankara


Im Einsatz. Ein Tornado der Bundeswehr startet vom türkischen Incirlik aus zu einem Aufklärungsflug über IS-Gebiet.Foto: Falk Bärwald/dpa
Auch eine an diesem Donnerstag geplante Türkeireise von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth wurde jetzt abgesagt.

Von Ulrike Scheffer | DER TAGESSPIEGEL

Am späten Dienstagnachmittag hat Claudia Roth einen Schlussstrich unter ein weiteres Kapitel im deutsch-türkischen Beziehungsstreit gezogen. Die Bundestagsvizepräsidentin wollte am Donnerstag mit einer Delegation in die Türkei reisen, um sich ein Bild von den Folgen des umstrittenen türkischen Verfassungsreferendums zu machen. Der Besuch war seit Längerem geplant, über das Programm wurde aber bis Dienstag noch mit der türkischen Seite verhandelt. Die Grünen-Politikerin wollte auch mit oppositionellen Gruppen sprechen und die Kurdenhochburg Diyarbakir im Osten der Türkei besuchen. Das passte Ankara offenbar nicht. Am Dienstagnachmittag wurde die Reise schließlich annulliert. Ob die Absage von der Türkei ausging oder von Roth selbst, wollte Roth zunächst nicht sagen. Die Grünen-Politikerin will sich am heutigen Mittwoch zu den Hintergründen äußern.

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