Je mehr Urin, desto stärker der Chlor-Geruch


Nur drei Schwimmer im Becken – da dürfte die „Biofracht“ im Wasser gering sein. (Symbolbild) Foto: Axel Heimken (dpa)
Urin geht in Schwimmbädern mit dem Chlor im Badewasser eine unheilige Allianz ein. Trotzdem, sagen Experten, könne man in hessischen Schwimmbädern bedenkenlos baden.

Frankfurter Rundschau

Wenn es im Schwimmbad stark nach Chlor riecht, ist es dort besonders sauber? Falsch. Im Gegenteil. Die Chemikalie, die im Badewasser Keime abtötet, ist geruchlos. Erst zusammen mit einer anderen Substanz entsteht das typische Odeur. „Wenn es stark nach Chlor riecht, heißt das, dass viel Harnstoff ins Wasser eingetragen wurde“, sagt Alexander Kämpfe, Fachgebietsleiter
für Schwimm- und Badebeckenwasser beim Umweltbundesamt (UBA).

Chlor geht schnell Verbindungen mit anderen Stoffen ein. Aus dem geruchlosen „freien“ Chlor und dem ebenfalls geruchlosen Harnstoff wird „gebundenes» Chlor: zum Beispiel Trichloramin, das sehr stark riecht. Je mehr Harnstoff, desto mehr Trichloramin, desto mehr Schwimmbadgeruch. Igitt.

weiterlesen