Trumps Verbündeter im Vatikan


Kardinal Raymond Burke galt dem konservativen Lager als Hoffnungsträger bei der letzten Papstwahl. (Foto: imago/ZUMA Press)
  • Der US-Amerikaner Raymond Leo Burke gilt im Vatikan als konservativer Gegenspieler von Papst Franziskus.
  • Der Kardinal soll einen direkten Draht ins Weiße Haus haben.
  • An diesem Mittwoch ist US-Präsident Trump zu Besuch im Vatikan.

Von Oliver Meiler | Süddeutsche.de

Wäre der Vatikan ein Staat mit demokratischer Ordnung, was er weiß Gott nicht ist, dann fiele dem US-Amerikaner Raymond Leo Burke, 68, die Rolle des Oppositionsführers zu. Er sieht fast alles ganz anders als der Chef. Und da sein Chef der Heilige Vater ist, nennen die Medien Kardinal Burke etwas übertrieben „Anti-Bergoglio“ oder auch „Anti-Papst“. Tatsächlich wurde seit Jahrzehnten an der Kirchenspitze nicht mehr so offen gestritten. Franziskus gegen Burke, Progressive gegen Konservative. Unlängst sagte der Papst, er sehe in Burke keinen „Feind“. Erstaunlich, dass er das betonen muss.

An diesem Mittwochmorgen empfängt der Papst US-Präsident Trump zur Privataudienz. Über Burke heißt es, er habe einen direkten Draht zum Weißen Haus, seit Trump Präsident sei.

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