Katholikenrat fördert „Marsch für das Leben“ nicht

Bild: katholoisch de./©KNA
Der „Marsch für das Leben“ muss auf die Hilfe des Berliner Diözesanrats verzichten. Einem Antrag der Organisatoren zum Teilnahmeaufruf stimmt der Katholikenrat nicht zu. Das hat einen bestimmten Grund.

katholisch.de

Der diesjährige „Marsch für das Leben“ in der Hauptstadt findet ohne Rückhalt des Berliner Diözesanrats der Katholiken statt. Die höchste Laienvertretung im Erzbistum lehnte einen Antrag zur Unterstützung bei ihrer jüngsten Vollversammlung mit großer Mehrheit ab, wie der Ratsvorsitzende Bernd Streich am Mittwoch bestätigte. Der 13. Marsch dieser Art in Berlin ist für den 16. September geplant. Organisiert wird er von 13 deutschen Lebensschutzorganisationen.

Laut dem von Ratsmitgliedern eingebrachten Antrag sollte der Katholikenrat die Katholiken des Erzbistums zur Teilnahme an dem Marsch aufrufen. Die Kundgebung wendet sich unter anderem gegen Abtreibung und Euthanasie. Dagegen kam nach Angaben des Ratsvorsitzenden in der Aussprache vor der Abstimmung der Einwand, dass viele Befürworter des Marsches eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema des Lebensschutzes vermissen ließen.

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Obama: Tiefe Religiosität hat „nicht nur positive Seiten“

US-Drohne. Bild: DoD
  • Der ehemalige US-Präsident Obama hat bei einer Podiumsdiskussion auf dem Evangelischen Kirchentag Verständnis für Merkels Flüchtlingspolitik geäußert.
  • Das „Ringen“ zwischen humanitärer Verpflichtung und staatspolitischer Verantwortung kenne er aus seiner eigenen Amtszeit.
  • Teile der Opposition hatten im Vorfeld kritisiert, Obama leiste mit seinem Auftritt Wahlkampfhilfe für Merkel.

Süddeutsche.de

Barack Obama hat beim Kirchentag in Berlin um Verständnis für die Entscheidungen geworben, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik zu treffen hat. Jenes „Ringen“ zwischen humanitärer Verpflichtung und staatspolitischer Verantwortung kenne er aus seiner eigenen Amtszeit, sagte der ehemalige US-Präsident vor Zehntausenden Menschen bei einer Diskussionsrunde mit der Kanzlerin vor dem Brandenburger Tor. „In den Augen Gottes verdient das Kind auf der anderen Seite der Grenze nicht weniger Liebe und Mitgefühl als mein eigenes Kind“, sagte Obama weiter.

Staats- und Regierungschefs von Nationalstaaten müssten aber auch rechtliche Zwänge, die Verantwortung für die Bürger und begrenzte Ressourcen berücksichtigen. Merkel war zuvor von Teilen des Publikums ausgebuht worden, weil sie erklärt hatte, dass bisweilen auch Abschiebungen von gut integrierten Flüchtlingen notwendig seien, wenn diese keinen Schutzstatus erhielten.

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Luther darf nicht auf Messegelände des evangelischen Kirchentags

Bild: hpd.de/FB
Moses und Luther werden nicht auf das Messegelände beim evangelischen Kirchentag gelassen.

hpd.de/FB

Der Kirchentagsveranstalter blockierte den Zugang zum Gelände, obwohl eine Genehmigung für eine Versammlung vor dem Eingang vorlag.

Die Polizei hat ein berlinweites Platzverbot gegen die Luther-Figur erlassen. Der Anfangsverdacht der Volksverhetzung liege vor.

Fact-Checking: Die unkritische Gruppe

Verhalten wir uns in Gruppenkontexten unkritischer? © Gpointstudio/ thinkstock
Von wegen viele Augen sehen mehr als zwei: Wer sich in Gesellschaft anderer Menschen befindet, ist offenbar weniger kritisch als alleine. Das legt nun eine Reihe von Experimenten nahe. Demnach hinterfragten Probanden Informationen und Aussagen aus Nachrichtentexten seltener, wenn sie sich als Teil einer Gruppe wähnten. Dies traf sogar auf rein virtuelle Gesellschaft in sozialen Medien zu. Das beobachtete Phänomen könnte deshalb helfen zu erklären, warum sich Fake News in sozialen Netzwerken so schnell und scheinbar ungefiltert verbreiten.

scinexx

Spätestens seit dem Wahlsieg Donald Trumps sind Fake News und „alternative Fakten“ in aller Munde: Sie grassieren in der Politik, kursieren in den Filterblasen von Facebook und Co und agieren als Meinungsmacher auf Twitter. Die sozialen Medien sind als Sprachrohr bei den Urhebern solcher Falschinformationen dabei deshalb so beliebt, weil sie sich dort besonders schnell verbreiten.

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Flüchtlingsboot mit vielen Kindern kentert – zahlreiche Tote

Themenbild. dpa
Ein Flüchtlingsboot mit zahlreichen Kindern an Bord ist auf dem Mittelmeer gekentert. Bisher wurden 34 Leichen geborgen, die meisten davon kleine Kinder.

Frankfurter Rundschau

Nach Angaben einer Sprecherin der Hilfsorganisation MOAS waren drei Holzschiffe mit insgesamt rund 1500 Menschen vor der libyschen Küste unterwegs. Eines der Boote sei gekentert. Rund 200 Menschen seien ins Wasser gefallen, darunter viele Kinder und Frauen. „Das ist keine Szene aus einem Horrorfilm, das ist die Wirklichkeit vor den Toren Europas“, erklärte der Gründer der Hilfsorganisation MOAS, Chris Catrambone.

Der konzeptionelle Penis

Bild: RDF
Soziologiezeitschrift stolpert über „konzeptionellen Penis“ und die Probleme des Peer Reviews

Von Sebastian Wessels | Richard-Dawkins-Foundation

Peer Review, falls es jemand nicht weiß, ist ein Begutachtungsverfahren, das die Qualität von Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften sicherstellen soll. Eingereichte Texte werden – manchmal anonym, manchmal auch nicht – meist zwei Wissenschaftlern des entsprechenden Faches vorgelegt, die grünes Licht für die Veröffentlichung geben, sie ablehnen oder Nachbesserungen fordern.

Das klingt in der Theorie vernünftig. Was passiert aber, wenn die Gutachter mit hoher Wahrscheinlichkeit derselben geschlossenen Ideologie anhängen wie die Autoren eingereichter Arbeiten? Logisch: Dann ist das, was ursprünglich mal als Qualitätskontrolle gedacht war, bestenfalls noch eine Konformitätskontrolle. Ein institutionalisierter Confirmation Bias.

Und da ideologische Standpunkte von einem hohen Maß an Regelmäßigkeit und Stereotypie gekennzeichnet sind, lassen sich die auf ihnen beruhenden Argumentationen ganz gut vorhersehen und nachahmen.

Den Philosophen Peter Boghossian und James Lindsay ist es so gelungen, unter Pseudonymen einen bewusst schwachsinnigen Artikel über den „konzeptionellen Penis als soziales Konstrukt“ („The conceptual penis as a social construct“) in der soziologischen Zeitschrift Cogent Social Sciences zu veröffentlichen. Und ja, das Papier hat dabei auch eine Peer Review durchlaufen.

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Kirchentag: Drohnen-Präsident Obama und parteipolitischer Gotteswahn

© AFP Vor dem Brandenburger Tor war Barack Obama – damals noch amerikanischer Präsident – schon 2013 mit Angela Merkel aufgetreten
Das Setting könnte nicht schöner sein: Brandenburger Tor im Sonnenschein, Angela Merkel und Barack Obama. Doch beim Auftritt auf dem Evangelischen Kirchentag geht es nicht um Wahlkampf. Oder doch?

Von Reinhard Bingener | Frankfurter Allgemeine

Heinrich Bedford-Strohm freut sich aus mehreren Gründen auf den gemeinsamen Auftritt mit Barack Obama. Zum einen hat der EKD-Ratsvorsitzende, der  seit Jahrzehnten intensive Kontakte in die Vereinigten Staaten unterhält und selbst mit einer Amerikanerin verheiratet, den ehemaligen Präsidenten noch nie zuvor persönlich getroffen. Zum anderen verkörpert Obama mit seiner militärisch zurückhaltenden und ökologisch und sozial progressiven Politik für den Landesbischof aus Bayern geradezu das Ideal eines Politikers.

Die Freude über den Auftritt Obamas vor dem Brandenburger Tor ist kirchenintern indes keineswegs ungeteilt. Bis in die Spitzen von Kirchentag und EKD gibt es Irritationen, ja Verärgerung. Gegen die Person Obama selbst hätte dort niemand etwas einzuwenden. Aber die Kombination mit Angela Merkel wird von nicht wenigen kritisch gesehen. Von „Wahlkampfhilfe“ vier Monate vor der Bundestagswahl ist die Rede. Im Ergebnis kämen bei der Veranstaltung vor allem schöne Bilder für die CDU-Vorsitzende heraus, heißt es.

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Griechische Küstenwache stoppt Frachter mit Sprengstoff

Die griechischen Sicherheitsbehörden haben in der Ägäis einen Frachter entdeckt, der große Mengen Sprengstoff geladen hatte und auf dem Weg von der Türkei in den Sudan war.

Frankfurter Rundschau

Der Frachter sei gestoppt worden, weil die Vereinten Nationen und die EU über den Sudan ein Embargo für Waffen- und Sprengstofflieferungen verhängt haben. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Küstenwache erfuhr, wurde der Frachter zunächst in einer Bucht der Insel Kos untersucht. Anschließend wurde dem Kapitän der Befehl gegeben, zu einem großen Marinestützpunkt nach Westkreta zu fahren.

Leah Remini: Aus den Fängen von Scientology

foto: pr/a&e/getty/archuleta In „King of Queens“ spielte Leah Remini die toughe Ehefrau Carrie. Für Scientology war sie viele Jahre willkommenes Aushängeschild.
„King of Queens“-Schauspielerin verarbeitet ihren Ausstieg aus der Organisation – Doku-Reihe ab Donnerstag auf A&E

Von Oliver Mark | derStandard.at

Im Jahr 1999 waren Scientologen Leah Reminis Ansicht nach noch die „moralischsten Menschen auf der Welt“, rund 17 Jahre später sagt die Schauspielerin: „Was zutage trat, war viel schlimmer, als ich jemals dachte.“ Der Star der erfolgreichen USSitcom King of Queens rechnet in der Doku-Reihe Leah Remini: Ein Leben nach Scientology mit jener Organisation ab, die sie viele Jahre mit ihren Schauspielmillionen fütterte – der Bezahlsender A&E bringt die sieben Episoden ab heute, immer donnerstags um 21.50 Uhr, erstmals in den deutschsprachigen Raum. Zu Wort kommen hochrangige Aussteiger der Sekte, die in den USA als Church of Scientology firmiert und den Status einer Religionsgemeinschaft genießt. Ex-Mitglieder erzählen, wie sie jahrelang indoktriniert und Opfer von physischer und psychischer Gewalt wurden.

Remini musste Scientology bereits als Kind beitreten. Nach der Scheidung ihrer Eltern trieb ihr Stiefvater sie und ihre Mutter in die Hände der von L. Ron Hubbard gegründeten Organisation, der sie 35 Jahre treu bleiben sollte. Die heute 46-Jährige wollte lange nicht wahrhaben, dass ihr gesamtes Leben auf einer Lüge basiere, das habe den Ausstieg so schwer gemacht.

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Briten werfen US-Geheimdiensten Weitergabe von Informationen vor

Ein bewaffneter Soldat und ein Polizist patrouillieren am in der Nähe des britischen Parlaments. Dort ist man entzürnt über die US-Leaks. (Foto: dpa)
  • Die britische Regierung wirft den US-Geheimdiensten vor, sensibles Material in Zusammenhang mit dem Anschlag in Manchester geleakt zu haben.
  • Der britischen Premierministerin Theresa May zufolge haben die Veröffentlichungen die Arbeit der Polizei vor Ort behindert.

Süddeutsche.de

Die New York Times war schnell. Zu schnell, wenn es nach der britischen Regierung geht: Nur wenige Stunden nach dem Anschlag auf ein Konzert der Sängerin Ariana Grande in Manchester veröffentlichte die amerikanische Zeitung erste Fotos vom Anschlagsort – darunter Aufnahmen eines zerfetzten blauen Rucksackes und vermeintlicher Patronenhülsen. Das geht aus einem Bericht des Guardian hervor. Außerdem veröffentlichte die New York Times mehrmals sensible Informationen, bevor sich die britischen Sicherheitsdienste überhaupt dazu geäußert hatten.

Die britische Regierung hat nun die US-Geheimdienste scharf für ihr Vorgehen kritisiert. Diese hätten forensische Aufnahmen geleakt und ohne Erlaubnis an amerikanische Medien weitergeleitet, so der Vorwurf. „Offen gestanden hatte sich die britische Polizei sehr deutlich ausgedrückt, dass sie den Informationsfluss kontrollieren will, um die operative Integrität zu schützen, den Überraschungsmoment“, sagte die britische Innenministerin Amber Rudd.

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Dodo Merkel: Religion gehört in den öffentlichen Raum

Zu Beginn des evangelischen Kirchentags hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Kirchen ermuntert, sich weiter in politische Debatten einzumischen.

evangelisch.de

Das Evangelium sei kein Regierungsprogramm, sagte die CDU-Chefin bei einem Empfang des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU anlässlich des Kirchentags am Mittwochabend in Berlin. Dennoch sei es besser, die Kirchen mischten sich ein, als dass sie sich zurückhielten. Dabei dürfe nur die christliche Botschaft nicht zu kurz kommen. Vor allem CSU-Politiker hatten in der jüngeren Vergangenheit den Kirchen vorgeworfen, sich zu sehr in politische Debatten einzumischen.

Merkel unterstrich, in Deutschland gebe es die Trennung von Kirche und Staat. Der Staat trete den Religionen aber wohlwollend gegenüber. Nach der deutschen Einheit und der Erfahrung in der DDR, in der Kirchen aus dem öffentlichen Raum verdrängt wurden, sei es ihr schwer gefallen, öffentlich Religion zu praktizieren, sagte Merkel.

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Berliner AfD-Funktionär tritt nach Haftbefehl gegen ihn von Amt zurück

Polizisten hindern Mitglieder der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ am Freitagnachmittag am Eindringen ins Justizministerium.Foto: stoerungsmelder.org
Nach der missglückten Besetzung des Justizministeriums durch die Identitäre Bewegung fahndet die Polizei nach dem Schatzmeister der Berliner AfD-Parteijugend. Dieser tritt daraufhin von seinem Amt zurück.

Von Astrid Geisler, Tilman Steffen | DER TAGESSPIEGEL

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat einen Haftbefehl gegen den Schatzmeister der Berliner AfD-Parteijugend, Jannik Brämer, erlassen. Er wird der gefährlichen Körperverletzung verdächtigt. Das berichtete „Zeit Online“ unter Berufung auf die Berliner Staatsanwaltschaft. Es bestehe Fluchtgefahr. Brämer werde von der Polizei gesucht.

Als Reaktion auf die Medienberichte über den Haftbefehl gab Brämer am Mittwochabend sein Amt auf. Über den Pressesprecher der Jungen Alternative ließ er per E-Mail verlauten: „Um weiteren Schaden von der Jungen Alternative, aufgrund des gegen mich laufenden Ermittlungsverfahren, abzuwenden, trete ich mit sofortiger Wirkung von meinem Amt als Schatzmeister der Jungen Alternative Berlin zurück.

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Armut ist eine „Geisteshaltung“

Ben Carson (links) beim Amtsantritt. Bild: Weißes Haus. Bild: heise.de/tp
Trumps Bauminister, nur ein Multimillionär, verrät den „mindset“ des Reichenkabinetts in Washington

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Das Kabinett des mutmaßlichen Milliardärs Donald Trump ist eines der reichsten, das jemals in der amerikanischen Geschichte über die Geschicke des Landes geherrscht hat (Trumps politische Freakshow). Milliardäre sind nicht unbedingt Menschenfreunde, auch wenn sie geerbt haben, konnten sie ihr Vermögen in der Regel nur halten oder mehren, indem sie ihre Interessen durchsetzen. Und sie werden wenig tun, für eine gerechtere, weniger ungleiche und nachhaltigere Gesellschaft und Welt zu sorgen.

Donald Trump hat schon klar gemacht, dass America First heißt, Deals zu machen, wobei es nicht darum geht, auf Umweltschutz oder Menschenrechte zu achten. So wird Entwicklungshilfe mehr oder weniger gestrichen, viele soziale Programme für die Armen sollen ebenso eingedampft werden wie die Krankenversicherung, dafür sollen Steuern für Reiche gesenkt und Schulen wie vieles andere privatisiert werden, während Waffenverkäufe an kriegsführende Länder wie Saudi-Arabien gefördert werden, das von einer islamistischen Monarchie regiert wird.

In Trumps Kabinett sind Frauen unterrepräsentiert, um es wohlmeinend zu sagen, auch die Vielfalt der amerikanischen Bevölkerung kommt zu kurz. Eine Ausnahme ist der schwarze Neurochirurg und gescheiterte Präsidentschaftskandidat Ben Carson, den Trump auf das Bauministerium abgeschoben hat. Eine Ausnahme ist er auch, weil er nur mehrfacher Millionär und von unten aufgestiegen ist. Zudem fiel der Sieben-Tage-Adventist durch verquere Ansichten auf. Dass Trump den Etat seines Ministeriums massiv um 6 Milliarden US-Dollar kürzen, etwa Wohngeld für Arme streichen will, stieß bei Carson auf keinen Widerstand.

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Macron: Woher kam das Geld für den Wahlkampf?

Foto: Wladyslaw / CC BY 3.0
Die französische Publikation Médiapart enthüllt die „Geheimnisse der außerordentlichen Spendenbeschaffung“

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Woher hatte Macron, das „Wunderkind“ (heute) und der „Jupiter unter den Präsidenten“ (Tagesschau), das Geld für seine erfolgreiche Wahlkampagne?

Die Finanzierung war immer wieder Thema des Wahlkampfes und auch nach dem Sieg Macrons wird mit dem Stichwort „Rothschild-Banker“ geraunt, im Telepolis-Forum wie in dem der Tagesschau. Es gibt zur Finanzierung der Wahlkampagnen der Parteien seit einiger Zeit eine sehenswerte Dokumentation bei YouTube ( Pièces à conviction – Président à tout prix), die mit Spekulationen über astronomische Summen aufräumt und keine Wunderkind- oder antisemitischen Mythen bemühen muss. Sie hat allerdings nur einen beschränkten Bekanntheitsgrad (danke an dieser Stelle an das Forum hier).

Es geht beim französischen Wahlkampf nicht um Summen wie in den USA, sie liegen weit darunter, im zweistelligen Millionenbereich. Dies bestätigt auch die Recherche, die nun bei der Publikation Médiapart erschienen ist (leider mit Bezahlschranke). Interessant ist, dass sie sich auf Quellen stützt, die im Zuge der „Macron Leaks“ (vgl. MacronLeaks: Hacker veröffentlichten Dokumente aus dem Macron-Lager und Macron-Leaks: Die Geschichte zum „massiven Hack“) veröffentlicht wurden. Darüber hinaus habe man noch eigenes recherchiertes Material beigesteuert und einige Anfragen an Spender und Mitglieder des Wahlkampfteams von Macron geschickt, die aber bis dato nicht beantwortet wurden.

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Leitkultur-Debatte: Huber fordert mehr Selbstkritik

Quelle:dradio.de
Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat Kirche und Gesellschaft zu einer stärkeren Reflexion über grundlegende Werte aufgefordert.

evangelisch.de

„Nach meinem Eindruck fehlt es unserer Gesellschaft an Zutrauen zu dem, was ihr selber wichtig ist“, sagte der Altbischof am Mittwoch bei der Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU in Berlin. Nur wer wisse, was ihm wichtig sei, entwickele ein Sensorium dafür, was anderen wichtig sei, erklärte der Theologe.

Er forderte auch die evangelische Kirche zu stärkerer Selbstvergewisserung und Selbstkritik auf. Manchmal beklage er, „dass meine eigene Kirche dieser Gesellschaft nicht mehr dabei hilft, wertzuschätzen, was ihr selber wichtig ist“, sagte Huber. Er unterstrich die Bedeutung von Kritik und Selbstkritik für moderne Gesellschaften. Er könne mit dem Begriff „Leitkultur“ leben, wenn dieser Begriff Bestandteil davon sei, sagte er mit Blick auf die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angestoßene Debatte.

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The Pope Gave Trump a 38,000-Word Essay on the Environment

Image: Alessandra Tarantino/Getty
If you think the beef between Katy Perry and Taylor Swift got heated this week, wait until you hear about the pope and the president.

By Kaleigh Rogers | MOTHERBOARD

President Donald Trump met with Pope Francis, the head of the Catholic Church, in the Vatican Wednesday, as part of the president’s first foreign tour. It was a typically pleasant, diplomatic photo op, where the leaders had a private meeting and exchanged gifts. But the two have a rocky past, with the pope lobbing thinly-veiled criticisms at Trump during his campaign and after his election, and Trump reacting with ire.

Their meeting Wednesday was no different, with the pope sending a clear message through his choice of gifts, which included a medal of peace and a 38,000-word essay on climate change and the environment. Trump has a record of dismantling environmental regulations and giving top jobs in his cabinet to climate-change-denying officials.

The pope’s encyclical (a formal writing), Laudato Si, is a sweeping call-to-action for world leaders to put aside politics and focus on the need to preserve and care for our environment. He penned it back in 2015, but decided to include it among his gifts to the president Wednesday, which also included encyclicals on family life and the gospel. Pope Francis also presented President Trump with a medallion emblazoned with an olive tree, a symbol of peace, and a signed copy of his World Day of Peace speech.

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Islamisten bei Drogen-Razzia gefasst

Polizisten suchen bei einer Razzia nach Drogen. ©dpa
Spätestens seit dem Fall des Berliner Attentäters Anis Amri ist klar: Die Verbindung zwischen Drogenhandel und der islamistischen Szene ist eng. In Berlin hat es nun Festnahmen gegeben.

Frankfurter Allgemeine

Die Berliner Polizei hat eine Bande von Drogenhändlern festgenommen, darunter mehrere gewaltbereite Islamisten. Bei dem Großeinsatz wurden am Mittwoch neun Männer in verschiedenen Teilen der Hauptstadt gefasst. „Vier davon sind dem gewaltbereiten islamistischen Spektrum zuzuordnen“, teilte die Polizei mit. Gegen drei lagen bereits Haftbefehle wegen Rauschgifthandels vor; der vierte sollte einem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

Bei den Durchsuchungen wurden Waffen, Drogen und elektronische Geräte wie Handys und Computer beschlagnahmt. Ein Restaurant und sechs Wohnobjekte in verschiedenen Stadtteilen waren durchsucht worden, darunter mindestens eine Flüchtlingsunterkunft. Die Männer im Alter zwischen etwa 17 und 41 Jahren stammen aus dem Irak und Syrien; beim jüngsten ist unklar, ob er nicht schon 18 ist. Sie sollen mit Kokain, Haschisch und Ecstasy gehandelt haben.

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Bedford-Strohm: Manchester-Attentat ist Gotteslästerung – Deus lo vult!

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Attentate wie der Terroranschlag im englischen Manchester widersprechen für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, jeglichem Glauben an Gott.

evangelisch.de

Es sei „die schlimmste Gotteslästerung“, sich bei Mord auf Gott zu berufen, sagte der Theologe am Mittwoch im Südwestrundfunk. Das menschliche Leben sei für Gläubige „etwas unendlich Kostbares“, betonte der bayerische Landesbischof. Das sollten auch Muslime überall auf der Welt deutlich machen.

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US-Demokraten löchern Deutsche Bank wegen Trump-Konten

Image: NBCNews/YouTube
Die Deutsche Bank gehört zu den größten Gläubigern von Donald Trump. Die US-Demokraten fordern eine Offenlegung der Geschäftsbeziehung. Ihr Verdacht: Womöglich ist Russland in die Geldgeschäfte mit dem Präsidenten involviert.

SpON

Demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus fordern von der Deutschen Bank Auskunft über angebliche Verbindungen ihres Kunden Donald Trump nach Russland. „Der Kongress wird darüber im Unklaren gelassen, ob Kredite der Deutschen Bank an Präsident Trump von der russischen Regierung garantiert wurden oder anderweitig in Verbindung zu Russland standen“, heißt es Brief der Demokraten im Finanzausschuss an Deutsche-Bank-Chef John Cryan.

Nur wenn die Deutsche Bank darüber aufkläre, könne die Öffentlichkeit in den USA abschätzen, welcher Art Trumps Verbindungen nach Russland seien und wie sich diese auf seine politischen Entscheidungen auswirke.

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Netanyahu: Temple Mount will forever remain under Israel’s control

The Temple Mount in Jerusalem (photo credit: Miriam Alster/Flash90)
A day after Trump visit, PM says US president’s pilgrimage to the Western Wall holy site ‘destroyed UNESCO’s propaganda and lies’

By Marissa Newman | The Times of Israel

Prime Minister Benjamin Netanyahu and opposition leader Isaac Herzog went head-to-head in the Knesset on Wednesday over Jerusalem, with the premier saying Palestinian refusal to recognize the Jewish state and its capital in any borders is the root of the conflict, and pledging that the city, including the Temple Mount and Western Wall, will forever remain under Israeli sovereignty.

A day after US President Donald Trump concluded a 28-hour visit to Jerusalem, the prime minister vowed the city would not be divided again.

During a plenum session marking the passage of 50 years since the Six Day War and the reunification of the city’s western and eastern halves, Netanyahu pointed to the US president’s visit to the Western Wall as having “destroyed UNESCO’s propaganda and lies,” referring to a series of resolutions by the UN cultural body that ignored Jewish ties to the city and Israeli sovereignty.

Herzog, meanwhile, implored Netanyahu to seize a “historic” opportunity for peace and downplayed the importance of moving the US embassy to the city, which was a campaign promise made by Trump.

“We liberated Jerusalem, we made it one city, imperfect but whole,” Netanyahu told lawmakers, at a session also attended by President Reuven Rivlin and Chief Supreme Court Justice Miriam Naor.

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