Briten werfen US-Geheimdiensten Weitergabe von Informationen vor


Ein bewaffneter Soldat und ein Polizist patrouillieren am in der Nähe des britischen Parlaments. Dort ist man entzürnt über die US-Leaks. (Foto: dpa)
  • Die britische Regierung wirft den US-Geheimdiensten vor, sensibles Material in Zusammenhang mit dem Anschlag in Manchester geleakt zu haben.
  • Der britischen Premierministerin Theresa May zufolge haben die Veröffentlichungen die Arbeit der Polizei vor Ort behindert.

Süddeutsche.de

Die New York Times war schnell. Zu schnell, wenn es nach der britischen Regierung geht: Nur wenige Stunden nach dem Anschlag auf ein Konzert der Sängerin Ariana Grande in Manchester veröffentlichte die amerikanische Zeitung erste Fotos vom Anschlagsort – darunter Aufnahmen eines zerfetzten blauen Rucksackes und vermeintlicher Patronenhülsen. Das geht aus einem Bericht des Guardian hervor. Außerdem veröffentlichte die New York Times mehrmals sensible Informationen, bevor sich die britischen Sicherheitsdienste überhaupt dazu geäußert hatten.

Die britische Regierung hat nun die US-Geheimdienste scharf für ihr Vorgehen kritisiert. Diese hätten forensische Aufnahmen geleakt und ohne Erlaubnis an amerikanische Medien weitergeleitet, so der Vorwurf. „Offen gestanden hatte sich die britische Polizei sehr deutlich ausgedrückt, dass sie den Informationsfluss kontrollieren will, um die operative Integrität zu schützen, den Überraschungsmoment“, sagte die britische Innenministerin Amber Rudd.

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