Leitkultur-Debatte: Huber fordert mehr Selbstkritik


Quelle:dradio.de
Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, hat Kirche und Gesellschaft zu einer stärkeren Reflexion über grundlegende Werte aufgefordert.

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„Nach meinem Eindruck fehlt es unserer Gesellschaft an Zutrauen zu dem, was ihr selber wichtig ist“, sagte der Altbischof am Mittwoch bei der Jahrestagung des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU in Berlin. Nur wer wisse, was ihm wichtig sei, entwickele ein Sensorium dafür, was anderen wichtig sei, erklärte der Theologe.

Er forderte auch die evangelische Kirche zu stärkerer Selbstvergewisserung und Selbstkritik auf. Manchmal beklage er, „dass meine eigene Kirche dieser Gesellschaft nicht mehr dabei hilft, wertzuschätzen, was ihr selber wichtig ist“, sagte Huber. Er unterstrich die Bedeutung von Kritik und Selbstkritik für moderne Gesellschaften. Er könne mit dem Begriff „Leitkultur“ leben, wenn dieser Begriff Bestandteil davon sei, sagte er mit Blick auf die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angestoßene Debatte.

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