Macron: Woher kam das Geld für den Wahlkampf?


Foto: Wladyslaw / CC BY 3.0
Die französische Publikation Médiapart enthüllt die „Geheimnisse der außerordentlichen Spendenbeschaffung“

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Woher hatte Macron, das „Wunderkind“ (heute) und der „Jupiter unter den Präsidenten“ (Tagesschau), das Geld für seine erfolgreiche Wahlkampagne?

Die Finanzierung war immer wieder Thema des Wahlkampfes und auch nach dem Sieg Macrons wird mit dem Stichwort „Rothschild-Banker“ geraunt, im Telepolis-Forum wie in dem der Tagesschau. Es gibt zur Finanzierung der Wahlkampagnen der Parteien seit einiger Zeit eine sehenswerte Dokumentation bei YouTube ( Pièces à conviction – Président à tout prix), die mit Spekulationen über astronomische Summen aufräumt und keine Wunderkind- oder antisemitischen Mythen bemühen muss. Sie hat allerdings nur einen beschränkten Bekanntheitsgrad (danke an dieser Stelle an das Forum hier).

Es geht beim französischen Wahlkampf nicht um Summen wie in den USA, sie liegen weit darunter, im zweistelligen Millionenbereich. Dies bestätigt auch die Recherche, die nun bei der Publikation Médiapart erschienen ist (leider mit Bezahlschranke). Interessant ist, dass sie sich auf Quellen stützt, die im Zuge der „Macron Leaks“ (vgl. MacronLeaks: Hacker veröffentlichten Dokumente aus dem Macron-Lager und Macron-Leaks: Die Geschichte zum „massiven Hack“) veröffentlicht wurden. Darüber hinaus habe man noch eigenes recherchiertes Material beigesteuert und einige Anfragen an Spender und Mitglieder des Wahlkampfteams von Macron geschickt, die aber bis dato nicht beantwortet wurden.

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