Obama: Tiefe Religiosität hat „nicht nur positive Seiten“


US-Drohne. Bild: DoD
  • Der ehemalige US-Präsident Obama hat bei einer Podiumsdiskussion auf dem Evangelischen Kirchentag Verständnis für Merkels Flüchtlingspolitik geäußert.
  • Das „Ringen“ zwischen humanitärer Verpflichtung und staatspolitischer Verantwortung kenne er aus seiner eigenen Amtszeit.
  • Teile der Opposition hatten im Vorfeld kritisiert, Obama leiste mit seinem Auftritt Wahlkampfhilfe für Merkel.

Süddeutsche.de

Barack Obama hat beim Kirchentag in Berlin um Verständnis für die Entscheidungen geworben, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik zu treffen hat. Jenes „Ringen“ zwischen humanitärer Verpflichtung und staatspolitischer Verantwortung kenne er aus seiner eigenen Amtszeit, sagte der ehemalige US-Präsident vor Zehntausenden Menschen bei einer Diskussionsrunde mit der Kanzlerin vor dem Brandenburger Tor. „In den Augen Gottes verdient das Kind auf der anderen Seite der Grenze nicht weniger Liebe und Mitgefühl als mein eigenes Kind“, sagte Obama weiter.

Staats- und Regierungschefs von Nationalstaaten müssten aber auch rechtliche Zwänge, die Verantwortung für die Bürger und begrenzte Ressourcen berücksichtigen. Merkel war zuvor von Teilen des Publikums ausgebuht worden, weil sie erklärt hatte, dass bisweilen auch Abschiebungen von gut integrierten Flüchtlingen notwendig seien, wenn diese keinen Schutzstatus erhielten.

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