Die AfD und das Kreuz mit der Kirche


Christ sein und Mitglied einer rechtspopulistischen Partei: Aus Sicht von Anette Schultner (AfD) ist das kein Widerspruch. (Foto: dpa)
Christ sein und gleichzeitig AfD-Mitglied, geht das? Eine Anhängerin der Rechtspopulisten sagt auf dem Evangelischen Kirchentag: natürlich. Dafür muss sie sich christliche Werte gewaltig zurechtbiegen.

Von Markus Mayr, Antonie Rietzschel | Süddeutsche.de

Sie haben sich unter dem Kreuz versammelt, um eine wichtige Frage zu diskutieren: Passt er zusammen, der Glaube an Jesus Christus, der an diesem Kreuz gestorben ist, und der Glaube an eine Partei, die Thesen vertritt, die mit christlichen Werten kaum vereinbar ist? Eine Partei, die Ängste vor Flüchtlingen schürt, eine Partei, in deren Programm die Nächstenliebe kaum eine Rolle spielt. Beim Evangelischen Kirchentag in Berlin geht es auch um diese Frage: Wäre Jesus einverstanden mit der selbsternannten Alternative für Deutschland?

Darüber soll nun in der Berliner Sophienkirche gesprochen werden: Vor dem Altar sitzt an diesem Donnerstag Anette Schultner. Sie ist die Bundesvorsitzende der Vereinigung „Christen in der AfD“, einer nicht besonders einflussreichen Gruppe innerhalb der Partei. Sie will diskutieren mit der Rechtspopulismus-Expertin Liane Bednarz sowie mit Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin und Brandenburg.

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