10 Fakten zum Hirntod

Untersuchung zur Todesfeststellung (irreversibler Hirnfunktionsausfall). Die zweifelsfreie Feststellung des Todes durch die Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms ist neben der Zustimmung zur Organspende die wichtigste Voraussetzung für eine Organspende. Die Diagnostik muss nach den Richtlinien der Bundesärztekammer durchgeführt werden. Diese schreibt auch die Qualifikationsanforderungen an die Untersucher vor. Bild: Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)/Johannes Rey
Hirntoten schlägt das Herz, sie sind warm, sie werden künstlich beatmet und künstlich ernährt. Äußerlich unterscheiden sie sich nicht von Komapatienten. Dies macht es so schwer, sie als Tote anzusehen.

Von Klaus Schäfer | TELEPOLIS

Neben den oben aufgeführten diesen Fakten werden viele Halb- und Unwahrheiten über den Hirntod (von Medizinern „irreversibler Hirnfunktionsausfall“ genannt) verbreitet. Diese 10 Fakten zum Hirntod stellen die 10 schwersten und häufigsten Halb- und Unwahrheiten über Hirntod richtig. Hierbei geht es nicht um die Frage, ob Hirntote Lebende, Sterbende oder Tote sind, sondern um klar überprüfbare Fakten.

Im Jahre 1960 – das war 7 Jahre vor der ersten Herztransplantation – veröffentlichten Wertheimer, Rougemont, Jouvet und Descotes in einem Artikel, dass sie eine künstliche Beatmung beendet haben. Als Kriterien für ihr Handeln nannten sie: Nachweis der völligen Areflexie, keine Eigenatmung, das EEG weist eine Nulllinie auf und eine angiographische Darstellung der fehlenden Hirndurchblutung. Diese Untersuchungen sind noch heute die Basis für die Hirntoddiagnostik. Damit trat der Hirntod mit der Beendigung einer sinnlos gewordenen Therapie erstmals an die Öffentlichkeit.

Die Feststellung des Hirntodes wurde 1960 erstmals zur Beendigung einer sinnlos gewordenen Therapie dokumentiert.

Die Hirntoddiagnostik dient allein der Abklärung des Zustandes des Patienten. Wenn er nicht hirntot ist, wird entsprechend einer vorliegenden Patientenverfügung verfahren. Wenn Hirntod festgestellt ist, wird die künstliche Beatmung abgeschaltet. Bei gesunden Organen stellt sich die Frage nach einer Organspende: Liegt eine Zustimmung zur Organentnahme vor, um vor Beendigung der Therapie die Organe entnehmen zu können? Der festgestellte Hirntod ist die Voraussetzung für eine Organentnahme, nicht deren Zweck. Bei weniger als der Hälfte der Hirntoten wird eine Organentnahme vorgenommen.

Die Hirntoddiagnostik dient zur Klärung eines unklaren medizinischen Zustandes. Meist wird nach Feststellung des Hirntodes die Behandlung abgebrochen.

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Gläserne Wände für Nicht-Gläubige

Eine Jugendfeier des Humanistischen Verbands im Friedrichstadtpalast. Der Verband fordert mehr nicht-christliche Seelsorge in…Foto: imago stock&people
Werden nicht-religiöse Menschen in Deutschland diskriminiert? Ja, sagt der Humanistische Verband – und verweist auf die Staatsförderung der christlichen Kirchen in der Bildung. Andere widersprechen. Eine Diskussion auf dem Kirchentag.

Von Adelheid Müller-Lissner | DER TAGESSPIEGEL

„Höre des Herrn Wort“, so steht es über der Eingangstür zur Sophienkirche in Berlin-Mitte. In der Reihe „Streitzeit“ des Kirchentages wurde an diesem heiligen Ort nun auch das Wort eines dezidiert atheistischen Verbandes gehört. Der Humanistische Verband Deutschlands beklagt in seiner Schrift „Gläserne Wände“ die Benachteiligung nichtreligiöser Menschen in Deutschland. „Menschen, für die Religion keine Rolle spielt, sind nicht nichts“, sagte auf dem Podium Vorstand Michael Bauer.

Neben christlicher Seelsorge müsse in Krisensituationen, in Krankenhäusern oder Haftanstalten deshalb auch humanistische Seelsorge angeboten werden. In die Schulzimmer staatlicher Lehranstalten gehörten entweder gar keine Kreuze – die es trotz des „Kruzifix-Beschlusses“ des Bundesverfassungsgerichts von 1995 immer noch gibt – oder aber Symbole aller dort vertretenen Weltanschauungen. Das werde möglicherweise recht bunt, aber „entweder alle rein oder alle raus! Warum macht der Staat sich gemein mit nur einer Religion?“

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Die Renaissance des evangelischen Nationalismus

Riesengarde unter Friedrich Wilhelm I. Über den Bäumen ist der Glockenturm der Garnisonskirche zu Potsdam sichtbar.
Bild: Richard Knötel, Preussens Heer in Wort und Bild. Glogau Verlag

Am 01. Januar 1722 wurde die Hof-und Garnisonskirche zu Potsdam durch König Friedrich Wilhelm I. von Preußen eingeweiht. Am folgenden Tag gründete er die dazugehörige Pfarrei(Parochie). Während die Hofgemeinde zur reformierten Kirche gehörte war die Militärgemeinde lutherisch. Durch die Vereinigung beider Konfessionen und der Zivil-und Militärgemeinde entstand eine Simultankirche. Die Zivilgemeinde bestand ursprünglich aus den reformierten Mitgliedern des Königshauses, der bisherigen Schlossgemeinde, also sehr zivil.
Potsdam selbst war zu diesem Zeitpunkt Garnisonsstadt. Die Elite-Regimenter des Heeres waren hier stationiert, die Garde, also jene Einheiten die dem König direkt unterstanden bzw. der Monarch ein spezielle Beziehung pflegte. Alles andere war Linie.
Alle Militärgottesdienste fanden nun in der Garnisonskirche statt. Von 1746 bis 1861 war das Amt des Feldpropstes mit dem des Potsdamer Garnisonspredigers verbunden. Der Feldpropst war oberster Militärgeistlicher, dem sämtliche Feldprediger und Militärpfarrer unterstellt waren. In preußischer Tradition ist der heutige hauptamtliche Militärbischof Rink in dieser Position.
Die Garnisonskirche Potsdam war eine Keimzelle der opportunistischen Feigheit und des staatsideologischen Missbrauchs der evangelischen Kirche in Deutschland.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Kirche zum Walhalla des preußischen Absolutismus. Eine Kanonenkugel mit preußischem Adler krönte den Abschluß des Kirchenturms. Zeughaus für gottgefälligen Militarismus. Die Kriege die Preußen focht sind bekannt, später die ganz großen Kriege die zum Kaiserreich und seiner Abschaffung führten. Die Garnisonskirche, das Grabmal der Weimarer Republik.

Die Kanonenkugel könnte man heute durch eine abgereicherte Kernwaffe ersetzen. Die Anbetung erinnert dann an den Film „Planet der Affen.“

Warum spricht niemand über die in dieser Kirche abgehaltenen Kriegspredigten? Sie waren Mittel zur Teilnahme der evangelischen Kirche an jeden stattfindenden Krieg. Während Könige und Kaiser militärisch mobil machten sorgten die Pfarrer für die „geistliche“ Mobilmachung der Massen. Warum sprechen die Hubers, Dröges, Stolpes und Schwaetzers nicht über die antisemitischen Predigten des Hofpredigers Johannes Vogel, die Fahnenweihen des Kyffhäuserbundes, die Heldengedenkgottesdienste im Zweiten Weltkrieg? Geschichtsrevisionismus zum Preis eines Turms, den man errichten will, wohl wissend dass man einen Grabstein der Demokratie, der Menschenrechte und des Friedens baut. Die Garnisonskirche in Potsdam war ein deutliches Zeichen der Kooperation von Thron und Kirche. Der Thron wurde durch die Politik ersetzt, die aus den gleichen Motiven heraus wilhelmische Prachtbauten restaurieren lässt.
Bedford-Strohm der sich wohlgefällig mit den „Mächtigen“ dieser Zeit ablichten lässt bietet die Militärseelsorger der Bundeswehr als Mediationsgehilfen gegen rechtsextreme Netzwerke an. Ihm ist klar, dass die Militärseelsorger Angestellte des Staates sind, in der Bundeswehr, vom Staat bezahlt werden, bis hin zum Militärbischof Rink, für den man erst eine hauptamtliche Planstelle schaffen musste, mit anderen Worten, seine Bezahlung war abzusichern. Wenn es das Problem des Rechtsextremismus in der Bundeswehr gibt, sind die Militärseelsorger Teil dieses Problems und völlig ungeeignet den Knoten der Tradition, seiner Pflege zu zerschlagen. Bedford-Strohms Hilfestellung ist keine, erstens unterstehen ihm die Militärseelsorger nicht und zweitens hängt er selbst unkritisch in Schlingen seiner Kirche.

Die privilegierte Zivilgemeinde will diese Kirche auch, den Geldgebern  gereicht es zur Ehre den Tempel des Militarismus, Rassismus zu ermöglichen. Der Adel des Königshauses wurde lediglich durch den Geldadel ersetzt.

Wen Markus Dröge gegen den Nationalismus wettert sollte er bei sich anfangen. Der Bau der Garnisonskirche zu Potsdam, die Errichtung des Turmes ist nichts anderes als die Rekonstruktion, die Wiedergeburt des Nationalismus.

Der „Tag von Potsdam“ war kein Ausrutscher. Er war die logische Konsequenz einer Kirche die in ihrer Gründung zu finden ist. Ludendorff stellte bereits 1919 klar, in eben dieser Kirche, wohin die Reise gehen soll.

Am 21. März 1933 predigte der Generalsuperintendent der Kurmark Otto Dibelius in der Garnisonskirche. Göring meinte dazu:“Das war die beste Predigt, die ich in meinem Leben gehört habe!“ Dibelius selbst notierte:

„Als das letzte Wort gesprochen ist, tritt Hitler von dem Pult zurück. Der Reichspräsident tut einen Schritt nach vorn und streckt ihm die Hand entgegen. Hitler ergreift sie und beugt sich tief, wie zum Kuss, über die Hand des greisen Feldmarschalls. Es ist eine Huldigung in Dank und Liebe, die jeden ergriffen hat, der sie mit ansah.“

Mit einem freudigen „Ja“ war die Kirche an diesem unsäglichen Meilenstein deutscher Geschichte beteiligt, mit allem, was noch folgen sollte. „Ja“ zu den Konzentrationslagern, ja zu Terror, Diktatur, zu Mord, Totschlag, Holocaust und Weltkrieg.

Im Kirchenschiff und auf den Emporen sind ausschließlich Braunhemden zu sehen: Fast 3000 Parteigenossen haben sich am 19. August 1933 in der Potsdamer Garnisonkirche versammelt, um der Fahnenweihe der NSDAP beizuwohnen. Das traditionsreiche Gebäude – es ist bis auf den letzten Platz besetzt – verleiht der Veranstaltung einen geschichtsträchtigen Rahmen. Oben, an den Pfeilern des Kirchenschiffes, hängen die Fahnen der alten kaiserlichen Armee. Unten, im Altarraum, stehen die Fahnenträger der NSDAP mit ihren Hakenkreuzflaggen.

Zum Auftakt erklingt das Lied Ich hab mich ergeben, das Nationalisten aller Richtungen schon im 19. Jahrhundert sangen. Es folgt das in der SA beliebte Thüringische Schulgebet  des Nazi-Dichters Arno Kühn. Dann spricht Pfarrer Curt Koblanck. Mit markigen Worten erinnert er daran, wie treu die Gemeinde zu den Fahnen der preußischen Armee gehalten habe. Die gleiche Treue verdiene nun der »Führer«. Hart hallen die Worte Koblancks durch die Kirche: »Wer leben will, der kämpfe, und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, verdient das Leben nicht!« Zum Schluss deklamiert er: »Niemals hat ein Volk sich seinen Raum erworben ohne Kampf. Das ist das alte Gesetz, das durch die ganze Weltgeschichte hindurchgeht: Kampf!«

Die Veranstaltung ist, wie viele weitere NS-Versammlungen in der Garnisonkirche, gut dokumentiert, allen voran der »Tag von Potsdam« am 21. März 1933, als Adolf Hitler und Paul von Hindenburg das Bündnis zwischen den nationalsozialistischen und den deutschnationalen Kräften besiegelten. Wer in die Akten schaut, wird auch darüber hinaus reichlich fündig. Doch nicht jeder will hinsehen.Der Geist von Potsdam. Christen brauchen keine Garnisonskirche

Reuelos schreibt Dibelius in seinen Memoiren 1961: Auch wenn Hitler »das nicht war, was wir uns gewünscht hätten – er war zum mindesten ein energischer Mann, der mit den Kommunisten wohl fertig werden konnte«

Und alle, die sich heute so vehement für den Bau des Kriegstempels einsetzen, Markus Dröge, Wolfgang Huber, Irmgard Schwaetzer und Manfred Stolpe, die bekannten und unbekannten Geldgeber befinden sich in dieser Tradition. Nicht verwunderlich wäre, wenn bei der Einweihung des Turmes ein Musikkorps der Bundeswehr die Preußen-Märsche zünftig aufspielen würde.
Wer meint diesen Turm in der Mitte der Gesellschaft platzieren zu können irrt, Symbolkirche war sie immer, eine Begegnungsstätte für den Frieden verbietet schon der Name, wer meint, eine Garnison sei friedlich umzudeuten, glaubt auch dass man für die Jungfräulichkeit vögeln kann.

Wer eine Friedenskirche will baut eine Friedenskirche, wer eine Versöhnungsstätte will baut eben diese. Wer eine Garnisonskirche will baut sie aus den o.g. Gründen.

Attentäter-Bruder wollte deutschen UN-Gesandten töten

© Reuters Im Fadenkreuz eines Terroristen: Martin Kobler bei einer Sitzung in Algier
Martin Kobler, Libyengesandter der Vereinten Nationen, sollte einem terroristischen Anschlag zum Opfer fallen. Gestanden hat den Plan offenbar ein festgenommener Bruder des Manchester-Bombers.

Frankfurter Allgemeine

Der jüngere Bruder des Attentäters von Manchester hat einer britischen Zeitung zufolge einen Terroranschlag auf den deutschen UN-Libyengesandten Martin Kobler geplant. Der für Anfang dieses Jahres vorgesehene Angriff auf einen Konvoi konnte rechtzeitig verhindert werden, berichtete der „Telegraph“ am Sonntag. Die Zeitung beruft sich auf Diplomatenkreise. Der 20 Jahre alte Hashim Abedi sei ein wichtiges Mitglied einer Dschihadistengruppe. Libysche Sicherheitskräfte hätten sie über Monate beobachtet.

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Superkraftstoff Blue Crude wird zum Hoffnungsträger

Nils Aldag von der Sunfire GmbH mit einer Flasche des Erdölersatzes Blue Crude. In zwei Jahren soll das Produkt marktreif sein Quelle: Sven Doering / Agentur Focus
Das Dresdner Unternehmen Sunfire verwandelt Wasser und Kohlendioxid in Kraftstoff. Erstmals ist jetzt die Produktion im Dauerbetrieb gelungen. Der Traum vom klimaneutralen Fahren rückt damit näher.

Von Daniel Wetzel | DIE WELT

Das Dresdner Technologie-Unternehmen Sunfire GmbH hat drei Tonnen des klimaneutralen Erdöl-Ersatzes „Blue Crude“ im industriellen Dauerbetrieb aus Wasser und dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) hergestellt. Wie die WELT AM SONNTAG berichtet, wurde damit ein Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums erfolgreich abgeschlossen.

„Mit Blue Crude haben wir einen CO2-neutralen Erdölersatz geschaffen, mit dem unzählige Produkte unseres Alltags hergestellt werden können, die bislang auf fossilem Öl basieren“, sagte Nils Aldag, Chief Commercial Officer der Sunfire GmbH. „Im nächsten Jahr bauen wir die erste Anlage in eine deutsche Raffinerie ein.“

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Irans Führer beschimpft Saudis als „Idioten“

Ajatollah Ali Chamenei während einer Rede in der Stadt Maschad im Iran. (Foto: dpa)
  • Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat die USA für den Waffendeal mit Saudi-Arabien scharf kritisiert.
  • Die Saudis hatten zuvor Waffen in dreistelliger Milliardenhöhe bei US-Firmen bestellt.
  • Der Deal war während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt worden.

Süddeutsche.de

Irans oberster Führer hat die Monarchen in Saudi-Arabien als „Milchkühe für die Amerikaner“ bezeichnet. „Diese Idioten glauben, dass sie mit Geld die Freundschaft der Gegner des Islams gewinnen können“, sagte Ajatollah Ali Chamenei laut Nachrichtenagentur Fars.

Er bezog sich damit auf die Waffenbestellungen der Saudis bei US-Firmen in dreistelliger Milliardenhöhe, die während des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in Riad am vergangenen Wochenende besiegelt wurden.

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Muslime sind Teil unseres Landes / Kerstin Griese, Beauftragte für Kirchen und Religionsgemeinschaften

Kerstin Griese – spdfraktion.de – Susie Knoll – Florian Jänicke
Die SPD-Bundestagsfraktion sendet allen Menschen muslimischen Glaubens die besten Wünsche zum Fastenmonat Ramadan, der morgen beginnt. „Im Monat Ramadan wurde nach muslimischer Auffassung der Koran herabgesandt.

BUNDESPRESSEPORTAL

Diese besondere Zeit wird mit Fasten und innerer Einkehr begangen. Das gemeinsame Fastenbrechen bringt viele Musliminnen und Muslime mit Familie und Freundinnen und Freunden zusammen. Dazu werden oft Gäste eingeladen. Wir freuen uns jedes Jahr auf die Einladungen zum Iftar-Essen, die uns erreichen. Durch diese schöne Geste kommen sich im Ramadan auch Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen in unserer Gesellschaft ein Stück näher.

In einer Zeit, in der immer wieder Religion als Begründung für Terror und Extremismus missbraucht wird, stellen wir uns eindeutig auf die Seite der großen Mehrheit der Muslime, die den Islam als friedliche Religion in unserem Land leben. Muslime und der Islam sind Teil unseres Landes. Wir unterstützen die Entwicklung von muslimischen Gemeinden und Organisationen. Unser Ziel ist, dass sie sich in Deutschland nach deutschem Recht gründen. Erfüllen sie die Voraussetzungen, dann stehen ihnen auch die Möglichkeiten unseres bewährten Religionsverfassungsrechts offen.“

Reformationsjubiläum 2017: Mit dem Segen des Staates

Kirche und Staat haben sich in Deutschland zusammengetan, um im grossen Stil Luthers und der Reformation zu gedenken. Das weckt Argwohn und Kritik. Die Feiern sollen zeigen, dass das unbegründet ist

Von Markus Ackeret | Neue Zürcher Zeitung

Der 31. Oktober wird 2017 zum ersten Mal in ganz Deutschland ein offizieller Feiertag sein. Das hatte die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) angeregt, und der Bundestag und die Bundesländer waren dem Vorschlag gefolgt. Was die einen freut und anderen gleichgültig ist, gibt manchen Anlass zu Sorge und Skepsis.

Der letzte Tag im Oktober ist in den fünf ostdeutschen Bundesländern seit 1990 ein gesetzlicher Feiertag, in Baden-Württemberg zumindest ein schulfreier Tag. Mit ihm wird der Anbringung von Martin Luthers 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg 1517 gedacht, des symbolischen Beginns der Reformation. Der Reformationstag ist also ein Feiertag mit einer konfessionellen Grundlage. Wenn er in diesem Jahr des Reformationsjubiläums mit Billigung der Politik in ganz Deutschland begangen wird, sagt das etwas aus über das Verhältnis von Staat und Kirche.

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Trump will offenbar aus Klimaabkommen aussteigen

Image: NBCNews/YouTube
Der US-Präsident soll einem Vertrauten verraten haben, dass er kommende Woche aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen wird.

Die Presse.com

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge vor Vertrauten den Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt. Das Internet-Magazin Axios berichtete am Samstag, Trump habe unter anderem den Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, über seine Absicht informiert. Unter anderem wegen der Klimapolitik endete der G-7-Gipfel am Samstag im Streit.

Das Magazin berief sich auf drei nicht genannte Quellen mit direkter Kenntnis der Angelegenheit. Trump hatte sich beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen im italienischen Taormina nicht festgelegt, ob er die USA im internationalen Klimaschutzabkommen halten will. Über den Kurznachrichtendienst Twitter kündigte er danach an, er werde in der kommenden Woche entscheiden, ob er das Abkommen unterstütze oder nicht.

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Käßmann erwägt rechtliche Schritte gegen falsche Zitate ihrer AfD-Kritik

Die verkürzte Wiedergabe von Margot Käßmanns Aussage auf dem Kirchentag zur AfD lässt die Theologin erwägen, rechtlich dagegen vorzugehen.

evangelisch.de

Nach einer falschen Darstellung ihrer Aussagen über die AfD in sozialen Netzwerken erwägt die prominente evangelische Theologin Margot Käßmann rechtliche Schritte. Es gebe Inhalte, die einfach gelöscht werden sollten, sagte sie dem Evangelischen Pressedienst (epd) und berief sich auf einen kürzlich gehörten Experten. „Manche Inhalte sollte man demnach aber auch rechtlich verfolgen“, sagte die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ergänzte: „Das überlege ich mir in diesem Fall.“

Käßmann hatte am Donnerstag in einer Bibelarbeit beim Kirchentag in Berlin die Forderung der AfD nach einer höheren Geburtenrate kritisiert. Sie sagte, diese entspreche dem „kleinen Arierparagrafen der Nationalsozialisten“: „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern“ – und setzte mit Blick auf die AfD nach: „Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“ Im Kurznachrichtendienst Twitter wurden vielfach nur die beiden letzten Sätze ohne den Zusammenhang zum Arierparagrafen zitiert und dadurch der Eindruck erweckt, Käßmann habe alle Bürger mit deutschen Ahnen zu Neonazis erklärt. Unter anderem stieg die kürzlich aus der CDU ausgetretene Politikerin Erika Steinbach in die Empörungswelle ein und postete ein Bild, auf dem von „linksfaschistischen Ergüssen“ die Rede war.

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Nach Aufruf von Erdogan: Galatasaray benennt Stadion um

Nach der Verfügung des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, dass Stadien in der Türkei künftig nicht mehr „Arena“ heißen dürfen, hat Galatasaray Istanbul als erster Fußballclub reagiert.

Frankfurter Rundschau

Es wurde beschlossen, dass die sportliche Heimat des Rekordmeisters nicht mehr „Türk Telekom Arena“, sondern “Türk Telekom Stadyumu“ heißt. Erdogan hatte erklärt, er sei „gegen Arenen“ und habe eine entsprechende Anordnung erteilt. Er verwies zur Begründung auf die Rolle von Arenen im alten Rom, in denen Menschen um ihr Leben kämpfen mussten und „zerfleischt“ wurden.

Islamistengruppe Ansar al-Scharia löst sich auf

Ein Panzer der Nationalen Libyschen Armee im Gefecht gegen dschihadistische Milizen in Bengasi. (Foto: AFP)
  • Die Islamistengruppe Ansar al-Scharia in Libyen hat ihre Selbstauflösung bekanntgegeben.
  • Sie habe in Kämpfen um die Macht in der Region schwere Verluste erlitten, heißt es in einer Erklärung.
  • Die Organisation soll hinter dem Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi stehen, bei dem 2012 der US-Botschafter Christopher Stevens getötet wurde.

Süddeutsche.de

Die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehende Islamistengruppe Ansar al-Scharia in Libyen hat in einer ungewöhnlichen Mitteilung ihre sofortige Auflösung angekündigt. Die rund um die Hafenstadt Bengasi operierende Gruppe habe zuletzt in Kämpfen um die Macht in der Region schwere Verluste erlitten, hieß es in der im Internet verbreiteten Erklärung.

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Treffen in Eisleben/ Ministerpräsidenten betonen / Aktualität der Ideen der Reformation

Die Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, Sachsens, Stanislaw Tillich, und Brandenburgs, Dr. Dietmar Woidke, haben sich anlässlich des Reformationsjubiläums in Lutherstadt Eisleben getroffen. Die drei Ministerpräsidenten hatten zunächst die St. Andreaskirche besucht und waren anschließend zu einem kurzen Gedankenaustausch zusammengekommen.

BUNDESPRESSEPORTAL

Woidke hatte als Student im Luther-Festjahr 1983 im Auftrag der Evangelischen Kirche Besucher durch die St. Andreaskirche geführt. Von ihm ging die Idee zu dem Besuch und dem Treffen der Ministerpräsidenten aus. Ministerpräsident Haseloff erklärte: „Eisleben ist Geburts- und Sterbeort Luthers, von Wittenberg nahm mit dem Thesenanschlag die Reformation ihren Anfangspunkt. Sachsen-Anhalt hat sich als Lutherland gut auf das Jubiläum und die vielen Gäste vorbereitet. Wir erinnern in diesem Jahr aber nicht nur an ein Ereignis, das die Welt prägte und veränderte, wir zeigen auch, dass die Reformation und ihre Ideen lebendig sind. Der Glaube verbindet die Menschen, doch er muss in jeder Generation neu entdeckt und gelebt werden. In diesem Sinne feiern wir das Reformationsjubiläum zukunftsorientiert, weltoffen und ökumenisch.“

Ministerpräsident Tillich betonte: „Die christlichen Wurzeln unserer Gesellschaft gestalten auch über Kirche und Religion hinaus die Leitlinien für unser Leben und Handeln. Das zeigt sich auch zum Reformationsjubiläum oder zum Kirchentag. Dazu gehört das christliche Menschenbild genauso wie die Werte von Toleranz bis hin zum demokratischen und eigenverantwortlichen Miteinander. Dabei sollten wir immer das Verbindende suchen. Daran erinnern uns auch die katholischen und evangelischen Predigten in der Eislebener Kirche – ebenso wie die gemeinsame Nutzung des Bautzner Doms durch Katholiken und Protestanten. Es ist gut, dass die Kirchen die Ökumene gerade auch im Lutherjahr betonen.“

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Kreuz auf Berliner Schloss: Ein Symbol der Staatsgewalt

Die Revolution ist tot. Beerdigung der Märzgefallenen in Berlin, Gemälde von Adolph Menzel.Foto: mauritius images/United Archives
Streit um Kreuz und Humboldt-Forum: Es geht dabei auch um die Niederschlagung der demokratischen Bewegung von 1848.

Von Christian Schröder | DER TAGESSPIEGEL

„Fortschrittsschweinehunde!“ Mit diesem Schimpfwort empörte sich Friedrich Engels über die Klassenfeinde, die den Tod von Ferdinand Lassalle begrüßen würden. Der Gründervater der SPD hatte damit begonnen, eine schlagkräftige Vertretung der deutschen Arbeiterschaft aufzubauen, starb aber 1864 nach einem Duell. Für Friedrich Engels und Karl Marx war Lasalle der „einzige Kerl in Deutschland“. Allerdings vergaßen die beiden Cheftheoretiker des Kommunismus in ihrem Londoner Exil, dass sie selbst Lassalle noch kurz zuvor verdammt und verspottet hatten. Marx, der seine Rolle als Anführer gefährdet sah, keinerlei ideologische Abweichung duldete und selber einer jüdischen Familie entstammte, belegte den charismatischen Parteiengründer mit antisemitischen Flüchen wie „kraushaariger Nigger-Jude“, „Baron Itzig“ oder „Ephraim Gescheit“.

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Monotheismus: Ein Gott ist selten allein

Der Jerusalemer Tempel, wie er um 60 n. Chr. ausgesehen haben mag –Rekonstruktion des Tower of David Museums. (Bild: Leo G. Linder / AKG)
Im Himmel der jüdischen Antike war Jahwe nicht allein. Wer leistete ihm Gesellschaft? Peter Schäfer weiss es – und zeigt es in seinem Buch «Zwei Götter im Himmel».

Von Friedrich Wilhelm Graf | Neue Zürcher Zeitung

Kein Geringerer als Immanuel Kant hat die steile These vertreten, dass «der Begriff von Gott» ein «conceptus singularis» sei, ein Einzelbegriff. Die «Lehre von Einem Gotte» sei keineswegs nur «auf eine weit vorgerückte Einsicht des Menschen zu bauen», sondern vielmehr schon «Bedürfnis der gemeinsten Vernunft». Wie andere Exponenten der klassischen deutschen, stark protestantisch geprägten Philosophie ging Kant zwar davon aus, dass es in der Religionsgeschichte der Menschheit eine Entwicklung vom Glauben an viele Götter hin zum Monotheismus gegeben habe.

Auch konnte er bisweilen eingestehen, dass eine Religion mit vielen Göttern moralisch keineswegs schlechter sei als ein Monotheismus mit dem fatalen Grundsatz, «dass die Gottheit durch Glaubensbekenntnisse und Observanzen könne gewonnen» werden. Kam er auf die rationale Theologie zu sprechen, betonte der Königsberger Philosoph jedoch mit grosser gedanklicher Konsequenz die «Einzigkeit» und «Einheit» Gottes.

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Vergifteter Diskurs über den Osten

Thügida in Dresden: Wie rechts ist der Osten? Foto: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)
Iris Gleicke wird als Ost-Beauftragte im Gedächtnis bleiben, weil sie eine umstrittene Studie zu verantworten hat. Sie verteidigt die Studie trotz handwerklicher Fehler. Die Kolumne.

Von Sabine Rennefanz | Frankfurter Rundschau

Wozu gibt es eine Ost-Beauftragte? Sie soll die Anwältin des Ostens in der Regierung sein, Probleme benennen, Diskussionen anregen. Es ist ein undankbarer Job, man hat kein eigenes Ministerium, sondern hängt an einem anderen Haus dran, derzeit am Wirtschaftsministerium. Es fehlt an finanzieller Schlagkraft, an Einfluss. An viele frühere Amtsinhaber erinnert sich niemand.

An Iris Gleicke, die amtierende Ost-Beauftragte, wird man sich erinnern, und zwar als diejenige, die es geschafft hat, den Diskurs über den Osten auf lange Zeit zu vergiften. Dabei hatte die Sozialdemokratin eine gute, mutige Intention. Sie wollte die Diskussion über den Rechtsextremismus im Osten vertiefen, darüber, ob die Hälfte des Landes für die Demokratie verloren ist. Doch seitdem sie eine umstrittene Studie veröffentlicht hat, ist das Sprechen über den Osten schwieriger geworden.

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Agrar-Minister Schmidt: „Ich befürworte die politische Einmischung der Kirchen“

Christian Schmidt (CSU): „Die Kirche sollte wieder mehr Orientierung geben“ Quelle: dpa
Agrarminister Christian Schmidt sieht die Kirchen als Verbündete im Kampf gegen Populisten. Sie sollten sich mehr um Menschen in ländlichen Regionen kümmern. Auch für die Bauern könnten sie etwas tun.

Von Claudia Ehrenstein | DIE WELT

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordert von den Kirchen mehr Engagement im ländlichen Raum. „Ich kann an die Kirchen nur appellieren, sich nicht auf die Städte zu fokussieren, sondern sich gerade auch auf Regionen zu konzentrieren, wo das Potenzial für Populisten besonders groß ist“, sagte Schmidt WELT AM SONNTAG.

Gerade in ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts und Mecklenburg-Vorpommerns hatte die rechtspopulistische AfD bei den zurückliegenden Landtagswahlen einen besonders hohen Stimmenanteil erzielt. Schmidt sagte: „Ich befürworte die politische Einmischung der Kirchen.“

Der Minister verwies darauf, dass Schule, Gasthaus und Kirche in ländlichen Regionen früher bestimmende Elemente mit wichtigen sozialen Funktionen gewesen seien. Doch die Kirchen ziehen sich zunehmend aus der Fläche zurück.

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Steinmeier befürchtet „Zersetzung der Demokratie“ durch Fake News

„Alternative Fakten“ sind nach Ansicht von Bundespräsident Steinmeier kein flottes Label, sondern ein Risiko für das Gemeinwesen. Er warb auf dem evangelischen Kirchentag für mehr Mut zur Vernunft.

evangelisch.de

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht angesichts einer Zunahme von Fake News, Hass und Hetze im Internet die Demokratie gefährdet. „Die Zersetzung der Vernunft ist der Anfang der Zersetzung der Demokratie“, sagte er am Samstag auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Mancherorts werde Wahrheit nicht nur absichtlich gefälscht, sondern scheine gar nicht mehr zu zählen. Schon eine Stunde im Netz genüge, „um einen nachdenklichen Leser zur schieren Verzweiflung zu bringen“.

Zwar verschaffe das Internet Zugang zu einer nie gekannten Fülle von Informationen, sagte der Bundespräsident in einer Veranstaltung zum Thema „Ist die Vernunft noch zu retten?“ Dieser „Dauerregen an Informationen“ dürfe aber nicht mit Wissen und Weisheit verwechselt werden. Gefühlte Wahrheiten drohten dauerhaft an die Stelle von überprüfbaren Fakten zu treten. „Häme, Hass und Härten werden aber langfristig an unserer Gesellschaft nicht spurlos vorbeigehen“, erklärte er. „Wir können auch in der digitalisierten Welt nicht auf Vernunft verzichten.“

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Heiner Bielefeldt: Religionsfeindlichkeit nimmt zu

Heiner Bielefeldt, Podium, 2011. Bild: brightsblog
Der ehemalige UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit, Heiner Bielefeldt, hat eine zunehmende Religionsfeindlichkeit in Deutschland beklagt. Sie äußere sich in aggressivem Tonfall bei genereller Religionskritik, aber auch in zunehmender Islamfeindlichkeit.

domradio.de

Das sagte Bielefeldt am Freitag auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin. Die Religionsfeindlichkeit äußere sich im Gestus der Aufklärung, aber ohne Substanz und „mit erhobenem Zeigefinger“. Im Zusammenhang mit der Debatte über rituelle Beschneidungen, ausgelöst durch ein Gerichtsurteil vor fünf Jahren, sei die Religionskritik aggressiver und verächtlicher worden, sagte der Erlanger Professor für Menschenrechte. Religionen dürften kritisiert werden, aber mit Respekt vor den Menschen, fügte Bielefeld hinzu. Religionsfreiheit sei Teil der Menschenrechte und nicht „Einflugschneise für die Gegenaufklärung“.

Glaubensfrage

Bielefeldt war von 2010 bis 2016 Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrats für Religionsfreiheit. Die Kirchentagsveranstaltung zu Religion- und Islamfeindlichkeit in Deutschland stand unter der Überschrift „Wie hältst du es mit der Religion?“.

Der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge rief bei der Veranstaltung die Religionsgemeinschaften auf, auch gemeinsam in der Gesellschaft öffentlich aufzutreten und Zeichen zu setzen. Als Beispiel nannte er das in Berlin geplante „House of One“ der drei abrahamitischen Religionen und Überlegungen zu einem Campus der Religionen an der Humboldt Universität. Zugleich dürften Probleme innerhalb von Religionsgemeinschaften aber nicht klein geredet werden, sagte Dröge.

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35 Percent of the World’s ‘National Animals’ Are Threatened With Extinction

A giraffe in Tanzania. Image: Richard Toller/Flickr
The US bald eagle is doing fine. The Central American tapir of Belize? Not so much.

By Lisa Cumming | MOTHERBOARD

Just about every country has a national animal, a symbol that is widely recognized and a source of pride, whether it’s the bald eagle (the national bird in the US), the beaver (in Canada), or the Central American tapir (that’s Belize).

Around the world, 35 per cent of the world’s symbolic national animals are threatened with extinction—and only 16 percent are receiving protection from their respective countries, according to a new paper from University of Miami researchers Austin Gallagher and Neil Hammerschlag.

In Canada, we’re lucky that our beavers are still plentiful. The US bald eagle is also safe, though it was once threatened with extinction. But the giraffe, the dugong, and the Central American tapir—which are national animals of Tanzania, Papua New Guinea and Belize, respectively— are all either vulnerable or threatened with extinction today, according to the IUCN Red List of Threatened Species.

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