Die AfD und das Problem mit dem Vizepräsidenten


Neben Bundestagspräsident Norbert Lammert gibt es derzeit sechs Vizepräsidenten. Nach der Wahl könnte ihre Zahl auf acht steigen, bis 2005 waren es noch vier. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)
  • Die große Koalition verhindert, dass die AfD den Alterspräsidenten des nächsten Bundestags stellen kann.
  • Der AfD stünde nach einem Einzug in das Parlament aber auch ein Vizepräsident zu.
  • In der Unionsfraktion wird bereits jetzt überlegt, wie man damit umgehen soll.

Von Robert Roßmann | Süddeutsche.de

Die erste Sitzung eines neu gewählten Bundestags ist normalerweise eine feierliche Angelegenheit. Der Alterspräsident eröffnet die Sitzung mit einer möglichst weisen Rede. Dann wählen die Abgeordneten in großer Eintracht ihren richtigen Präsidenten – der das Land anschließend ebenfalls mit Grundsätzlichem zur Lage der Demokratie zu beglücken versucht. Es folgt die einvernehmliche Wahl der Vizepräsidenten. Wenn der Beifall für die Erkorenen endlich verklungen ist, stehen die Abgeordneten auf, singen die Nationalhymne und gehen friedvoll auseinander. So ist es üblich. Doch in diesem Herbst dürfte die erste Sitzung des neuen Bundestags anders verlaufen. Und das liegt nicht nur am wahrscheinlichen Einzug der AfD.

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