Experte: Religion wird heute „total instrumentalisiert“


Princeton-Lehrender Danspeckgruber: Spiritualität seit 2010 verstärkt ein Faktor der Weltpolitik – Wichtig, „nicht nur zuhören, sondern auch sprechen zu können“
Religion und Werte spielen seit den jüngsten Jahren in der Weltpolitik „eine Rolle wie nie zuvor“: Das hat Wolfgang Danspeckgruber, Leiter des Liechtenstein Institute on Self-Determination an der Princeton University, am Montag vor Journalisten in Wien dargelegt.

kathpress

Der Bereich Religion und Spiritualität würden heute „total instrumentalisiert“ und dieser Trend halte in den USA wie auch weltweit an, so der in Linz geborene Experte für Internationale Beziehungen.

Die Anschläge vom 11. September 2001 und der von der Bush-Administration offiziell nie so bezeichnete „Krieg gegen den Islam“ hätten eine Zäsur dargestellt, doch auch in den Jahren seit 2010 habe der Faktor Religion politisch enorm an Bedeutung gewonnen, so die Wahrnehmung Danspeckgrubers. Der sogenannte „arabische Frühling“, der Auftritt der Terrorgruppe ISIS oder auch die Fahrtrichtung von Russlands Präsident Wladimir Putin gehörten hier zu den markantesten Indizien für diese Entwicklung.

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