Ramadan: Seelsorgerin wirbt um Verständnis für Muslime


Moscheekuppel bei Sonnenuntergang (Symbolfoto) © saaleha @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Soweit es mit Lehrplänen und Unternehmensabläufen vereinbar ist, sollten Lehrer und Arbeitgeber von Muslimen während des Ramadan keine Höchstleistungen abverlangen. Dafür wirbt die muslimische Seelsorgerin Zeitun.

Von Martina Schwager | MiGAZIN

Die muslimische Seelsorgerin Dua Zeitun wirbt im bevorstehenden Fastenmonat Ramadan um Verständnis für Muslime. „Man sollte in dieser Zeit, soweit es mit Lehrplänen und Unternehmensabläufen vereinbar ist, keine Höchstleistungen von ihnen fordern“, sagte Zeitun im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst. Andererseits sei aber auch Mitleid nicht angebracht: „Fasten ist kein Zwang und keine Quälerei.“

Für die Muslime in aller Welt beginnt der Fastenmonat an diesem Wochenende. Auch viele der rund 4,5 Millionen Muslime in Deutschland bereiten sich derzeit darauf vor. Für meisten muslimischen Gemeinden fängt der Ramadan am Samstag an und endet am 24. Juni. Der erste Tag des dreitägigen Ramadanfestes Eid al-Fitr ist also der 25. Juni.

Diese Daten sind auf Grundlage astronomischer Berechnungen festgelegt worden. Weil der Monat im islamischen Kalender aber in dem Moment beginnt, in dem der Neumond zum ersten Mal gesehen wird, richten manche Moscheegemeinden den Beginn des Ramadan nach der Sichtung des Mondes etwa in Mekka aus. So kann das Fasten auch einen Tag vor oder nach dem festgelegten Datum beginnen.

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