Irak: Schiitische Milizen erreichen syrische Grenze


Bild: PMU (al-Hashd), Twitter
Aus dem Irak wird ein großer Erfolg im Kampf gegen den IS gemeldet, „ein Meilenstein“, wie Iraqi Day schreibt: die schiitischen Milizen der PMU (Popular Mobilization Units, Volksmobilmachungskräfte oder auch al-Haschd asch-Schaʿbī) haben westlich von Mosul die irakisch-syrische Grenze erreicht – zum ersten Mal seit vier Jahren. In der Nähe der Grenze hätten sich die PMU mit den jesidischen Selbstverteidigungseinheiten YBŞ verbündet.

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Es sollen Stellungen der SDF in der syrischen Provin Hasakeh erreicht worden sein. Die Erfolgsmeldung, die sich in den letzten Tagen durch Befreiungen von besetzten Orten westlich von Mosul, die zuvor unter IS-Kontrolle standen, ankündigte, birgt einige Spannungen. Die Reaktion von Nadia Murad, einer international bekannten Stimme der Überlebenden des IS-Genozids an den Jesiden im Jahr 2014, legt sie offen.

Ihr Heimatort Koch sei endlich vom IS befreit, dies sei ein Sieg des Guten über das Böse, nichtsdestotrotz aber ein unvollständiger Sieg.

Wir fürchten uns jetzt davor, dass unsere jesidische Heimat in Sinjar aufgeteilt wird, in drei oder vier Regionen und dass die gegnerischen Fraktionen um die Kontrolle über unser Land kämpfen werden.

Nadia Murad

Als Fraktionen zählt der Bericht von Ara-News auf: Barsanis KDP, die jesidischen Selbstverteidigungseinheiten YBŞ, die mit der PKK verbunden sind und die schiitischen Milizen der PMU.

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