Rundfunkbeitrag-Zoff: Spaghettimonster contra Religion


Michael Wladarsch will Gleichbehandlung von Weltanschauungsgemeinschaften und Religionen. Foto: ape
Ein Münchner versucht vor Gericht, die Räume seines Atheisten-Bundes vom Rundfunkbeitrag zu befreien, wie es für Religionsgemeinschaften möglich ist. Erneut.

Von Anja Perkuhn | Abendzeitung

Es ist deutlich ruhiger um das Fliegende Spaghettimonster bei diesem Gerichtstermin, als es vor zwei Jahren mit dem gleichen Akteuren vorm Verwaltungsgericht war.

Nur ein Mal spricht der Vorsitzende Richter Norbert Häring den Namen der nudeligen Nicht-Gottheit aus, als er die Klageschrift verliest – denn die Parodie-Religion des Fliegenden Spaghettimonsters ist natürlich nur ein lustiges Gefäß für ein ernstes Thema.

Um nicht weniger als Gerechtigkeit gehe es ihm, sagt Kläger Michael Wladarsch vom Münchner Bund für Geistesfreiheit (BfG). Dieser Bund für Geistesfreiheit – eine Weltanschauungsgemeinschaft – ist immerhin auch eine anerkannte Körperschaft. Das Verfassungsrecht stellt für sie ebenso wie für Religionsgemeinschaften diesen besonderen Status zur Verfügung, der auch Rechte beinhaltet wie die Befreiung vom Rundfunkbeitrag.

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