Gericht entscheidet über Berufung von Holocaust-Leugnerin


Ob die mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck eine Haftstrafe verbüßen wird, beschäftigt am 8. Juni das Landgericht Detmold. Die Berufungskammer des Gerichts verhandelt über die Berufungen der 88-Jährigen gegen zwei Urteile wegen Volksverhetzung, wie das Landgericht am Mittwoch mitteilte (AZ: 21 Js 814/16 und 21 Js 192/16). Dabei geht es um Haftstrafen von insgesamt 18 Monaten.

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Haverbeck war im Dezember 2016 zu acht Monaten Haft verurteilt worden, weil sie in einem Brief an den Detmolder Bürgermeister Rainer Heller (SPD) behauptet hatte, das KZ Auschwitz sei kein Vernichtungslager, sondern nur ein Arbeitslager gewesen. Nach der Hauptverhandlung hatte sie an Pressevertreter Schreiben, in denen sie den Holocaust leugnete, sowie eine Zeitschrift mit rechtextremen Inhalten verteilt. Diese Schriften legte Haverbeck nach Angaben des Gerichts auch auf den Tisch des Richters und der Staatsanwaltschaft. Dafür erhielt sie eine weitere Freiheitsstrafe von zehn Monaten.

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