Salafismus: Rhein-Main ist „Hotspot“ des militanten Islamismus


Der radikale Islamist Pierre Vogel ist eine Gallionsfigur der Salafisten im Rhein-Main-Gebiet. Foto: Sascha Rheker
Das Rhein-Main-Gebiet biete „ideale Rahmenbedingungen“ für Extremisten, sagt das Landeskriminalamt. „Das alles macht uns große Sorgen.“

Von Ulrich Weih | Frankfurter Rundschau

Das Rhein-Main-Gebiet hat sich nach Erkenntnissen des Hessischen Landeskriminalamts zu einem „Hotspot“ des militanten Islamismus in Deutschland entwickelt. Mit dem Anschluss zu mehreren Verkehrsknotenpunkten, dem internationalen Flughafen und der Anonymität eines Ballungsgebietes biete die Region „ideale Rahmenbedingungen“ für Extremisten, die neue Anhänger rekrutieren oder im Verborgenen leben wollen, sagte Sabine Thurau, die Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes, in Frankfurt.

Viele sogenannte Gefährder hätten sich aus der Mitte der Gesellschaft heraus radikalisiert und seien äußerst gewaltbereit, berichtete Thurau. Bei ihnen handele es sich zumeist um irrational handelnde Einzelgänger, die mit großer Brutalität und Rücksichtslosigkeit vorgingen. Damit könnten sie Links- und Rechtsextreme zu weiteren Gewalttaten provozieren. „Das alles macht uns große Sorgen“, sagte Thurau. Wie viele Gefährder in der Region leben, wollte die LKA-Frau nicht sagen.

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