Dodo Hahne: ‚Volle Konten und leere Kirchen, das ist ein wahnsinniger Widerspruch‘

Peter Hahne stimmt dem emeritierten Papst Benedikt XVI. hinsichtlich seiner Bedenken gegenüber der Kirchensteuer zu.

kath.net

Der bekannte TV-Journalist Peter Hahne hat scharfe Kritik an der Kirchensteuer geübt. „Die Kirche erstickt an ihrem Geld. Volle Konten und leere Kirchen, das ist doch ein wahnsinniger Widerspruch.“ Das frühere EKD-Leitungsmitglied sagte, er stimme dem emeritierten Papst Benedikt XVI. hinsichtlich seiner Bedenken gegenüber der Kirchensteuer zu. Hahne äußerte sich im Interview mit der „Frankenpost“, wie die evangelische Nachrichtenagentur „idea“ berichtete.

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Bedford-Strohm: Heiliger Geist wirkt auch in der Dunkelheit – Schwarzlichtlampe

Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Zu Pfingsten hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auf die Kraft des Heiligen Geistes hingewiesen. Dieser könne Menschen aus der Traurigkeit führen, erklärte der bayerische Landesbischof in seiner am Freitag veröffentlichten Pfingstbotschaft. Der Heilige Geist wirke heute nicht nur in glücklichen Momenten und Festgottesdiensten, sondern auch „in den Dunkelheiten, die wir in der Welt und in unserem persönlichen Leben erfahren“.

evangelisch.de

Bedford-Strohm erinnerte an den Anschlag auf koptische Christen in Ägypten in der vergangenen Woche. „Wir können die Pfingstbotschaft nicht hören, ohne all das Leiden an uns heranzulassen, das gerade Christen in ganz unterschiedlichen Teilen der Welt in diesen Zeiten trifft. Sie sind Opfer von Menschen, die meinen, sie täten Gott mit ihrem Morden einen Dienst. Obwohl das, was sie tun, die größte Gotteslästerung ist, die man sich vorstellen kann.“

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Kampfroboter der Zukunft werden in simulierten Welten trainiert

KI-Systeme von autonomen Drohnen könnten in virtuellen Welten lernen. Bild: DoD
Intelligente Roboter können schneller und effizienter in Simulationen lernen, Isaac Initiative, DeepMind oder OpenAI könnten den Weg weisen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Soldaten üben nicht nur im Gelände für die Ausbildung und zur Vorbereitung für den Ernstfall, sondern auch zunehmend mit Simulationen. Beides sind Spiele, wenn man unter Spielen Situationen verstehen will, die irgendwie nicht ernst sind. Autonome oder smarte Kriegsroboter oder intelligente Systeme können natürlich auch auf traditioneller Ebene lernen, viel effektiver ist aber, die KI-Systeme in Simulatoren zu trainieren, sie also spielen zu lassen. So können sie viel mehr Situationen nacheinander durchspielen und „Erfahrung“ erwerben.

Daher verwundert auch nicht, was Quartz berichtet, dass Firmen bereits für smarte Maschinen oder KI-Systeme 3D-Simulationen mit Welten unter physikalischen Gesetzen zum Trainieren entwickeln. Das geschieht beim Maschinenlernen für zivile KI-Systeme wie für die Isaac Initiative von Nvidia, wo so Roboter erst einmal Hockey lernen sollen. Verglichen wird das mit dem Holodeck aus der Star-Trek-Serie.

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Verhütungs-Verordnung: US-Regierung bereitet Ausnahmen vor

Religiöse Arbeitnehmer sollen nicht mehr verpflichtet sein, Verhütungsmittel in die Krankenversicherungen ihrer Mitarbeiter aufzunehmen.

kath.net

Die Regierung Trump bereitet eine neue Regulierung vor, durch welche die von Barack Obama erlassene sogenannte „Verhütungs-Verordnung“ aufgehoben werden soll. Religiösen Arbeitgebern soll es in Zukunft möglich sein, in den Krankenversicherungsverträgen für ihre Mitarbeiter auf die Versorgung mit Verhütungsmitteln zu verzichten. Das berichtet die New York Times.

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Malis Bischöfe sollen Millionen in Schweiz parken

Bild: tilly
Die katholische Bischofskonferenz in Mali soll laut der französischen Tageszeitung „Le Monde“ und des Zusammenschlusses investigativer Journalisten (ICIJ) umgerechnet zwölf Millionen Euro auf Schweizer Privatkonten haben. Die Bischofskonferenz dementierte.

religion.ORF.at

Die Anschuldigungen seien haltlos; die Bischofskonferenz arbeite transparent, widersprach die Malische Bischofskonferenz dem Bericht in der Nacht zum Donnerstag.

Dem Zeitungsartikel zufolge soll der Erzbischof von Bamako, Jean Zerbo, das Geld bereits 2002 angelegt haben. Damals war er für die Finanzen der Bischofskonferenz zuständig. Der 73-Jährige wird Ende Juni von Papst Franziskus in den Kardinalsstand erhoben.

Sieben Konten

Zu den Verantwortlichen gehören laut „Le Monde“ zudem Bischof Jean-Gabriel Diarra (71) von San sowie der Priester und Wirtschaftswissenschaftler Cyprien Dakouo. Insgesamt soll es sich laut der Zeitung um sieben Konten aus Mali handeln. Heute lägen sie bei einem Tochterunternehmen der Privatbank HSBC, deren Hauptsitz London ist.

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Rekordhalter in Sachen Wein: 54 Liter pro Kopf im Vatikan

Bild: aboutdrinks
Rund 250 Millionen Hektoliter Wein werden jährlich in der Welt konsumiert. Das sind also 150.000.000.000 Gläser, die jedes Jahr eingegossen werden. Zwei Drittel dieser Menge davon wachsen in Europa, wobei das dynamische Wachstum der Rebflächen in China nicht übersehen werden darf (Quelle: OIV).

aboutdrinks

Millionenfacher Arbeitgeber
Mit 54,26 l pro Jahr ist der Vatikan weltweit der Staat mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an Wein (Quelle: The Wine Institute). Das ist eine nette statistische Angabe und eignet sich als Quizfrage, und wenngleich der Messwein nur einen mässigen Anteil davon ausmacht, steckt hinter dieser Zahl große Bedeutung: Wein ist essentieller Bestandteil einer Weltreligion und damit Teil der Kultur einer grossen Weltregion.

Und somit ist Wein auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Es ist millionenfacher Arbeitgeber, er ist Handelsware in einer enorm weiten Preispalette, er ist Werbemittel für viele Nationen und er macht einen Gutteil sämtlicher Gastronomieumsätze auf der ganzen Welt aus.

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Deutscher Ethikrat „stärkt“ den Lebensschutz in der Sterbehilfefrage

Bild: Deutscher Ethikrat
Ethikrat verneint Anspruch auf staatliche Unterstützung bei Suizid – Die Experten widersprechen mehrheitlich dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts

kath.net

Der Deutsche Ethikrat empfiehlt, der gebotenen Achtung individueller Entscheidungen über das eigene Lebensende keine staatliche Unterstützungsverpflichtung zur Seite zu stellen. Damit widerspricht der Ethikrat dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. März 2017. Das gibt der Ethikrat in einer Presseaussendung bekannt.

Anfang März hatte das Bundesverwaltungsgericht (Az.: BVerwG 3 C 19.15) entschieden, das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG umfasse „auch das Recht eines schwer und unheilbar kranken Patienten, zu entscheiden, wie und zu welchem Zeitpunkt sein Leben beendet werden soll, vorausgesetzt, er kann seinen Willen frei bilden und entsprechend handeln. Daraus kann sich im extremen Einzelfall ergeben, dass der Staat den Zugang zu einem Betäubungsmittel nicht verwehren darf, das dem Patienten eine würdige und schmerzlose Selbsttötung ermöglicht.“ Seit dem 17. Mai liegt auch die Urteilsbegründung vor.

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Warum Google sich wie die Kirche im Mittelalter verhält – theologischer Unsinn

Fast allwissend und gierig nach intimsten Geheimnissen: Theologin Johanna Haberer kritisiert Tech-Konzerne und präsentiert zehn Gebote für eine neue Reformation.

Von Mirjam Hauck | Süddeutsche.de

An Pfingsten feiern Christen, dass der Heilige Geist auf die Jünger Jesu herabkam. Plötzlich konnten sie fremde Sprachen verstehen und sprechen. Nichts weniger als die Überwindung des Traumas des Turmbaus von Babel sei dies, so interpretieren Theologen dieses Ereignis aus dem Neuen Testament. Hatte der alttestamentarische Gott noch den Turmbau verhindert, indem er die Sprache der Menschen verwirrte, „sodass keiner mehr die Sprache des anderen versteht“, sie also voneinander trennte, brachte das Pfingstwunder die Jünger Gott näher.

Nichts Geringeres als ein technisches Pfingsten verspreche nun die neue Netztechnik, schreibt die evangelische Theologin Johanna Haberer in ihrem Buch „Digitale Theologie, Gott und die Medienrevolution der Gegenwart“. Die Autorin ist Professorin für Christliche Publizistik an der Universität Erlangen. Der Tag werde kommen, an dem mittels Glasfaserkabeln und Übersetzungssoftware die Menschheit sich vernetzen, verständigen und ins Göttliche erweitern könne.

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USA: Die Kosten der Kriege gegen den Terror auf Schulden kommen erst noch

Präsident Trump und Vizepräsident Pence am Memory Day auf dem Militärfriedhof in Arlington. Bild: Weißes Haus
Donald Trump hat gerade zum Memorial Day die gefallenen US-Soldaten als „Engel“ bezeichnet, noch heute wachsen die Ausgaben für die Vietnam-Veteranen an

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wie es Brauch ist für Präsidenten einer Großmacht, die viel von militärischer Macht halt und diese auch einsetzt, hielt auch Donald Trump, der auch weiterhin Krieg führt, aber selbst keinen Kriegsdienst leistete, am Memorial Day eine Rede auf dem Arlington National Cemetery in Virginia, um der gefallenen Soldaten zu gedenken. Trump nannte sie „von Gott zu uns gesendete Engel“ und „wirkliche Helden“, in muslimischen Ländern würde man von Märtyrern sprechen. „Worte“, so Trump den Tod im Krieg verklärend, „können nicht die Tiefe ihrer Hingabe, die Reinheit ihrer Liebe oder die Totalität ihres Muts messen.“

Die Gefallenen und die Verletzten sind die Hinterlassenschaften der vielen Kriege, die die USA führten, und deren auch finanziellen Nachwirkungen noch immer getragen werden müssen, selbst wenn ein Krieg der Erste Weltkrieg schon 100 Jahre zurückliegt. Seit 1930 gibt es für die Veteranen ein eigenständiges Ministerium mit vielen Krankenhäusern, Pflegeheimen und Unterkünften sowie nicht zuletzt Friedhöfen, das zunächst vier Millionen Veteranen des Ersten Weltkriegs betreute, bis der Zweite Weltkrieg zusätzlich 15 Millionen Veteranen mit sich brachte. Die Kosten kommen erst viele Jahrzehnte nach dem Krieg. 1969 erst waren die Invaliditätsentschädigungen für die Veteranen des Ersten Weltkriegs auf ihren Höhepunkt angelangt, 1986 für die aus dem Zweiten Weltkrieg, während diejenigen aus dem Vietnamkrieg noch weiter ansteigen.

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Hunderte Angriffe auf Muslime in nur drei Monaten

Zu den Vorfällen zählten etwa Drohbriefe, Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen oder auf muslimische Männer auf der Straße. Quelle: pa/empics/PA Wire
Erstmals erfassen die Behörden in diesem Jahr Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund. Erste Auswertungen ergeben ein erschreckendes Bild. Linken-Politikerin Ulla Jelpke warnt vor einem Bumerang-Effekt.

DIE WELT

In Deutschland sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres mehr als 200 islamfeindliche Übergriffe auf Muslime angezeigt worden. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, berichtete die „Neue Osnabrücker Zeitung“.

Polizei und Verfassungsschutz erfassten demnach im ersten Quartal Anzeigen zu 208 Straftaten mit islamfeindlichem Hintergrund. Muslime seien dabei wegen ihrer Religion beleidigt oder angegriffen worden oder Opfer von Sachbeschädigung geworden. Die Täter seien zumeist Rechtsextreme gewesen. Zwei Menschen wurden dabei verletzt – in Baden-Württemberg und in Hessen.

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Klimawandel: Drohen dramatische Methanausbrüche?

Bis zu einem Kilometer große Krater am Grund der Barentssee zeugen von gewaltigen Methanausbrüchen am Ende der letzten Eiszeit. © Andreia Plaza Faverola/ CAGE
Gewaltige Eruptionen: Am Grund der Barentssee haben Forscher hunderte Krater vergangener Methanausbrüche entdeckt. Die bis zu einen Kilometer großen Senken müssen beim abrupten Ausstoß großer Gasmengen entstanden sein – wahrscheinlich am Ende der letzten Eiszeit, wie die Forscher in „Science“ berichten. Das Beunruhigende daran: Der Eisrückzug durch den Klimawandel könnte künftig ähnliche Ausbrüche auslösen.

scinexx

Unter dem Meeresgrund vieler Meeresgebiete tickt eine Zeitbombe: Gashydrate. In ihnen sind große Mengen des potenten Treibhausgases Methan gebunden – aber nur solange Kälte und Druck die fragilen Moleküle stabil halten. Schon jetzt haben Forscher hunderte aktiver Methanaustritte entdeckt, unter anderem vor der US-Ostküste, im Pazifik und sogar im Südpolarmeer. Allerdings: Die meisten dieser Methanquellen fördern nur geringe Gasmengen – und davon wird der größte Teil noch im Ozean oxidiert und abgebaut.

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Historiker Garton Ash malt düsteres Bild

Der Historiker Timothy Garton Ash warnt vor Populisten. (Bild: SEF)
Laut dem britischen Geschichtsprofessor und prominenten Buchautoren Timothy Garton Ash ist der Westen mit einer «liberalen Konterrevolution» konfrontiert. Fremdenfeindliche Kräfte müssten in die Schranken gewiesen werden, meinte er.

Von Dominik Feldges | Neue Zürcher Zeitung

«Helfen Sie uns, die liberalen Werte zu verteidigen», appellierte der bekannte britische Historiker und Buchautor Timothy Garton Ash an die am Swiss Economic Forum (SEF) versammelten Unternehmer. Der in Oxford, Berlin und an der US-Universität Stanford lehrende Professor ist tief besorgt angesichts des Rückzugs demokratischer Kräfte in vielen Ländern.

Er rief in Erinnerung, dass in den vergangenen zehn Jahren laut Erhebungen der amerikanischen Nichtregierungsorganisation Freedom House in 105 Ländern der Freiheitsgrad abgenommen habe. Als wirkliche Demokratien würden nur noch 19 Staaten eingestuft, wozu auch – auf Rang acht – die Schweiz zähle. Die USA dagegen hätten nach der Wahl von Donald Trump ihren Status als «vollständige Demokratie» verloren, was vor kurzem noch kaum vorstellbar gewesen sei.

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Bundestag beschließt Aus für Kinderehen

  • Der Bundestag beschließt das Aus für Kinderehen.
  • Ehen von Personen unter 16 Jahren sind in Zukunft grundsätzlich nichtig, Ehen von unter-18-Jährigen können gerichtlich annulliert werden.
  • Aus Sicht von Grünen und Linken sind die Regelungen zu pauschal.

Süddeutsche.de

Der Bundestag macht per Gesetz Eheschließungen von Minderjährigen in Deutschland weitgehend unmöglich. Das Parlament verabschiedete in der Nacht zum Freitag eine Regelung, derzufolge Ehen von Personen unter 16 Jahren grundsätzlich nichtig sind. Zudem sollen Ehen gerichtlich annulliert werden, wenn ein Gatte zum Zeitpunkt der Eheschließung zwischen 16 und 18 Jahren alt war.

Nur in besonderen Härtefällen kann davon abgesehen werden – und das auch nur dann, wenn ein minderjähriger Ehepartner zwischenzeitlich volljährig geworden ist und die Ehe bestätigt. Diese Regelungen gelten auch für Ehen, die im Ausland geschlossen wurden. Für Trauungen in Deutschland gilt künftig grundsätzlich ein Mindestalter von 18 Jahren.

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Gott als Anfang von allem

Am Anfang war der Knall – ein Schuss aus Gottes Pistole?Foto: jokatoons Fotolia
Noch kann die Wissenschaft den Urknall nicht erklären. Aber heißt das, dass er einen göttlichen Ursprung hat? Ein Kommentar.

Von Hartmut Wewetzer | DER TAGESSPIEGEL

Es ist wie bei einem ungelösten Kriminalfall. Was genau geschah beim Urknall? Für den ersten Moment im Leben des Universums, den Augenblick, in dem Materie, Zeit und Raum entstanden, gibt es naturgemäß keine Zeugen. Nur sein Echo. Wir sind auf die Wissenschaft angewiesen, um ihn zu rekonstruieren. Die tut sich bislang schwer damit. Herkömmliche physikalische Theorien setzen bereits Raum und Zeit voraus, sind also auf den ganz kurzen Zeitraum vor ihrer „Erschaffung“ nicht anwendbar. Dieser „ersten Nanosekunde“ (in Wahrheit wohl ein noch sehr viel kürzerer Zeitraum, Planck-Ära genannt) wohnt etwas Geheimnisvolles inne. Was, wenn der große Knall am Beginn von allem in Wahrheit ein Akt der Schöpfung war, gewissermaßen ein Schuss aus der Pistole Gottes?

Der Gedanke ist verlockend. Dort, wo die Wissenschaft am Ende ihrer Weisheit ist, kommt der Glaube wieder zum Zug. Mehr noch: Beide arbeiten Hand in Hand. Der allererste Atemzug des Alls gehört Gott, die Ära danach der Wissenschaft. Zeit ist ein dehnbarer Begriff. Was uns unglaublich kurz erscheint, könnte in den Augen des Ewigen sehr lange währen. Genug Gelegenheit, um in aller Seelenruhe ein Universum zu schöpfen. So werden aus dem kleinsten Zeit-Atom Zehntausende von kreativen Jahren, bevor dann wirklich der Morgen des Universums heraufdämmert und das erste Sandkorn durchs Stundenglas rinnt.

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Kann Religion nur Privatsache sein?

Alexia Weiss, ©Paul Divjak
Heute ist Schawuot, das Wochenfest. 50 Tage nach Pessach erinnern sich Jüdinnen und Juden an den zweiten Empfang der Zehn Gebote. Viele haben die vergangene Nacht mit Tora-Lernen verbracht. Am Speiseplan steht seit gestern Abend traditionell Milchiges: auf vielen Festtagstischen zu finden ist dann die Topfentorte, in verschiedenen Variationen, mit und ohne Obst.

Von Alexia Weiss | Wiener Zeitung

„Religion ist Privatsache“: das meint in Schule, Uni, Beruf hat Religion nichts verloren. Und wenn du beten willst oder religiöse Feste feiern, dann mach das bitte zu Hause, in deiner Freizeit. Der Jahreskreislauf einer Religion hält sich allerdings nicht an Normalarbeitszeiten und staatliche Feiertage. Mit einer Ausnahme: wer als Christ – vor allem als Katholik – in Österreich lebt, der kann derzeit seine Feiertage begehen, da diese ebenfalls staatliche Feiertage sind. Außer er oder sie ist Spitalsarzt, Rettungsfahrer, Pflegekraft, lenkt ein öffentliches Verkehrsmittel, kurz, muss auch an Sonn- und Feiertagen fallweise arbeiten.

Würde der Ansatz „Religion ist Privatsache“ allerdings konsequent umgesetzt, hieße das, dass auch die christlichen Feiertage entfallen. Und dann könnten Katholiken genauso wenig zu Fronleichnam in die Kirche gehen wie zu Mariä Himmelfahrt. Dann ginge es ihnen wie Juden, die zum Beispiel zum heutigen Wochenfest zu Hause bleiben wollen und dafür einen Urlaubstag nehmen müssen. Grundsätzlich spricht auch nichts dagegen, dass jeder sich die Urlaubstage nehmen kann, die er braucht, um seine Feste zu feiern. Die Frage ist allerdings: werden sie ihm auch gewährt? Oder sagt der oder die Vorgesetzte: tut mir leid, ich kann an diesem Tag nicht auf Sie verzichten?

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Einer der größten Eisberge aller Zeiten kurz vor Lösung von Antarktis

Einer der größten Eisberge aller Zeiten – imago/ZUMA Press
Ein 5000-Quadratkilometer-Block dürfte laut Forschern der Swansea-Universität in Wales bald vom Schelfeisgebiet Larsen C abbrechen.

Die Presse.com

Auf spektakuläre Weise entsteht in diesen Tagen einer der größten Eisberge aller Zeiten: Wissenschafter von der Swansea-Universität in Wales machten am Donnerstag darauf aufmerksam, dass sich ein rund 5000 Quadratkilometer großer Eisblock schon fast vollständig vom Schelfeisgebiet Larsen C gelöst hat.

Eine seit Jahren überwachte Gletscherspalte habe sich zwischen dem 25. und 31. Mai um 17 Kilometer verlängert, nun bleibe nur noch ein 13 Kilometer langes Verbindungsstück zwischen dem entstehenden Eisberg und dem Schelfeisgebiet.

„Der Zeitpunkt des Kalbens steht ohne Zweifel kurz bevor“, sagte der Eisforscher Adrian Luckman. „Es scheint fast nichts mehr zu geben, was den Eisberg davon abhalten könnte, vollständig abzubrechen.“ Die Loslösung dieses Eisbergs dürfte für die Meerespegel keine wesentlichen Auswirkungen haben, weil er bereits im Meer schwimmt. Allerdings würde ein vollständiges Abdriften des Schelfeisgebiets Larsen C nach den Berechnungen der Forscher zu einem Ansteigen der Meerespegel von schätzungsweise zehn Zentimetern führen.

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Mit Luther-Kitsch um die Welt

Bild: mdr.de

Nach Paris oder Rio de Janeiro, in die Kirche, in den Zug oder ins Kinderzimmer – einen Playmobil-Luther kann man überall hin mitnehmen. Auf reformaction.de sucht der Verein Reformationsjubiläum 2017 e.V. nach 500 Menschen, die ein Foto mit dem Spielzeugluther hochladen.

evangelisch.de

Der Verein Reformationsjubiläum 2017 e.V. (r2017), der im Rahmen des #Reformationssommers die Konfi- und Jugendcamps 2017 in Wittenberg veranstaltet, sammelt mindestens 500 Fotos oder Filme mit der Playmobil-Luther-Figur und zeigt so spielerisch, welche Kreise die Ideen der Reformation bis heute ziehen.

Die Martin-Luther-Sonderedition ist bereits jetzt die meistverkaufte Playmobil-Figur aller Zeiten. So wie Martin Luther zur Symbolfigur der Reformation wurde, ist es der Playmobil-Luther für die Feierlichkeiten anlässlich des Reformationsjubiläums geworden.

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Herrmann macht Linksautonome für Eskalation in Nürnberg verantwortlich

Die Polizei geht in Nürnberg gegen Schüler vor, die mit einer Sitzblockade die Abschiebung eines 20 Jahre alten Berufsschülers in sein Herkunftsland Afghanistan verhindern wollen. (Foto: dpa)
  • Bayerns Innenminister Herrmann macht Linksautonome für die Eskalation in Nürnberg verantwortlich. Helfer und Verbände sind dagegen über das Vorgehen der Polizei entsetzt.
  • Unterdessen ist der 20-jährige Afghane, der in seine Heimat abgeschoben werden sollte, wieder frei.
  • Bekannt wurde auch, dass der junge Mann während des Abtransports durch die Polizei Drohungen ausgestoßen haben soll.

Von Olaf Przybilla, Milena Hassenkamp | Süddeutsche.de

Am Mittwoch hat ihn die Polizei aus der Berufsschule in Nürnberg geholt und damit Tumulte und eine spontane Demonstration ausgelöst. Am Tag danach wird die Debatte über den Einsatz heftig weitergeführt – und der 20-Jährige ist wieder auf freiem Fuß. Das Amtsgericht lehnte am Donnerstag die Abschiebehaft ab, die die Zentrale Ausländerbehörde der Regierung von Mittelfranken beantragt hatte. Das Gericht sehe dafür keinen Anlass, sagte der Anwalt des Mannes. Freudestrahlend verließ der junge Mann das Gericht, 25 Schulkollegen und sein Klassenlehrer empfingen ihn vor dem Gebäude.

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US-Botschaft in Israel wird nicht nach Jerusalem verlegt

US-Botschaft in Tel Aviv, Israel.Foto: dpa
Im Wahlkampf hatte Donald Trump einen Umzug der US-Botschaft in Israel unterstützt. Nun soll Tel Aviv vorerst der Standort bleiben.

DER TAGESSPIEGEL

Die US-Botschaft in Israel wird vorerst nicht von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Das teilte am Donnerstag ein Regierungsmitarbeiter in Washington mit. Während des Wahlkampfs hatte der heutige US-Präsident Donald Trump noch für eine Verlegung der Botschaft nach Jerusalem plädiert – was allerdings eine massive Provokation der Palästinenser darstellen würde, die den Ostteil der Stadt als Hauptstadt ihres angestrebten unabhängigen Staates betrachten.

Ein Gesetz von 1995 sieht den Transfer der Botschaft nach Jerusalem vor, der jedoch seither durch jeweils sechs Monate gültige Erlässe der US-Präsidenten immer wieder ausgesetzt wurde. Das Weiße Haus erklärte in einer Stellungnahme von Donnerstag, Trump habe nicht die Intention, sein Wahlkampfversprechen zu brechen. Mit seiner Entscheidung wolle er vielmehr die Chancen auf eine erfolgreiche Verhandlungslösung zwischen Israelis und Palästinensern verbessern.

Two Black Holes Ate Each Other and Rippled the Fabric of Spacetime

Image: LIGO/Caltech/MIT/Sonoma State (Aurore Simonnet)
Picture this: Approximately three billion years ago, two monstrous black holes crashed together—forming an even larger black hole—and creating ripples in the fabric of spacetime that, on January 4 of this year, were detected here on Earth.

By Lisa Comming | MOTHERBOARD

This is the third time that gravitational waves have been detected by the twin Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory (LIGO) detectors, further opening the door to a whole new way to observe our universe. The new work is published in Physical Review Letters.

„From this discovery, we can learn more about how stars actually explode,“ said the University of Toronto’s lead researcher on the project, Harald Pfeiffer, who is an associate professor from the Canadian Institute for Theoretical Astrophysics. He’s part of the LIGO collaboration, which includes about 1,000 scientists worldwide. „It is further confirmation that there’s a large number of colliding black holes in the universe,“ he told me over the phone.

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