Was der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen bedeutet


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Er hat es getan: Am Donnerstag 15.30 Uhr Ortszeit verkündete US-Präsident Donald Trump in Washington eine historische Kehrtwende in der Klimaschutzpolitik. Die USA steigen aus dem Pariser Abkommen aus. Der Vertrag behandle sein Land „unfair“, er sei jedoch bereit für neue Verhandlungen zum Klimaschutz. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf den Politikwechsel in Washington?

Von Matthias Lambrecht, Bastian Henrichs, Frauke Ladleif | greenpeace magazin

Trumps Rechnung geht schon am Tag nach der Erklärung des Kurswechsels nicht auf: Niemand will mit den USA über neue Bedingungen und eine Überarbeitung des im November 2015 vereinbarten Pariser Abkommens verhandeln: „So geht das nicht“, stellte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker umissverständlich klar. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte wie die Premierministerin Theresa May keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. Frankreichs Präsident Emmanuel Marcon sagte: „Es gibt nichts zu verhandeln.“ Der französische Staatschef hatte schon vor der für ihn erfolgreichen Stichwahl frustrierte US-Klimaforscher aufgefordert, nach Frankreich zu kommen. In einer Rede nach der Bekanntgabe der Entscheidung in Washington wiederholte sein Angebot und schloss mit dem Satz: „Make our planet great again!“

In einer gemeinsamen Erklärung ließen Macron, Merkel und der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni den Klimawandel-Leugner im Weißen Haus wissen: „Wir betrachten die im Dezember 2015 in Paris erzeugte Dynamik als unumkehrbar.“ Auch aus Peking kann der US-Präsident wenig Entgegenkommen erwarten. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bezeichnete Trumps Entscheidung als „Rückschlag für die Welt“. Trump habe „zum Bedauern fast aller“ entschieden, die USA von einer „historischen globalen Vereinbarung abzuschneiden, bei deren Entstehung sein Land einmal eine Schlüsselrolle spielte“.

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