Das Insektensterben trifft auch Vögel hart


Schwalben sind Insektenfresser. Ihre Nahrungsgrundlage verschwindet. Foto: imago stock&people
Der Deutsche Naturschutzbund warnt vor schwerwiegenden Folgen für das Ökosystem. Denn vielen Vögeln fehlt die Nahrungsgrundlage.

Von Steffen Höhne | Frankfurter Rundschau

In voller Pracht blühen derzeit Bäume und Sträucher, Bienen und Hummeln schwärmen aus. Doch ob das auch künftig noch im bekannten Ausmaß passiert, ist unklar. Der Deutsche Naturschutzbund (Nabu) warnt vor einem dramatischen Insektensterben mit bereits schwerwiegenden Folgen für einige Vogelarten. Viele vermuten Pestizide aus der Landwirtschaft als Auslöser.

Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des Nabu Nordrhein-Westfalen, verweist auf eine Langzeitstudie aus seinem Bundesland: Danach nahm in den vergangenen 15 Jahren die Biomasse von Fluginsekten um 80 Prozent ab. Es trifft praktisch alle Insektenarten wie Schmetterlinge, Blattkäfer oder Libellen. Über die Pollenaufnahme sind auch Honigbienen und Wildbienen wie Hummeln betroffen. Ähnlich alarmierende Entwicklungen befürchten die Naturschützer aber auch in weiteren Regionen Deutschlands. Ein flächendeckendes Insekten-Monitoring gibt es zwar nicht. „Es gibt aber deutliche Anhaltspunkte, die darauf hinweisen, dass wir ein Problem haben“, sagt der Agrarbiologe Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Halle.

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