Geliebter und gehasster Turnvater Jahn


Ein Turnplatz mitten in Berlin. Auf der Hasenheide startete Jahn die Bewegung.Foto: bpk
Friedrich Ludwig Jahn brachte in der Hasenheide einst Tausende zum Sport. Heute ist der Gründer der Turnbewegung umstritten – und lockt zum Fest in Berlin auch Versprengte vom rechten Rand an.

Von Martin Einsiedler | DER TAGESSPIEGEL

Das Gras auf der Wiese duftet, aber auch jenes, das die Dealer unter der Woche in der Hasenheide in Berlin selbst rauchen. Gerd Steins läuft über das Feld, seine Schirmmütze hat er wegen der blendenden Sonne nach unten geschoben. „Hier sind die von den Nazis gelegten Steine zum Andenken an ihn“, sagt er. „Hier war der Hauptplatz. Und hier muss er gestanden und über 1000 junge Männer angeleitet haben.“ Steins spricht von einer der bekanntesten und sicher auch umstrittensten Figuren der deutschen Geschichte: von Friedrich Ludwig Jahn, dem Volksmund vor allem bekannt als der Turnvater, als derjenige, der das Turnen nicht nur in Deutschland, sondern in der Welt begründete. Jahn tat das hier, in der Berliner Hasenheide, einem Ort, der heute für vieles steht, sicher aber nicht für Körperertüchtigung mit deutschnationalem Ansinnen.

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