Ein ungebremster Opium-Tsunami fegt über die USA


Eltern von Drogenabhängigen beten in einer christlichen Selbsthilfegruppe in Los Angeles für ihre Kinder. (Bild: Jae C. Hong / AP)
In den Vereinigten Staaten drängen neue synthetische Opiate auf den Schwarzmarkt – mit tödlichen Folgen

Von Peter Winkler | Neue Zürcher Zeitung

In die Schlagzeilen schaffen es nur noch ausserordentliche Fälle. Zum Beispiel jener des 19 Monate alten Jungen, der Sonntagnacht in einem Spital von Akron (Ohio) starb. Er hatte am Donnerstag eine Opiat-Überdosis erlitten, hatte vermutlich etwas geschluckt, was im Haus herumlag. Sein neunjähriger Bruder rief den Notdienst. Zunächst schien es, als könne der Junge mit dem Anti-Überdosis-Mittel Naloxone gerettet werden. Doch die gesundheitlichen Schäden waren zu gross. Er schaffte es nicht.

Ein Problem aller Schichten

Dass sich die Tragödie in Ohio abspielte, war kein Zufall. Der Staat hat traurige Berühmtheit erlangt, weil er 2016 von allen amerikanischen Gliedstaaten am meisten Todesfälle durch Überdosen registrierte.

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