Nordpolarmeer war einst ein Süßwassersee


Heute ist das Nordpolarmeer salzig, doch vor 36 Millionen Jahren bildete es einen gigantischen Süßwassersee. © Alfred-Wegener-Institut, Stefan Hendricks / CC-by-sa 4.0
Vom See zum Meer: Das Nordpolarmeer war noch bis vor rund 36 Millionen Jahren ein gigantischer Süßwassersee. Denn die Bering-Landbrücke und eine weitere Barriere zwischen Grönland und Schottland riegelten den arktischen Ozean gegen den Atlantik und Pazifik ab. Erst, als diese Landbrücken langsam im Meer versanken, entwickelte sich zunächst ein Brackwassergebiet und dann das salzige Nordpolarmeer, wie Geologen im Fachmagazin „Nature Communications“ berichten.

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Jedes fließen etwa 3.300 Kubikkilometer Süßwasser in das Nordpolarmeer – vor allem aus den schmelzenden Gletschern der Arktis. Das entspricht rund einem Zehntel des jährlichen Wassereintrags aller Flüsse der Welt zusammen. Doch der stetige Salzwasser-Einstrom aus Atlantik und Pazifik sorgt heute dafür, dass sich das Wasser mischt und das Nordpolarmeer salzig bleibt.

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